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Star City - 1x06: Eine Nadel im Heuhaufen Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel: Awl In A Sack
Episodennummer: 1x06
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 26. Juni 2026 (Apple TV+)
Drehbuch: George Mastras
Regie: Kasia Adamik
Besetzung: Rhys Ifans als The Chief Designer, Anna Maxwell Martin als Lyudmilla Raskova, Agnes O'Casey als Irina Morozova, Alice Englert als Anastasia Belikova, Solly McLeod als Sasha Polivanov, Adam Nagaitis als Valya Markelov, Ruby Ashbourne Serkis als Tanya Mironova, Josef Davies als Sergei Nikulov, Priya Kansara als Lakshmi Chadha, Eliot Salt als Vika Yegorova, Hannah Steele als Ekaterina, Shubham Saraf als Manu Chadha, Felix Scott als Radimir Petrovsky, Ian Midlane als Mikhail, Aurelijus Pocius als Zhenya, Chris Leaney als Viktor, Robin Berry als Rem Balabanov, Christopher Sherwood als Controller, Gyuri Sarossy als Director of Operations, Aidas Jurgaitis als Engineer, Julia Vorik als Lyudmilla's Secretary, Vaidotas Martinaitis als Vitaly, Caitlin Drabble als Eva u.a.

Kurzinhalt: Der nicht genehmigte Start einer Rakete von Star City sorgt für Aufregung. Colonel Raskova stürmt mit einem Einsatztrupp die Kommandozentrale, um den Chief Designer zur Rede zu stellen. Dieser erzählt ihr, dass die Kosmonauten auf dem Weg zur Venus sind. Dies allein ist schon ein Bruch mit den Zielen, die das Regime vorgegeben haben – die eindeutig eine ständige Präsenz auf dem Mond priorisierten. Als Lyudmilla dann auch noch erfährt, dass es sich bei Valya Mironov um einen der Kosmonauten handelt, ist die Kacke endgültig am Dampfen. Im ersten Moment ist es für den Chief Designer unvorstellbar, dass es sich bei Valya um einen Landesverräter handeln könnte. Er glaubt an einen ähnlichen "Fehler" wie zuvor bei Yana Akhmatova. Als ihm dann die unwiderlegbaren Beweise dafür vorgelegt werden, ist er zutiefst erschüttert. Dennoch setzt er alles daran, damit die Mission fortgesetzt wird. Raskova drängt jedoch darauf, dass Valya an Bord des Raumschiffs in der Versorgungskapsel eingesperrt werden muss…


Review: Episodenbild (c) Apple TV+ Ich habe es in meinen Reviews der letzten Episoden ja schon mehrmals erwähnt: Irgendwie war von vornherein klar, dass die Venus-Mission scheitern muss. Ursprünglich dachte ich ja eigentlich, diese würde noch vor dem Start auffliegen, und gestoppt werden. Stattdessen war es letztendlich Valya (oder, wenn man die Kette weiterspinnt, die Amerikaner, denen es gelungen ist, aufgrund der illegalen Vorlieben seiner Frau Tanya Druck auf ihn auszuüben), dessen Flucht hier für das Aus der Mission sorgt – und das auf dramatische und katastrophale Art und Weise. Die letzten paar Minuten waren dann auch ganz klar und mit Abstand die stärksten von "Eine Nadel im Heuhaufen". Hier verdichtete sich die Spannung von Minute zu Minute, bis sie fast schon greifbar wurde. All dies eskaliert dann schließlich in jenem Moment, als ein Techniker, dem von Colonel Raskova mit vorgehaltener Waffe gedroht wird, den Druck aus allen Modulen auslässt, und so – in Verbindung mit den Bemühungen von Sasha und Lakshmi, Valya aus seiner Kapsel zu befreien – den verheerenden Brand auslöst, der allen drei Kosmonaut:innen das Leben kostet. Das war schon richtig hart.

Zwar ist die hohe Wertung in erster Linie diesem explosiven (sorry) Finale zu verdanken, das heißt jedoch nicht, dass mir alles bis dahin nicht auch schon gut gefallen konnte. Wenn ich überhaupt einen Handlungsstrang ein bisschen kritisieren würde, dann ist es alles rund um Irina. Bislang hatte mich ihre Storyline ja ordentlich gepackt, hier hingegen war mir unklar, warum sie Tanya weiter verfolgt (wofür sie deren Kontaktperson ausfindig macht), nachdem sie in der Wohnung nicht auf sie gewartet hat. Ich verstehe, dass sie sich ihr verbunden fühlt (ja sie vielleicht sogar liebt?!), aber irgendwie gelang es der Episode nicht, mir verständlich zu machen, warum sie sich all diesen Aufwand antut – und sich damit natürlich auch (wieder einmal bzw. weiterhin) selbst in größte Gefahr begibt. Tanyas Handlungsstrang fand ich da schon besser, wobei für mich vor allem jene Szene hervorstach, wo sie erfährt, dass Valya wegen ihr – und ihrer illegalen Vorlieben – zum Verräter wurde. Eben dies wertete rückblickend für mich auch Valyas Figur nochmal deutlich auf. Denn bislang hatte man ja eigentlich den Eindruck, dass die beiden nicht (mehr) viel füreinander übrig haben. Hier nun zu erfahren, was er alles riskiert hat, um sie zu beschützen, machte sein Ableben nur umso tragischer (und wirft auch einen äußerst kritischen Blick darauf, wie weit der amerikanische Geheimdienst zu gehen bereit ist, um das russische Raumfahrtprogramm zu sabotieren). Aber auch mit Sasha und insbesondere Lakshmi – die an der Situation am Unschuldigsten war – habe ich mitgefühlt. Vor allem aber hat mit der Chief Designer leid getan. Wie gesagt, dass sein Traum platzen würde, war eigentlich von vornherein klar. Aber wie dies hier geschieht, war ganz besonders tragisch – und Rhys Ifans spielte die Gebrochenheit seiner Figur angesichts der Ereignisse (und Erkenntnisse) hier absolut herausragend.

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ "And All My Dreams, Torn Asunder". An diesen "Babylon 5"-Episodentitel (im Original) musste ich bei "Eine Nadel im Heuhaufen" unweigerlich denken. Denn genau das beschreibt, wie sich der Chief Designer hier gefühlt haben muss, als sein Traum der Venus-Mission auf brutal-tragische Art und Weise endet. Mehr noch, eh schon körperlich ein Wrack, nachdem er sich für sein Vaterland kaputtgearbeitet hat, wird er hier nun auch noch verhaftet. Neben ihm habe ich aber natürlich auch mit den drei Kosmonaut:innen – und ja, das schließt Valya (nachdem wir hier nun endlich den Grund für seinen Verrat erfahren) mit ein – mitgefühlt. Einzig der Irina-Handlungsstrang fiel für mich ein bisschen ab; in erster Linie, weil es "Eine Nadel im Heuhaufen" nicht gelang, mir deutlich zu machen, warum sie sich gemüßigt sieht, die Suche nach Tanya fortzusetzen. Davon abgesehen war "Eine Nadel im Heuhaufen" aber richtig stark.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Apple TV+)







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