Originaltitel: The Dorcons Episodennummer: 2x23 Bewertung: Erstausstrahlung UK: 12. November 1977 Erstausstrahlung D: 16. März 2014 Drehbuch: Johnny Byrne Regie: Tom Clegg Besetzung:
Martin Landau als Commander John Koenig,
Barbara Bain als Dr. Helena Russell,
Catherine Schell als Maya,
Tony Anholt als Tony Verdeschi,
Nick Tate als Alan Carter,
Patrick Troughton als Archon,
Ann Firbank als Consul Varda,
Gerry Sundquist als Malic,
Alibe Parsons als Alibe,
Laurence Harrington als Stewart,
Kevin Sheehan als 1st Dorcon Operative,
Michael Halsey als 1st Dorcon Soldier,
Hamish Patrick als Command Center Alphan,
Hazel McBride als Female Medical Officer u.a.
Kurzinhalt:
In der Flugbahn des Mondes erscheint plötzlich ein außerirdisches Schiff unbekannten Ursprungs, welches alle Besatzungsmitglieder mit einem grünen Scanstrahl sondiert, und bei Maya dann ganz besonders lange verweilt. Wie sich herausstellt, haben sie genau nach ihr gesucht – bzw. einer Überlebenden des Planeten Psychon – gesucht, benötigen sie doch ihren Hirnstamm, um unsterblich zu werden. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass dies Mayas Tod bedeuten würde, und Commander Koenig dementsprechend gar nicht daran denkt, sie ihnen zu überlassen – auch wenn angesichts des darauffolgenden Angriffs der Dorcons auf die Mondbasis Alpha 1 nicht jeder an Bord seine Überzeugung – und Entschlossenheit – teilt. Als John die Dorcons dann dazu zwingt, ihren Angriff einzustellen, in dem er – als Bluff – damit droht, Maya zu töten, werden die beiden mit Hilfe eines Transporterstrahls an Bord des dorconischen Schiffs gebracht. Dort scheint die einzige Hoffnung, Mayas Leben zu retten, darin zu liegen, sich die internen Unstimmigkeiten unter den Anführern zunutze zu machen…
Review:
"Mondbasis Alpha 1" hat sich ja von der ersten zur zweiten Staffel stark verändert – teilweise wohl nicht zuletzt deshalb, weil man deutlich Geld sparen musste. Auffällig war dies nicht zuletzt am neuen Set des Kontrollraums, der längst nicht mehr so groß und spektakulär wie jener in der ersten Staffel war. Aber auch besetzungstechnisch tat sich einiges. So manches bekannte Gesicht, insbesondere natürlich der dritte Hauptdarsteller Barry Morse als Dr. Victor Bergman – wurden ausgewechselt, dafür stießen Tony Anholt als Tony Verdeshi und Catherine Shell (die zuvor in der ersten Staffel in einer anderen Rolle einen Auftritt hatte) als Maya zur Besetzung dazu. Letztere rückt nun in der allerletzten Folge der Serie, zusammen mit Hauptdarsteller Martin Landau aus Commander John Koenig, in den Mittelpunkt des Geschehens, da es die (im englischen titelspendenden) Dorcons auf die (im deutschen titelspendenden) letzte ihrer Art abgesehen haben.
Das Ergebnis ist eine überaus mittelmäßige Episode, die jedoch als solche den insgesamt bestenfalls durchschnittlichen Eindruck, den die zweite Staffel bei mir hinterließ, sehr gut einfängt, und sich damit als durchaus passender Abschluss für diese entpuppt. Gut gefallen konnten mir in erster Linie die zwischendurch eingestreuten Modellaufnahmen des Schiffes des Dorcons. Zwar merkt man, dass hier einfach immer wieder die gleiche Aufnahme eingeblendet wurde, aber designtechnisch war das schon ziemlich fein. Gut auch, wie sich Koenig und Maya die Dorcon-internen Differenzen zu Nutze machen, um sich zu retten, und letztendlich auch den Feind zu besiegen. So man denn will, lässt sich daraus eine durchaus gefällige Message herauslesen – gerade auch im Hinblick auf Malics Machtstreben, mit dem er letztendlich den Untergang seines Volkes einläutet. Und im Hinblick darauf, dass dies sowohl die letzte produzierte als auch ausgestrahlte Episode der Staffel/Serie war – und es ja durchaus hätte sein können, dass Schell diese, selbst wenn es weitergegangen wäre, verlassen wollte – konnte man zumindest nicht 100%ig ausschließen, dass Maya hier das Zeitliche segnen könnte, was ihr zumindest ein gewisses Mindestmaß an Spannung verlieh. Im Vergleich zur Folge davor, die bereits einen durchaus interessanten Auftakt bot, und dann vor allem zum Ende hin nochmal ordentlich aufdrehte, fällt "Die letzte ihrer Art" aber leider doch recht deutlich ab. Eventuell hätte es nicht geschadet, sich auch nachdem Maya und Koenig auf das fremde Schiff "gebeamt" wurde, auch weiterhin öfters zum Mond zu schauen. Die Sorge von Tony und Helena im Hinblick auf ihre Geliebten hätten einerseits dem ganzen mehr emotionales Gewicht gegeben, und andererseits mit den zusätzlichen Szenen dafür gesorgt, dass man in der Haupthandlung ein bisschen mehr Gas gibt. So plätscherte das alles sehr unaufgeregt vor sich hin, und schlichen sich vereinzelt doch ein paar Längen ein. Immerhin: Besser als die schwache letzte Folge von "Raumschiff Enterprise" (wo die dritte Staffel ja auch von Fred Freiberger produziert wurde), "Gefährlicher Tausch", ist "Die letzte ihrer Art" allemal.
Fazit:
Mit "Die letzte ihrer Art" verabschiedet sich "Mondbasis Alpha 1" nun nach achtundvierzig Episoden. Die zweite Staffel war dabei im Schnitt doch um einiges schwächer als die erste, wobei insbesondere die erste Season-Hälfte teilweise meine Entschlossenheit, weiterzuschauen, auf eine harte Probe stellte. "Die letzte ihrer Art" mag zwar weder zu den besten Episoden der Staffel, geschweige denn der Serie, zählen, ist aber zumindest auch kein gänzlich unrühmlicher Abschied. Da sich Maya rasch zum Publikumsliebling mauserte, überrascht es nicht, dass sie hier zum Ende – wie schon zum Beginn der Staffel – nochmal in den Mittelpunkt rückt, wobei man sie leider teilweise etwas gar auf die Rolle des Fräuleins in Nöten reduzierte. Trotz der unmittelbaren Gefahr für ihr Leben – und dass im Hinblick darauf, dass es sich hier um die allerletzte Episode handelt, ihr Tod nicht mal 100%ig auszuschließen war – hielt sich die Spannung aber leider sehr in Grenzen. Immerhin bot man uns hier noch ein letztes Mal ein ziemlich cooles Design eines außerirdischen Raumschiffs. Davon abgesehen passt "Die letzte ihrer Art" aber leider zum enttäuschenden, maximal durchschnittlichen, Eindruck, den die zweite Staffel bei mir hinterlassen hat – weshalb es mich weder sonderlich überrascht noch grämt, dass es keine dritte mehr geben sollte.