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Das fliegende Auge - 1x05: Ausgetrickst Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) ABC

Originaltitel: Trojan Horse
Episodennummer: 1x05
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 03. Februar 1984
Erstausstrahlung D: 09. Juni 1996
Drehbuch: Brian Alan Lane
Regie: Guy Magar
Besetzung: James Farentino als Frank Chaney, Dana Carvey als Clinton 'JAFO' Wonderlove, Sandy McPeak als Captain Braddock, Dick Butkus als Richard 'Ski' Butowski, Bubba Smith als Lyman 'Bubba' Kelsey, Dennis Holahan als Richard J. Lassiter, Ralph Manza als Willie, Brian Kale als Duffy, Ann Cooper als J.J. Douglas, Elizabeth Hoffman als Mrs. Moynihan, Nigel Bullard als TV Reporter, Vince Howard als Sheriff, Dean Wein als Jones, Leigh Lombardi als Asst. Dist. Atty. Minelli u.a.

Kurzinhalt: In Kürze findet der Prozess gegen Richard J. Lassiter statt, der Vermögen von Anlegern veruntreut hat. Seine ehemalige Sekretären Mrs. Moynihan ist die Kronzeugen – und wurde entführt. Dem Blue Thunder-Einsatzteam gelingt es, sie rechtzeitig zu befreien und zum Gerichtsaal zu bringen, um Lassiters Verurteilung zu sichern. Doch dieser denkt gar nicht daran, sich einfach so seinem Schicksal zu ergeben. Nachdem ein erster Fluchtversuch während des Transports ins Gefängnis ebenfalls von Blue Thunder vereitelt wird, muss Lassiter jedoch umdisponieren. Zum Glück wurde er nur in ein Gefängnis mit mittlerer Sicherheitsstufe gebracht. Frank Chaney ist bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Lassiter versucht, auszubrechen. Er kann Captain Braddock überreden, Ski und Bubba ins Gefängnis einzuschleusen – den ersteren als Häftling, und zweiteren als Wärter – um mehr über Lassiters Pläne in Erfahrung zu bringen. Doch dieser riecht den Braten, und lockt das Blue Thunder-Team in eine Falle…


Review: Episodenbild (c) ABC Vorab: Es ist momentan noch nicht sicher, ob ich mir auch die deutlich langlebigere und populärere 80er-Jahre-Hubschrauber-Serie "Airwolf" review-technisch vorknöpfen werde. An diese verbinde ich aber grundsätzlich einige nostalgische Erinnerungen – wobei man als Kind sicherlich in vielerlei Hinsicht anspruchsloser und damit auch unkritischer ist, denn als Erwachsener. Ich erwähne dies in erster Linie deshalb, als ich mich rückblickend frage, wie (oder ob?) es ihnen gelungen ist, die Serie über vier Staffeln hinweg unterhaltsam und abwechslungsreich zu gestalten – sprich, sich immer wieder eine neue, interessante Bedrohung zu überlegen, gegen die Airwolf antreten kann. Und der Grund dafür liegt wiederum bei "Das fliegende Auge", dass sich jetzt bei der fünften – von "nur" elf – Episoden befindet, und sich jetzt schon damit schwer zu tun beginnt. Die Idee mit der Drohne in "Der Waffenschieber" war recht pfiffig, davon abgesehen bekommen wir aber die ewig gleichen Kämpfe gegen verschiedenste Kampfflugzeuge (kurioserweise steht ein Duell mit einem anderen Helikopter noch aus). Nochmal: Wir befinden uns noch nicht einmal bei der Halbzeit, und doch beginnt sich dies jetzt schon langsam abzunutzen.

Man merkt auch, dass die betreffenden Einlagen aufgrund der damals für Fernsehserien zur Verfügung stehenden Budgets relativ spärlich eingesetzt werden. Dementsprechend gibt es abseits von ihnen noch viel Laufzeit zu füllen, was mal besser, und mal schlechter gelingt. "Ausgetrickst" fällt hier leider in die letztere Kategorie. Zuerst einmal fällt auf, dass während man bisher immer einen guten Grund gefunden hat, warum Blue Thunder ausrücken musste, dies hier doch recht konstruiert wirkt. Man fragt sich generell, was Lassiter mit dem Flugzeug wollte, bzw. warum er ein solches im Einsatz haben sollte. Und streicht man das, gibt es für Blue Thunder eigentlich kaum mehr etwas zu tun (wenn man mal die Rolle bei der Befreiung des Entführungsopfers zu Beginn – im Übrigen die beste [Action-]Szene der Folge; was zugleich halt ein weiteres wesentliches Problem von ihr ist – und den Van mit dem Maschinengewehr ausblendet). Weil der Plot rund um die beiden Polizisten, die ins Gefängnis eingeschleust werden, um Lassiters Fluchtplan in Erfahrung zu bringen – und natürlich auch zu vereiteln – hätte sich letztendlich in jeder anderen 80er-Jahre-Action- und/oder Krimiserie (auch ganz ohne Superhelikopter) genauso gut erzählen lassen. Dessen ungeachtet: Das Duo Ski und Bubba macht schon auch hier wieder Spaß. Der Abschlussgag rund um Mac & Cheese ist ebenfalls gelungen. Und James Farentino vermittelt den Grant seiner Figur auf Lassiter glaubhaft, und dementsprechend auch, dass er seine Flucht unbedingt verhindern will. Trotzdem, abseits einzelner Highlights war "Ausgetrickst" leider doch eher mau.

Fazit: Episodenbild (c) ABC Ein gutes Zeichen ist es ja nicht, wenn man sich bereits in der fünften Episode schwer zu tun scheint, eine Bedrohung/Herausforderung bzw. generell einen Sinn/Nutzen für den titelspendenden Helikopter zu finden (dafür könnte es allerdings die Kurzlebigkeit der Serie erklären). Es hilft auch nicht, dass "Ausgetrickst" die besten Szenen gleich zu Beginn präsentiert, nämlich einerseits die Rettung der Geisel, und andererseits Blue Thunders Einsatz während des Gefangenentransfers von Lassiter. Mit der Undercover-Mission von Ski und Bubba schläft die Episode dann aber leider ziemlich ein. Daran kann auch ihr wieder einmal nettes Zusammenspiel nichts ändern. Und warum Lassiter ein Kampfflugzeug in seinem Arsenal haben sollte, konnte mir die Folge auch nicht glaubwürdig erklären. Zwar war "Ausgetrickst" gerade noch kurzweilig genug, um nicht von einer Niete sprechen zu müssen. Dennoch bot sie zu wenig Action/Spannung, und wusste vor allem auch mit dem "Titelhelden" zu wenig anzufangen.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS)







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