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Taken - 1x06: Charlie und Lisa Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Syfy

Originaltitel: Charlie and Lisa
Episodennummer: 1x06
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 09. Dezember 2002
Erstausstrahlung D: 11. Dezember 2003
Drehbuch: Leslie Bohem
Regie: Thomas J. Wright
Besetzung: Emily Bergl als Lisa Clarke, Heather Donahue als Mary Crawford, Chad Donella als Jacob Clarke, Julie Ann Emery als Amelia Keys, Dakota Fanning als Allie Keys, Matt Frewer als Dr. Chet Wakeman, Desmond Harrington als Jesse Keys, Ryan Hurst als Tom Clarke, Adam Kaufman als Charlie Keys, James McDaniel als General Beers, Chad Morgan als Becky Clarke, Andy Powers als Eric Crawford, Emily Holmes als Julie Crawford, Britt Irvin als Nina Toth, Camille Sullivan als Nina Toth, Sadie Lawrence als Carol Clarke, Byron Lucas als Danny Holding, Jeff Topping als Orbital Analyst, Joe MacLeod als Docent, P.J. Brookson als Dr. Catrell, Antonio Cupo als Tony, Bob Wilde als Carny, Ben Cotton als Denny, Taylor Reid als Lisa Clarke, Devin Douglas Drewit als Young Charlie Keys, Alexandra Purvis als Lisa Clarke, Elle Fanning als Allie Clarke u.a.

Kurzinhalt: Nachdem die Aliens sowohl das kleine UFO als auch die gefangenen Außerirdischen retten, haben Dr. Wakeman und Eric Crawford nichts mehr, an dem sie forschen könnten – weshalb das US-Militär ihr Programm einstellt. In den darauffolgenden Jahren werden Charlie Keys und Lisa Clarke von den Außerirdischen wiederholt entführt. Während ersterer dies, so wie sein Vater vor ihm, als enorm traumatisierend empfindet, sich die entsprechenden Ereignisse für Lisa eher friedlich-fürsorglicher Natur. Eines Tages werden sie beide schließlich zugleich entführt, und dazu gebracht, miteinander zu schlafen. Aus eben dieser Begegnung wird Lisa schließlich schwanger. Parallel dazu sieht sich das US-Militär nachdem die Besatzung eines Space Shuttles für zwei Stunden verschwunden war, dazu gezwungen, das Programm zur Erforschung einer möglichen außerirdischen Bedrohung wieder aufzunehmen – und dafür Dr. Wakeman und Eric Crawford zu rekrutieren. Wie sich zeigt, hat man in der Zwischenzeit aufgrund neuer Technologien Fortschritte erzielt. So hat man erkannt, dass es sich bei den kleinen Implantaten der Entführungsopfer um Ortungsgeräte handelt, und eben diese Signale kann auch das US-Militär empfangen. So spürt man schließlich Lisa auf. Doch als man versucht, sie zu entführen, schalten sich die Aliens ein…


Review: Episodenbild (c) Syfy Wie schon in der Folge zuvor knüpft man zu Beginn direkt an die Ereignisse der Episode davor an, ja tatsächlich wiederholt man in diesem Fall sogar die letzten 1-2 Minuten nochmal, um ausgehend von diesen dann weiterzuerzählen. Das UFO und die Außerirdischen in den Kisten sind weg, und damit zugleich Dr. Wakeman und Eric Crawford allen Dingen beraubt, an denen sie geforscht haben. Nach einem kurzen Zwischenstopp fünf Jahre später, als Lisa – kurz nach ihrer ersten Periode – das erste mal von den Aliens entführt wird, springen wir dann noch einmal weitere sechs Jahre, bis ins Jahr 1991. Charlie ist mittlerweile erwachsen, und wird nach wie vor regelmäßig von Außerirdischen entführt – etwas, worunter er, so wie zuvor sein Vater und sein Großvater vor ihm, enorm leidet. Wir sehen auch, wie er seinen Vater Jesse in einer Nervenheilanstalt besucht; dieser hat sich von seinen traumatischen Erlebnissen offensichtlich nie erholt, und stirbt kurz nach Charlies Besuch. Trotz dieser dramatischen Ereignisse hat sich leider nichts daran geändert, dass mich das Leiden der Keys-Familie leider nur bedingt anspricht. Dass Adam Kaufman darstellerisch in die unscheinbaren Fußstapfen seiner Serien-Vorfahren tritt, dürfte daran sicherlich auch seinen Anteil haben.

Spannend sind die Erfahrungen der Keys in erster Linie im direkten Vergleich zu jenen von Lisa (die als Erwachsene von Emily Bergl gespielt wird, und deutlich mehr Charisma in die Rolle einbringt, als ihr männliches Pendant). Diese findet die regelmäßigen Entführungen nämlich nicht im geringsten beängstigend, sondern vielmehr entführend, und fühlt sich in weiterer Folge aufgrund der Aufmerksamkeit der Außerirdischen sogar richtiggehend geborgen. Dafür sorgt zuerst die gänsehauterzeugende Szene, als sich die Aliens einmischen und sie retten, gerade als Dr. Wakeman und Eric Crawford sie auflesen wollten, und andererseits deren Intervention bei der Geburt, wo Lisa und ihr Kind im Sterben lagen, und durch den Eingriff der Außerirdischen gerettet werden. Eben dieses Ende war dann ebenfalls sehr stark. Aber auch den Moment, wo ihr Onkel Tom von ihrem Großvater erzählt, hatte es mir durchaus angetan. Parallel dazu erleben wir die Bemühungen von Wakeman und Crawford, nach ihrem "Rausschmiss" elf Jahre zuvor nun wieder im Programm Fuß zu fassen, und sich zu rehabilitieren. Spannender als alles rund um die beiden fand ich aber eigentlich Neuzugang Mary, Erics Tochter, gespielt von "The Blair Witch Project"-Veteranin Heather Donahue. Denn wie zu "Die Versuchung" geschrieben, hat die letzte Szene von "Härtetests" ja insofern getäuscht, als sich Eric in weiterer Folge doch als deutlich weniger skrupellos als sein Vater erweisen sollte. Mary scheint nun aber voll und ganz nach ihrem Großvater Owen zu kommen, und ist auch im Hinblick auf das "eine Figur, die man zu hassen liebt" auf dem besten Weg, in dessen Fußstapfen zu treten. Abschließend noch ein Wort zur letzten Szene: Dort standen der Produktion wieder einmal die damaligen effekttechnischen Möglichkeiten im Weg; denn die CGI-Delphine verfehlten die angestrebte erhebende Wirkung leider völlig. Als überaus glücklicher Zufall sollte es sich ab erweisen, dass die als neunjährige Allie gecastete Dakota Fanning eine nicht minder talentierte jüngere Schwester (natürlich Elle) hat, die in eben dieser zeitlich dazwischen angesiedelten Serie quasi für sie doubeln konnte (was man sich zuvor auch bereits beim Sean Penn-Film "I am Sam" zunutze gemacht hatte). Eben dies wertete die abschließende Szene, mäßige CGI-Effekte zum Trotz, dann doch wieder auf.

Fazit: Episodenbild (c) Syfy Nach zwei doch eher schwächeren Episoden dreht "Taken" mit "Charlie und Lisa" wieder auf. Dabei hatte es mir vor allem der Handlungsstrang rund um Lisa angetan, was sicherlich auch zum Teil an Emily Bergls charmanter Performance liegt (während ihr männliches Gegenüber Adam Kaufman, wie schon seine serientechnischen Vorfahren, erschreckend blass blieb). Und insbesondere das Gespräch mit ihrem Onkel, wie die Aliens sie als sie schwanger ist vor Wakeman und Crawford beschützen, sowie die Geburtsszene zum Ende hin, hatten es mir angetan. Während ich Dr. Wakeman und Eric Crawford hier vergleichsweise unscheinbar fand, hinterließ Mary (gespielt von Heather Donahue) von Beginn an Eindruck, und scheint sich nach dem Ableben ihres Großvaters zur nächsten großen, gefährlichen Gegenspielerin zu mausern. Die letzte Szene – die quasi den Übergang zwischen der Geschichte aus der Vergangenheit und der (damaligen) Gegenwart liefert – verfehlt dann zwar leider aufgrund der offensichtlichen CGI-Delphine den gewünschten "sense of wonder", dafür freut man sich über einen Mini-Auftritt von Elle Fanning als jüngere Version von Ally, ehe nun ab der nächsten Folge ihre ältere Schwester Dakota die Rolle (auch abseits des Voice Over-Kommentars) übernimmt.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Syfy)







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