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Star City - 1x05: Völlig unmöglich Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Apple TV+

Originaltitel: Bite Your Elbow
Episodennummer: 1x05
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 19. Juni 2026 (Apple TV+)
Drehbuch: Gursimran Sandhu
Regie: Kasia Adamik
Besetzung: Rhys Ifans als The Chief Designer, Anna Maxwell Martin als Lyudmilla Raskova, Agnes O'Casey als Irina Morozova, Alice Englert als Anastasia Belikova, Solly McLeod als Sasha Polivanov, Adam Nagaitis als Valya Markelov, Ruby Ashbourne Serkis als Tanya Markelova, Josef Davies als Sergei Nikulov, Priya Kansara als Lakshmi Chadha, Eliot Salt als Vika Yegorova, Sam Strike als Pavel Fetisov, Robin Berry als Rem Balabanov, Jonathan Coote als Vitas, Ian Midlane als Mikhail, Eadie Johnson als Zoya Morozova u.a.

Kurzinhalt: Irina ist schockiert, als sie in Tanyas Apothekerschrank die Parfümflasche aus Paris entdeckt, in deren Abdeckung sich ein wichtiger Teil jenes Transmitters befindet, der an Luna 17 angebracht war. Sie gibt sich Tanya als Abhörspezialistin zu erkennen, und zeigt ihr auch eine der Wanzen in der Wohnung. Danach sagt sie ihr, dass es sich um Valya einen Verräter handelt, und rät ihr, so rasch als möglich zu fliehen. Doch Tanya ist schockiert, und will – auch wenn die Liebe zwischen ihnen zuletzt merklich abgekühlt ist – das Land nicht verlassen, ohne zuvor mit Valya gesprochen zu haben. Dieser erfährt so von ihr, dass der KGB nach ihm sucht, woraufhin er verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Eben diesen findet er dann schließlich in der Venus-Mission des Chief Designers. Dieser hat indes einen Handel mit Colonel Raskova abgeschlossen, damit der für die Mission vorgesehene Kosmonaut Sergei Nikulov wieder freigelassen wird. Und der ebenfalls an der Mission teilnehmende Kosmonaut Sasha Polivanov verabschiedet sich – nachdem er erfolglos versucht hat, seine Frau für den Flug rekrutieren zu lassen – von Anastasia…


Review: Episodenbild (c) Apple TV+ In "Völlig unmöglich" überschlagen sich nun im Hinblick auf Valyas – unfreiwilligen – Verrat die Ereignisse. Das beginnt schon mit der anfänglichen Konfrontation zwischen Irina und Tanya, auf die man im Verlauf dieser – ja noch gar nicht so langen – ersten Staffel wirklich fantastisch hingearbeitet hat. Zuerst mit den ganzen Szenen, in denen wir sahen, wie Tanya (und Valya bzw. Sasha) von Irina abgehört werden, und dann der Offenbarung ihrer zarten privaten Verbindung, die zuletzt dann intensiver wurde. Und das, nachdem bereits die Abhörszenen zeigten, dass sich Irina ihrem "Opfer" zunehmend verbunden fühlt. Eben deshalb geht sie hier dann auch das enorme Risiko ein, ihr einerseits im Hinblick auf sich selbst und ihre Aufgabe die Wahrheit zu sagen, und ihr vor allem auch von Valyas Verrat zu erzählen. An dieser Stelle muss ich insbesondere auch wieder Agnes O'Casey loben, die nicht nur optisch sehr gut als jüngere Version von Svetlana Efremova gecastet wurde, sondern auch die innere Zerrissenheit ihrer Figur perfekt zur Geltung bringt.

Als Irina dann ins Büro von Colonel Raskova zitiert wird, steigt die Spannung dann kurzzeitig enorm an – befürchtet man doch, dass Irinas Manipulationen der Tonbänder aufgeflogen sind, und sie von ihrer Kollegen (Freundin?) Vika verraten wurde. Umso besser dann das, was darauf folgt – wo wir sehen, dass Irina den Spieß umdreht, und tatsächlich für all dies einen Plan hatte. Sie übergibt Colonel Raskova die Akte, und erklärt ihr Verhalten damit, dass sie erst handfeste Beweise sammeln wollte, ehe sie ihre Vorgesetzte darüber informiert. Und so steht nun plötzlich die Petze Vika als die Dumme da. Das bereitete mir schon ein Gefühl der Genugtuung. Im Gegensatz zu Irina und (wenn auch eingeschränkter) Tanya fühlte ich hingegen Valya – trotz der Offenbarung, dass er sein Vaterland nicht freiwillig verraten hat – leider nicht wirklich mit, weshalb ich seine Flucht auch nicht ganz so mitreißend fand. Die von ihm gefundene Lösung ist aber zweifellos spannend (wenn auch natürlich letztendlich zum Scheitern verurteilt, weil er das Unvermeidliche ja nur hinauszögert). Last but not least ging es auch zwischen Sasha und Anastasia – die nach ihrem Ausraster in der letzten Folge scheinbar nun das erste Mal miteinander geschlafen haben, und sich auch emotional zunehmend näher zu kommen scheinen – durchaus gelungen weiter. Man merkt Sasha richtig an, wie gerne er sie einweihen und die Wahrheit sagen würde, er es aber einfach nicht übers Herz bringt. Aber auch, wie er versucht, sie ins Spiel zu bringen, als es scheint als würde Sergei ausfallen, machte ihn mir gleich wieder eine Spur sympathischer. Jetzt ist für mich die große Frage: Wird die Venus-Mission tatsächlich starten, oder wird Colonel Raskova dazwischenfunken, und der Traum des Chief Designers platzen?!

Fazit: Episodenbild (c) Apple TV+ Sieht man davon ab, dass es "Völlig unmöglich" leider nicht gewinnen wollte, mich mit Valya mitfiebern zu lassen (und das, obwohl man hier nun deutlich macht, dass er Russland nicht freiwillig verraten hat), hat mir die Episode sehr gut gefallen. Insbesondere Irinas Handlungsstrang – und ihre Gratwanderung, einerseits in ihrem Job nicht aufzufliegen, und andererseits Tanya zu helfen – hatte es mir dabei angetan. Aber auch mit Tanya fieberte ich durchaus mit. Und auch wenn ich dabei bleibe, dass die Venus-Mission unter dem Prequel-Charakter der Serie leidet, bin ich schon sehr gespannt, wie es nun, da sich Valya in die Crew geschlichen hat, mit dem Plan des Chief Designers weitergeht.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Apple TV+)







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