Originaltitel: Betrayal Episodennummer: 1x05 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 25. Mai 2026 Drehbuch: Jennifer Frazin & Steve Lightfoot Regie: Alethea Jones Besetzung:
Nicolas Cage als Ben Reilly/The Spider,
Lamorne Morris als Robbie Robertson,
Li Jun Li als Cat Hardy,
Karen Rodriguez als Janet Ruiz,
Abraham Popoola als Lonnie Lincoln/Tombstone,
Jack Huston als Flint Marko/Sandman,
Brendan Gleeson als Silvermane,
Andrew Lewis Caldwell als Dirk Leyden,
Michael Kostroff als Mayor Morris,
Scott MacArthur als Perry,
Joe Massingill als Pudge,
Jack Mikesell als Addison,
Amy Aquino als Dr. Faber,
Andrew Robinson als Ogden,
Kai Caster als Young Ogden,
Richard Robichaux als Walters,
Dustin Ceithamer als Spider Soldier,
Veronica Mannion als Thelma,
Brooke McCormick als Waitress,
John Patrick Jordan als Interrogator,
Jodi Fleisher als Military Receptionist,
Fred Cross als Sleepy Cop,
Chris Rickett als Mustachioed Cop,
Dalton Baker als Private,
Jordan Hendricks als Corporal Jones u.a.
Kurzinhalt:
Robbie Robertsons Ermittlungen rund um die Experimente an US-Kriegsgefangenen im ersten Weltkrieg führen sie zum Krankenhaus von Dr. Faber, in dem in erster Linie Veteranen behandelt werden. Da er selbst keinen Zugang zu ihren Unterlagen bekommt, bittet er Ben darum, in ihrem Büro einzubrechen und die Akten von Flint Marko, Lonnie Lincoln und Dirk Leydon zu stehlen. Das gelingt ihm zwar, allerdings hinterlässt er dabei Beweise, die Dr. Faber und ihrem Kollegen Ogden offenbaren, dass sie Besuch von der Spinne erhalten haben. Und eben diese ist ihre letzte Hoffnung, um ein Heilmittel für die von den Mutationen Betroffenen zu finden. Ben macht daraufhin Cat den Vorschlag, gemeinsam durchzubrennen, und irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Parallel dazu befreien Flint Marko und Lonnie Lincoln ihren früheren Kameraden Dirk Leyden aus dem Gefängnis, woraufhin auch dieser von Silverman für seine Superschurken-Handlangertruppe rekrutiert wird…
Review:
Zu Beginn gibt es einen Flashback zum Ersten Weltkrieg, der uns einerseits den Ursprung der Superschurken zeigt, und andererseits auch offenbart, wie denn eigentlich Ben Reilly zu seinen Spinnenkräften kam. Vor allem letzteres fand ich durchaus originell – zumal die Einlage auch mit einem netten Horroreinschlag (bei den Experimenten musste wohl nicht nur ich an "Frankenstein" denken) bestach. Rückblickend war es ja eigentlich logisch, dass man hier ein bisschen vom üblichen Spider-Man-Ursprung würde abweichen müssen, da wohl kaum eine genetisch veränderte Spinne für seine Mutation verantwortlich sein kann. Bis zu "Armee der Superhelden" habe ich mir dazu aber offen gestanden gar nicht so viele Gedanken gemacht, und seine Kräfte halt einfach akzeptiert. Aber das hier war schon – auf wunderbar bizarre Art und Weise – cool. Angefangen bei den Experimenten der Deutschen an Kriegsgefangenen generell (darunter eben auch Flint, Lincoln und Dirk, die allesamt von Ben und seiner Einheit gerettet wurden), insbesondere aber eben der Szene, wo Ben vom "Spinnenmenschen" gebissen wird. Was dann eben auch erklärt, warum seine Mutation anders – und stabiler – ist. Eben deshalb spielt er in der Forschung von Dr. Faber, welche die Mutanten heilen will, eine Schlüsselrolle.
Zwar bricht Ben hier – um Robbie einen (letzten?) Gefallen zu tun – in deren Büro ein, um die Unterlagen zu stehlen. Eigentlich will er sich aber nicht einfach nur aus der Sache heraushalten, sondern vielmehr zusammen mit Cat durchbrennen, und ein neues Leben beginnen – auch wenn dies bedeutet, New York dem Treiben der Superschurken schutzlos auszuliefern. Allerdings merkt man beim Angebot Cat ihre innere Zerrissenheit an. Sie hat zwar definitiv Gefühle für Ben entwickelt – doch (noch?) ist ihre Liebe für Flint stärker. Dies führt dann auch zum – im englischen Original – titelspendenden Verrat. Als Ogden (im Übrigen habe ich mich über das Wiedersehen mit Andrew "Garak" Robinson sehr gefreut) ihr am Ende erzählt, warum gerade die Spinne für Dr. Fabers Forschung – und die Möglichkeit, ein Heilmittel für die Betroffenen zu finden – so essentiell ist, muss sie sich zwischen ihrer Loyalität gegenüber Flint oder Ben entscheiden, und wählt ersteres – womit nun Ben Reilly ins Fadenkreuz der beiden gerät. Alles rund um Ben und/oder Cat hat mir jedenfalls auch hier wieder gut gefallen (wenn ich es auch nicht ganz so interessant fand wie in der Folge davor). Demgegenüber fiel der Rest doch etwas ab, wobei mich insbesondere die Szenen rund um die Befreiung von Elektro durch Sandman und Tombstone – und wie nun auch dieser von Silvermane für seine Organisation rekrutiert wird – nicht so recht ansprechen wollten. Und das, obwohl klar wird, dass man hier schon den großen Showdown der Staffel, wo es die Spinne dann mit diesem Dreigespannt zu tun bekommen wird, vorbereitet. Vorerst muss Ben aber erstmal die Gefahr, die ihm durch Dr. Faber und Ogden – nun da sie seine wahre Identität kennen – droht, abwenden.
Fazit:
An "Armee der Superhelden" konnte mir der Flashback zu Beginn am besten gefallen. Dort sehen wir nicht nur, dass es just Ben Reilly und seine Einheit war, welche die Kriegsgefangenen aus dem Fängen der Deutschen befreiten, sondern auch, wie Ben zu seinen Kräften kam. Davon abgesehen hatte es mir dann insbesondere noch Cats Dilemma – und Entscheidung – am Ende angetan. Im Mittelteil zog sich "Armee der Superhelden" meinem Empfinden nach aber wieder ein bisschen; zumal ich den Handlungsstrang rund um Dirks Befreiung aus dem Gefängnis durch Flint und Lonnie – und nachfolgend seine Rekrutierung durch Silvermane – jetzt nicht unbedingt so prickelnd fand. Nett aber das Wiedersehen mit Andrew Robinson ("Star Trek: Deep Space Nine") und Amy Aquino ("Bosch"). Und der Twist am Ende sorgt zweifellos für eine spannende Ausgangssituation für die nächste Folge.