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A Knight of the Seven Kingdoms - 1x02: Das Vermächtnis Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) HBO

Originaltitel: Hard Salt Beef
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 25. Januar 2026 (HBO)
Erstausstrahlung D: 26. Januar 2026 (Sky/HBO Max)
Drehbuch: Aziza Barnes & Ira Parker
Regie: Owen Harris
Besetzung: Peter Claffey alsSer Duncan 'Dunk' the Tall, Dexter Sol Ansell alsEgg, Bertie Carvel alsPrince Baelor 'Breakspear' Targaryen, Daniel Ings alsSer Lyonel 'The Laughing Storm' Baratheon, Sam Spruell alsPrince Maekar Targaryen, Danny Webb alsSer Arlan of Pennytree, Youssef Kerkour alsSteely Pate, Tom Vaughan-Lawlor alsPlummer, Tanzyn Crawford alsTanselle, Finn Bennett alsPrince Aerion 'Brightflame' Targaryen, Steve Wall alsLeo 'Longthorn' Tyrell, David Pearse alsSer Samwell, Donal O'Hanlon alsAshford Herald, Paul Hunter alsLord Ashford, Cara Harris alsLady Gwin, Oscar Morgan alsValarr Targaryen, Wade Briggs alsSer Roland Crakehall, Bill Ward alsSer Donnel of Duskendale, J.B. Moore alsFarrier, Tom Godwin alsSer Symon, Russell Simpson alsLord Medgar Tully, Ross Anderson alsSer Humfrey Hardyng u.a.

Kurzinhalt: Ser Duncan klappert ein Zelt und einen Ritter nach dem anderen ab, tut sich aber schwer damit, jemanden zu finden, der sich an seinen früheren Herrn Ser Arlan von Hellerbaum erinnert. Selbst bei jenen, in deren Diensten er stand, scheint er keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben. Nachdem dann aber Prinz Baelor "Bruchspeer" Targaryen in Aschfurt eintrifft, erklärt sich dieser dazu bereit, für Ser Duncan zu bürgen, und ihm damit die Teilnahme am Turnier zu ermöglichen. Nun gilt es, alles für seinen ersten Einsatz vorzubereiten. Dafür benötigt er u.a. ein neues Wappen auf seinem Schild. Dafür wendet er sich an die Schauspielerin Tanselle, auf die er ohnehin ein Auge geworfen hat. Danach besucht er zusammen mit seinem Knappen Egg die ersten Duelle im Tjost…


Review: Episodenbild (c) HBO "Das Vermächtnis" beginnt mit Rückblenden zu Ritter Ser Arlan von Hellerbaum – die Duncans Erzählungen über ihn begleiten, während er versucht, einen Ritter beim Turnier zu finden, der sich an diesen, und damit zugleich Duncan, erinnern und damit für ihn bürgen könnte. Er ist erschüttert, zu sehen, dass sich niemand mehr an seinen früheren Herrn erinnern kann – ja selbst jene nicht, denen er treu ergeben war. Fakt ist: Ser Arlan war ein gütiger und ehrenvoller Heckenritter, der jedoch in seinem Leben nichts außergewöhnliches geleistet hat – und dementsprechend in dieser Welt, die noch dazu stark von ständischem Denken geprägt ist (wo alles, was die großen Herrenhäuser tun, von vornherein allein aufgrund ihrer Herkunft eine Leistung ist), in Vergessenheit geriet. Duncan schwört sich, dass es ihm nicht so ergehen wird; zugleich will er mit seinen eigenen Leistungen auch seinem verstorbenen Herrn ein ihm würdiges Vermächtnis verschaffen. Eben dieser Teil von "Das Vermächtnis" hat für mich ziemlich gut funktioniert.

Die Episode profitiert darüber hinaus auch wieder von Duncans Persönlichkeit, und deren Darstellung durch Peter Claffey. Sein naiver Blick auf die Welt, seine kindliche Zuversicht, und teilweise auch seine Unbeholfenheit – wie im Gespräch mit Tanselle – wärmten neuerlich mein Herz, und machten mir die Figur wieder sehr sympathisch. Aber auch Egg bekommt seine Momente, auch wenn hier, wie schon in der Folge zuvor, Duncan klar im Mittepunkt stand. Alles rund um die beiden, und hier nicht zuletzt auch wieder die abschließende Szene am Lagerfeuer, hat für mich jedenfalls wieder sehr gut funktioniert. Weniger erfolgreich war "Das Vermächtnis", wenn man statt auf die beiden Figuren den Blick vielmehr auf das größere Ganze richtet. Dabei gebe ich unumwunden zu, dass es eingeschworenen "Game of Thrones"-Fans, welche die Welt, deren Geschichte und sämtliche Häuser bis ins Detail kennen, sicherlich anders ergehen wird. Bei denen werden nämlich zahlreiche Erwähnungen und Anspielungen eine Wirkung ähnlich des bekannten Memes mit dem in Richtung Fernseher zeigenden Leonardo diCaprio erzielen. Ich hingegen habe nach dem enttäuschenden Finale von "Game of Thrones" die Lust darauf verloren, mich in diesem Detail mit der Welt von Eis und Feuer auseinanderzusetzen. Ich lasse mich von den Serien berieseln, mehr aber auch nicht. Was aber zugegebenermaßen aufgrund des kleineren Rahmens verspricht, dass mich "A Knight of the Seven Kingdoms" schon mehr ansprechen könnte als das sowohl epischere als auch stärker in der Mythologie von "Game of Thrones" verankerte "House of the Dragon". Nur mit der Erzählweise – genauer gesagt, dem Aufteilen der Novelle auf sechs (wenn auch nur rund halbstündige) Episoden – hadere ich nach wie vor, weil es dazu führt, dass (mir) die Geschichte doch zu ausgedehnt erzählt wird, was sowohl dem Erzähltempo als auch der Dramaturgie nicht wirklich zugutekommt. Aber vielleicht liegt dieser Eindruck auch stärker daran, dass wir uns ja noch ganz am Anfang befinden, und man sich dementsprechend für die Vorstellung der Figuren (und des Settings) mehr Zeit nimmt. Der Rest der Staffel wird es zeigen.

Fazit: Episodenbild (c) HBO Auch die zweite Folge der Serie lebte für mich wieder sehr stark von der Charakterisierung von Duncan (und der Darstellung durch Peter Claffey). Darüber hinaus hatten es mir aber auch die Rückblicke auf dessen früheren Herrn, und Dunks Erschütterung darüber, dass dieser trotz seiner ehrenvollen Taten kein nennenswertes Vermächtnis hinterlassen hat, angetan. Und die sich ankündigende Romanze mit Tanselle war auch durchaus nett. Demgegenüber verfehlten die ganzen Andeutungen im Hinblick auf die verschiedenen Häuser und ihre Geschichte, bzw. auch die größeren aktuellen Geschehnisse in der Welt von Westeros bei mir die gewünschte Wirkung insofern, als ich in dieser Hinsicht einfach nicht so versiert bin, und auch keine Lust verspüre, Energie zu investieren, um daran etwas zu ändern (dafür hat das "Game of Thrones"-Finale gesorgt). Trotz dieses Mankos setzte "Das Vermächtnis" aber den soliden Eindruck, den der Serienauftakt bei mir hinterließ, fort.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 HBO)








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