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Mondbasis Alpha 1 - 2x21: Gestaltenwandler Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Century 21 Television

Originaltitel: Dorzak
Episodennummer: 2x21
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 25. August 1977
Erstausstrahlung D: 23. Februar 2014
Drehbuch: Christopher Penfold
Regie: Val Guest
Besetzung: Martin Landau als Commander John Koenig, Barbara Bain als Dr. Helena Russell, Catherine Schell als Maya, Tony Anholt als Tony Verdeschi, Nick Tate als Alan Carter, Lee Montague als Dorzak, Jill Townsend als Sahala, Kathryn Leigh Scott als Yesta, Sam Dastor als Dr. Ed Spencer, Seretta Wilson als Clea, Richard LeParmentier als Ed Malcolm, Yasuko Nagazumi als Yasko, Paul Jerricho als 1st Security Guard, John Judd als 2nd Security Guard u.a.

Kurzinhalt: Nachdem man von einem nahenden Raumschiff einen Notruf empfangen hat, landet dieses auf der Mondoberfläche. Sahala, die Anführerin der Gruppe, warnt sie davor, ihr Raumschiff zu betreten, da sie dort einen gefährlichen Gestaltwandler festhalten. Bei diesem handelt es sich, so wie Maya, um einen Zaigon. Maya kennt Dorzak noch von früher, bevor ihr Heimatplanet vernichtet wurde, und hat ihn als einfühlsamen Dichter in Erinnerung. Es ist für sie nicht vorstellbar, dass er den Bewohnern von Sahalas Heimatplaneten Schaden zugefügt haben könnte, weshalb sie ihr vorwirft, aus rassistischen Motiven heraus zu agieren. Auch Sahalas Schilderungen von den Vorgängen auf ihrem Schiff – und wie Dorzak eine aus ihrer Besatzung manipulierte, woraufhin es ihm fast gelungen wäre, zu entkommen – kann und will sie nicht glauben. Während der in sie verliebte Tony auf ihrer Seite steht, hat Alan wiederum ein Auge auf Sahala geworfen, und ist dementsprechend geneigt, ihr zu glauben. Um die Wahrheit herauszufinden, bedient sich Maya schließlich einer List…


Review: Episodenbild (c) Century 21 Television "Gestaltenwandler" bietet durchaus ein paar interessante Ansätze (dazu gleich) – die allerdings in ein doch eher lahmes Grundgerüst eingebettet sind. Zuerst einmal fällt auf, dass von Martin Landau aka Commander Koenig jede Spur fehlt. Dies erklärt sich damit, dass man zum Ende der Produktion der zweiten Staffel zunehmend unter Zeitdruck stand, und diese Episode und die nächste, "Jagdspiele", parallel gedreht wurden. Da sich die Besetzung natürlich nicht zweiteilen konnte, muss man hier auf Koenig, und dort dann auf die komplette restliche Stammbesetzung verzichten. Ein großes Problem ist dies zwar nicht, aber ein bisschen ungewöhnlich bis irritierend fand ich es schon. Deutlich schwerer wiegt allerdings, dass man sich bei "Gestaltenwandler" wieder einmal schwer zu tun schien, die fünfzig Minuten Laufzeit zu füllen. Dementsprechend schleicht sich zwischendurch immer wieder mal Langeweile ein. Und nicht zuletzt den Showdown fand ich dann sehr enttäuschend. Dieser ließ nämlich nicht einfach "nur" keine Spannung aufkommen, ich fand ihn sogar richtiggehend langweilig. Das war schon sehr schade.

Ungeachtet von der suboptimalen Umsetzung, fand ich die Grundidee hinter "Gestaltenwandler" alles andere als schlecht. In einer früheren Episode (war es "Rühr nicht die Pflanze an!"?!) vermutete Maya ja, die letzte ihres Volkes zu sein. Insofern war allein schon die Begegnung mit einem weiteren Überlebenden von Zaigon interessant. Umso mehr natürlich aufgrund der negativen Erfahrungen von Sahala und ihrem Volk mit den Zaigons. Zwar war aus meiner Sicht etwas zu rasch zu vermuten, dass Sahala die Wahrheit sagt; insofern konnte die Episode aus der Frage, wer im Recht ist – Sahala oder Maya, bzw. ihre Stellvertreter Alan bzw. Tony – nur bedingt Spannung beziehen. Dennoch war das Setup nicht uninteressant, vor allem natürlich auch aufgrund seiner unheimlichen Kräfte. Ich mochte auch die (für die Serie ja doch eher ungewöhnliche) Rückblende zu den Ereignissen auf Sahalas Schiff, wo wir sehen, wie Dorzak eine andere junge Frau dazu manipulierte, ihn aufzuwecken und freizulassen. Vor allem aber: Die Erkenntnis, dass Sahala mit ihren Vorwürfen recht hatte, machte Mayas Wiedervereinigung mit einer Person ihres Volkes – noch dazu jemanden, den sie früher verehrte – zu einer überaus bittersüßen Angelegenheit. Insbesondere die Szene, wo dann schließlich auch Maya Dorzaks wahre Natur (an)erkennen muss, fand ich insofern durchaus stark, als dies für sie die Frage aufwirft, ob allen Bewohnern des Planeten, und somit auch ihr, diese Neigung innewohnt. Aus eben dieser Erkenntnis, und den Folgen daraus, hätte sich aber halt etwas interessanteres zimmern lassen, als der maue, abgedroschene Showdown rund um den sich als Maya ausgebende Dorzak, den man uns hier präsentierte.

Fazit: Episodenbild (c) Century 21 Television "Gestaltenwandler" leidet ein bisschen darunter, dass irgendwie von Beginn an klar ist, dass Sahala die Wahrheit sagt, und damit auch mit ihrer Warnung vor Dorzak recht hat. Davon, dies offener zu gestalten, hätte wohl insbesondere auch der Mittelteil profitieren können. Generell zog sich die Episode stellenweise ein bisschen dahin. Und vor allem den Showdown fand ich leider ziemlich enttäuschend. Positiv stach für mich in erster Linie hervor, dass Maya in weiterer Folge erkennen muss, dass Dorzak nicht (mehr) die Person ist, für die sie ihn gehalten hat. Im Hinblick auf das Leid, welche Sahalas Volk durch die Zaigons erlitten hat, beginnt sie sich daraufhin zu fragen, ob ihr eine ähnlich düstere Entwicklung bevorstehen könnte. Die entsprechende Konfrontation zwischen Maya und Dorzak war zweifellos sehr stark; leider aber machte man mir bei "Gestaltenwandler" insgesamt zu wenig daraus, um die Episode über den Durchschnitt zu heben.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Century 21 Television)







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