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Spider-Noir - 1x03: Die Suche nach dem Verräter Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon Prime

Originaltitel: Double Cross
Episodennummer: 1x03
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 25. Mai 2026
Drehbuch: Megan Liao & Steve Lightfoot
Regie: Nzingha Stewart
Besetzung: Nicolas Cage als Ben Reilly/The Spider, Lamorne Morris als Robbie Robertson, Li Jun Li als Cat Hardy, Karen Rodriguez als Janet Ruiz, Abraham Popoola als Lonnie Lincoln/Tombstone, Jack Huston als Flint Marko/Sandman, Brendan Gleeson als Silvermane, Lukas Haas als Winston, Scott MacArthur als Perry, Joe Massingill als Pudge, Brian Howe als Carmedy, Cary Christopher als Frankie, Whitney Rice als Vera, Richard Robichaux als Walters, Craig Frosty Silva als Gio, Treisa Gary als Nurse, Kevin Stidham als Patrolman Jones, Rob Zazzali als Sergeant, Brian Baker als Lieutenant, Angela Cristantello als Woman, Albert Malafronte als Drunk, Jeff Pride als Cop, Sarah Welborn als Woman in Cab u.a.

Kurzinhalt: Silvermane stattet Ben Reilly in dessen Büro einen Besuch ab. Einerseits versichert er ihm, dass er seine Jungs zurückgepfiffen hat – die sich auch bei Janet Ruiz für ihren Angriff entschuldigen. Und andererseits ist er bei ihm, um ihn anzuheuern – ist sich Silverman doch sicher, dass es in seinen Reihen einen Verräter gibt. Eben diesen soll Ben finden. Dessen Ermittlungen führen ihn einerseits zurück zu Cat Hardy, und andererseits zu Vera Addison, der Witwe jenes Attentäters, der versucht hat, Silvermane zu töten. Während Ben damit beschäftigt ist, die Ratte in Silvermanes Organisation zu identifizieren, die Suche nach Flint Marko fort. Als er diesen wenig später zusammen mit Lonnie Lincoln sieht, der ebenfalls übernatürliche Kräfte offenbart, erforscht er ihre Vergangenheit – und findet schließlich eine Verbindung…


Review: Episodenbild (c) Amazon Prime "Die Suche nach dem Verräter" war jetzt die erste Folge der Serie, wo für mich ausreichend viel los war, dass ich sie – in der vollen Länge – für gerechtfertigt halte. Auf der einen Seite bot sie einen durchaus interessanten Handlungsstrang rund um die Ermittlungen des mit Ben Reilly befreundeten Reporters Robbie Robertson. Dieser spürt zuerst Flint Marko sowie dessen Freund Lonnie Lincoln – der ebenfalls über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt – auf, und stellt daraufhin ihre gemeinsame Verbindung als Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg fest. Womit sich mir die Frage stellt, ob die Deutschen mit ihnen experimentierten, oder sie sich vielmehr nachdem sie gemeinsam gerettet wurden für ein (streng geheimes) amerikanisches Programm freiwillig gemeldet haben. Es ist davon auszugehen, dass wir das im Verlauf der ersten Staffel noch erfahren werden.

Noch besser als dieser Handlungsstrang gefiel mir aber alles rund um Ben Reilly, und seine Suche nach der Ratte in Silvermanes Organisation. Nicht zuletzt die Tatsache, dass er sich ziemlich sicher ist, dass Cat Hardy dahintersteckt, bringt ihn dies doch ordentlich in die Bredouille. Besonders angetan hatte es mir die Art und Weise, wie er die Irreführung am Ende vorbereitet, und den Verdacht auf Silvermanes Handlanger (der ihm ja ohnehin ein Dorn im Auge war – und umgekehrt) Winston lenkt. Generell war das Finale für mich ganz klar das Highlight der Folge – das allerdings eben vor allem auch deshalb, weil über die Episode hinweg sehr gut darauf hingearbeitet wurde. Wir bekamen alle Hinweise, die wir brauchten, um zu erkennen, was genau hier vor hat. Einzig den Cliffhanger rund um den zweiten Schuss fand ich ein bisschen billig (was nicht heißt, dass es nicht effektiv gewesen wäre). Davon abgesehen gefiel es mir aber, Ben Reilly dabei zuzusehen, wie er – teilweise auch unter Verwendung seines Spinnen-Kostüms – die Falle für Winston auslegt. Aber auch im Hinblick auf die Ermittlungen generell erhalten wir hier einige neue Hinweise und Informationen. Damit beginnt sich, entgegen meiner Unkenrufe im Review zu "Wo ist Flint?", langsam von Folge zu Folge ein immer verwickelteres Netz an Intrigen zu bilden, welches mich doch langsam aber sicher anzusprechen beginnt. Bleibt zu hoffen, dass die nächste(n) Folge(n) den Eindruck, dass nun zunehmend mehr Schwung in die Story kommt, weiter verstärken werden.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Prime Nach einem kleineren Durchhänger mit "Wo ist Flint?", wo mir persönlich zu wenig weitergegangen ist, dreht "Spider-Noir" mit "Die Suche nach dem Verräter" wieder ein bisschen auf. Am besten gefiel mir daran Ben Reillys wunderbare Intrige, mit der er Silvermane von seinem eigentlichen Verdacht (und wohl auch der wahren Schuldigen) erfolgreich ablenkt, und sich zugleich eines ihm gegenüber kritisch eingestellten Mitarbeiter in dessen Organisation entledigt. Das war schon geschickt und clever gemacht. Aber auch die B-Story rund um Flint Marko sowie Lonnie Lincoln – und ihre gemeinsame Vergangenheit als Kriegsgefangene – war nicht uninteressant. Und auch einen kleinen aber feinen Einsatz der Spinne gab es wieder. Das ganz große Highlight war zwar auch "Die Suche nach dem Verräter" (noch?) nicht, insgesamt fand ich sie aber schon ziemlich cool.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Amazon Prime)







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