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Spider-Noir - 1x04: Die Rückkehr der Spinne Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon Prime

Originaltitel: A Mistake I'll Never Make Again
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 25. Mai 2026
Drehbuch: Tori Sampson
Regie: Nzingha Stewart
Besetzung: Nicolas Cage als Ben Reilly/The Spider, Lamorne Morris als Robbie Robertson, Li Jun Li als Cat Hardy, Karen Rodriguez als Janet Ruiz, Abraham Popoola als Lonnie Lincoln/Tombstone, Jack Huston als Flint Marko/Sandman, Brendan Gleeson als Silvermane, Lukas Haas als Winston, Andrew Lewis Caldwell als Dirk Leyden, Michael Kostroff als Mayor Morris, Scott MacArthur als Perry, Joe Massingill als Pudge, Cary Christopher als Frankie, Randy Oglesby als Chief McNamara, Amanda Schull als Ruby, Jeremiah Birkett als Harvey, Sofia Melián als Sylvia, Garrett Bales als Tim, Craig Frosty Silva als Gio, David Crabb als Cabbie, Corey Martin Craig als Aide, Tim Montoya als Driver, Rodney Saulsberry als Pastor u.a.

Kurzinhalt: Cat Hardy ist von den jüngsten Ereignissen schwer erschüttert – ist ihr doch bewusst, wie knapp sie dem Tod entronnen ist. Zu verdanken hat sie dies Ben Reilly, der Silvermane im Hinblick auf den Verräter in seinen Reihen auf eine falsche Fährte gelockt hat, und so verhinderte, dass sie aufflog. Die Sängerin – und zugleich Geliebte von Silvermane – und der Privatdetektiv kommen sich daraufhin unverkennbar näher. Bis das Auftauchen eines weiteren Mannes mit Superkräften ihn dazu zwingt, sich ein weiteres Mal ins Spinnenkostüm zu schwingen, und die Rückkehr seines Alter Egos öffentlich zu machen. Währenddessen gelingt es Robbie Robertson, Lonnie Lincoln ausfindig zu machen. Und Silvermane freut sich nach seinen jüngsten Verlusten über einen Neuzugang in seiner Organisation: Flint Marko…


Review: Episodenbild (c) Amazon Prime Gleich zu Beginn wird aufgeklärt, dass – natürlich – weder Ben noch Cat Silvermanes zweites Opfer war, und auch nicht (wie ich vermutet hatte) Vera, sondern vielmehr einen zweiten Handlanger vom ihm, den er des Verrats verdächtigte: Gio. Doch obwohl letztendlich für sie alles gut ausgegangen ist, ist Cat Hardy von den Ereignissen – und dieser Nahtoderfahrung – offenkundig schwer erschüttert. Und so ist es kein Wunder, dass sie sich gegenüber jener Person öffnet, die diese Erfahrung mit ihr teilte (und sie mit seiner Intrige letztendlich auch vor diesem Schicksal bewahrte): Ben Reilly. In einer der stärksten Szenen der Folge erfahren wir ihm, als sie diesem ihr Herz ausschüttet, endlich ihre Beweggründe hinter dem Anschlag auf Silvermane. Es ging ihr nicht nur darum, vom Gangsterboss wegzukommen, sondern auch Rache dafür zu nehmen, dass dieser einst ihren Verlobten umgebracht hat, bevor sie mit diesem durchbrennen konnte. Ben erwidert ihre Offenheit schließlich etwas später in seinem Apartment, mit der tragischen Vorgeschichte rund um seine Frau Ruby. Diese nimmt bei "Spider-Noir" wohl die Rolle von Gwen Stacy ein: Jene geliebte Frau, die er nicht retten konnte – weshalb er hier sein Spinnenkostüm an den Nagel hängte. Jedenfalls war dieser Seelenstriptease sehr interessant, und fand ich, dass beide Figuren – Ben und Cat – dadurch an Tiefgang gewannen.

Zugleich war jedoch auch für Humor gesorgt; nicht zuletzt dank Bens unfreiwillig durchzechte Nacht mit Silvermane, nachdem er dessen Jobangebot mit einem lakonischen "I'm not a fan of your retirement plan" abgelehnt hat. Aber auch, wie es Janet gelingt, das Eis zwischen Robbie und Lonnie zu brechen, in dem sie eine Packung Karten zückt, war amüsant mit anzusehen. Parallel dazu sehen wir, wie sich Flint Marko – als er das Gespräch zwischen Cat und Ben im Theater zufällig hört – verraten fühlt, und er daraufhin als neuer Handlanger von Silvermane anheuert, und die durch den Tod von Winston entstandene Lücke zu füllen. Silvermane indes erhöht den Druck auf Bürgermeister Morris und Polizeichef McNamara. Und am Ende gibt es dann auch noch ein bisschen Action, die auch eine entscheidende dramaturgische Wendung einläutet. So bekommt es die Spinne hier am Ende mit "Spider-Noir"'s Version von Elektro zu tun. Der Kampf zwar ziemlich nett ausgeklügelt, und sorgte vor allem auch dafür, dass sich die Spinne hier nun – nachdem sie bisher nach ihrer Rückkehr nur im Schatten agierte – öffentlich zu erkennen gibt. Vor allem aber zählt Cat hier zwei und zwei zusammen, erwartet Ben Reilly schon, als dieser nach seinem Einsatz wieder ins Apartment zurückkehrt, und zwingt ihn mit einem Sturz aus dem Fenster dazu, ihr seine Doppelidentität zu offenbaren (und damit ihren Verdacht zu bestätigen) – was für eine spannende Ausgangssituation für die zweite Hälfte der Staffel sorgt.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Prime "Die Rückkehr der Spinne" lädt insbesondere Cat Hardy und Ben Reilly zum Seelen-Striptease. So erfahren wir hier einerseits, was Cat antreibt, und warum sie versucht hat, Silvermane zu töten. Und andererseits werden hier die bisherigen flüchtigen Blicke auf den Tod von Ruby um den tragischen Kontext dahinter ergänzt. Aus meiner Sicht profitierten beide Figuren davon, und machte "Die Rückkehr der Spinne" vor allem deutlich, wie ihre gemeinsame tragische Vorgeschichte, sowie die jüngsten Ereignisse, zwischen ihnen ein Band entstehen ließ – welches sich durch den Twist am Ende nur noch verstärken wird. Zuvor gab es aber noch eine nette Actioneinlage rund um den Kampf gegen Elektro, wo für mich vor allem auch hervorstach, wie anders sich dieser schon allein aufgrund des zeitlichen Settings im Vergleich zu "The Amazing Spider-Man 2" anfühlte. Die restlichen Handlungsstränge vermochten dieses hohe Niveau zwar nicht ganz zu erreichen. Insgesamt hat mich aber auch "Die Rückkehr der Spinne" wieder sehr gut unterhalten.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Amazon Prime)







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