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Das fliegende Auge - 1x02: Der Untergrundkämpfer Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) ABC

Originaltitel: A Clear and Present Danger
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 13. Januar 1984
Erstausstrahlung D: 12. Mai 1996
Drehbuch: Mike Robe
Regie: Charlie Picerni
Besetzung: James Farentino als Frank Chaney, Dana Carvey als Clinton 'JAFO' Wonderlove, Sandy McPeak als Captain Braddock, Dick Butkus als Richard 'Ski' Butowski, Bubba Smith als Lyman 'Bubba' Kelsey, Geoffrey Lewis als Sheriff Kyle C. Tenney, Gracie Harrison als Sarah O'Connell, Michael Alldredge als Hal Winters, Ann Cooper als J.J. Douglas, Joseph Whipp als Gil Franzen, David J. Bowman als Dignitary, Fred Scheiwiller als Bartender u.a.

Kurzinhalt: Eine militante Bürgerbewegung sorgt in und rund um Los Angeles für Unruhe. Diese nennt sich Posse Magistratus, und strebt die Abspaltung von den Vereinigten Staaten von Amerika an. Mit Banküberfällen, bei denen sie auch von einem modifizierten Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg unterstützt werden, finanzieren sie ihre terroristischen Aktivitäten. Die Einheit von Frank Chaney wird auf Posse Magistratus angesetzt. Nachdem sie das Flugzeug zu einer Farm verfolgt haben, sind sie davon überzeugt, dass es sich beim Sheriff des Ortes, Kyle C. Tenney, um den Anführer der Gruppe handelt. Doch die Staatsanwältin Sarah O'Connell, die es leid ist, Prozesse vor Gericht zu verlieren, drängt auf konkrete, handfeste Beweise, ehe sie einen Haftbefehl ausstellt – auch wenn, wie Chaney befürchtet, Gefahr im Verzug ist. Als sich herausstellt, dass die Terrorgruppe einen Anschlag rund um die Feierlichkeiten zur Ankunft des Kreuzfahrtschiffes Queen Mary plant, ist es am Blue Thunder-Team, diesen zu vereiteln…


Review: Episodenbild (c) ABC In "Der Untergrundkämpfer" kämpfen Frank Chaney und sein Team auf der einen Seite gegen die militante Bürgerbewegung Posse Magistratus, und auf der anderen gegen den Amtsschimmel. Denn die Staatsanwältig Sarah O'Connell, gespielt von Gracie Harrison, zeigt sich im Hinblick auf einen Durchsuchungs- oder gar Haftbefehl gegen Sheriff Tenney unkooperativ – wenn auch nicht auf eine Art und Weise, die sie uns unsympathisch machen würde. Tatsächlich kann man ja auch ihre Argumente durchaus gut nachvollziehen. Im Hinblick auf die akute Gefahr, die von Posse Magistratus ausgeht, ist aber eben auch Chaneys Frust verständlich; er möchte sie aufhalten, bevor etwas dramatisches passiert, und es zu Todesopfern kommt. Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – der daraus resultierenden Anspannung zwischen den beiden wird deutlich, dass man hier mit einer möglichen Romanze zwischen den beiden flirtete. Tatsächlich mein Chaney ja am Ende, dass er das Gefühl hat, dass sie sich nicht zum letzten Mal gesehen haben. In diesem Fall sollte er jedoch Unrecht behalten – ist dies doch O'Connells einziger Einsatz bei der Serie. Im Hinblick auf das durchaus nette Zusammenspiel zwischen ihr und Farentino ist das fast ein bisschen schade.

Im Mittelpunkt steht aber natürlich die Bedrohung durch die Posse Magistratus, angeführt von Sheriff Tenney. Dieser wird von Geoffrey Lewis gespielt; ähnlich wie der Haupt-Bösewicht in der Pilotfolge, Richard Lynch, ist auch er aus vielen (zumeist Neben-)Rollen aus Film- und Fernsehen bekannt, wie u.a. "Die letzten beißen die Hunde" (1974), "Mit Vollgas nach San Fernando", "Der Komet" (1984), sowie auch zahlreichen Actionserien der 80er (von "Ein Colt für alle Fälle", "Das A-Team" und "Magnum" bis hin zu "MacGyver"). Ganz so charismatisch wie Lynch fand ich ihn in der Rolle zwar nicht, dennoch freute ich mich über das Wiedersehen mit diesem Gesicht aus der zweiten Reihe. Und auch das Zusammenspiel zwischen den beiden früheren NFL-Stars Bubba Smith und Dick Butkus hatte es mir angetan, wobei vor allem die Szene hervorsticht, wo sie sich in der Bar einen inszenierten Kampf liefern, um die Aufmerksamkeit der Posse auf sich zu ziehen. Ein bisschen konstruiert mutet allerdings das mit der Luftunterstützung durch das umgebaute Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg an, insbesondere natürlich bei den Banküberfällen. Hier merkt man, dass man sich sehr bemühen musste, damit es am Ende wieder einen Luftkampf zwischen Blue Thunder und einem feindlichen Kampfflieger geben kann, damit der mechanische Titelheld der Serie beim Showdown nochmal so richtig glänzen kann. Bereits bei der zweiten Folge ist auch auffällig, dass man teilweise Aufnahmen wiederverwendet. Auf der einen Seite verständlich, vor allem auch da trotz dieses Recyclings die Serie soooo billig nicht gewesen sein dürfte (weil ja trotzdem immer wieder auch neue Flug- bzw. Kampfszenen gedreht werden mussten), aber wenn es einem bereits bei der zweiten Folge auffällt, ist das halt schon ein bisschen suboptimal. Und generell wollte sich rund um die Posse Magistratus irgendwie nie so recht ein Gefühl der Bedrohung einstellen, was auch daran liegen mag, dass erst sehr spät klar wird, was sie planen. Insofern würde ich "Der Untergrundkämpfer" doch eine Spur schwächer als den Auftakt, und insgesamt "nur" mittelmäßig, einstufen.

Fazit: Episodenbild (c) ABC "Der Untergrundkämpfer" fehlt im Vergleich zur ersten Folge der Vorteil, dass uns dort die Figuren vorgestellt wurden, was ihr einen zusätzlichen Reiz gab. Damit reduziert sich das Geschehen hier auf eine doch eher ausgelutschte Story, die vor allem auch darunter leidet, dass es der Posse Magistratus im Allgemeinen und ihrem Anführer Sheriff Tenney nie so recht gelingen wollte, sich als Bedrohung zu manifestieren. Insofern lebt die Episode eher vom Zusammenspiel der Figuren auf der "guten" Seite, wobei sich neben dem durchaus wieder gelungenen Geplänkel zwischen Chaney und Wonderlove sowie dem herrlichen Zusammenspiel zwischen Ski und Bubby nicht zuletzt auch die sich im Verlauf der Folge ergebende Annäherung zwischen Chaney und O'Connell positiv hervortat – was es auch schade macht, dass es zum dort in Aussicht gestellten Wiedersehen nie kommen sollte. Die vereinzelten Luftkämpfe waren zwar wieder recht nett (wenn auch nicht übermäßig spektakulär und/oder packend) gemacht, davon abgesehen gab es bei "Der Untergrundkämpfer" aber leider wenig, dass positiv hervorgestochen wäre.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS)







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