Originaltitel: Sound of Terror Episodennummer: 1x03 Bewertung: Erstausstrahlung US: 19. März 1980 Erstausstrahlung D: - Drehbuch: Martin Roth Regie: Paul Stanley Besetzung:
Jim McMullan als John Moore,
James Wainwright als Simon Quaid,
Connie Sellecca als Pamela Williams,
William Jordan als Joseph Oppenheimer,
Ronee Blakley als Ruth Avery,
Lawrence P. Casey als Ryder,
Dirk Blocker als Mace,
Ed Bernard als Doctor,
Rene Auberjonois als Power,
Severn Darden als Foley,
Nancy Harewood als Roberta,
Louis Welch als Bobby Lee,
Robert Ayers als Spooner,
Otis Day als Lingo,
Sirri Murad als Hakim Fader,
Mary Carver als Head Nurse u.a.
Kurzinhalt:
Die Rockband Power & Ruth engagiert sich gegen Atomkraft, und gibt vor einem Kernkraftwerk ein Benefizkonzert. Während ihrer Vorstellung werden zwei Kanister Uran gestohlen. Bei Delos ist man davon überzeugt, dass Simon Quaid dahintersteckt, und einen Roboter in die Gruppe eingeschleust hat, um das Uran zu beschaffen, welches er in weiterer Folge an den nordafrikanischen General Hakim Fader verkaufen will, der sich mit einem Coup zum Präsidenten aufschwingen will. Mit dem Uran hätte er alles, dass er für eine Atombombe bräuchte, die ihm das eben dafür notwendige Druckmittel geben würde. Es gilt, den Roboter in der Band zu identifizieren, und das gestohlene Uran sicherzustellen. Dafür geben sich John Moore und Pamela Williams als Presseagenten aus, welche die Band auf ihrer Tour begleiten wollen. Doch die Zeit drängt, denn der Start der Welttournee, mit der Quaid das Uran außer Landes schaffen will, steht unmittelbar bevor…
Review:
Nach dem wenig überzeugenden und doch ziemlich konstruiert wirkenden Komplott in der letzten Folge (bei vergleichsweise wenig Ertrag) wirkt der Plan, den Dauer-Bösewicht Simon Quaid hier verfolgt, schon deutlich stimmiger. Insofern fand ich es doch eher unnötig, dass er uns seine Motivation – es geht im darum, im von General Fader kontrollierten Land ungehindert seine Forschungen vorantreiben zu können – in einem Monolog unnötig ausgiebig erklärt. Eher ineffektiv hielt ich auch den Twist rund um Ryder, der eben nicht, wie angedeutet, ein Roboter war, sondern vielmehr ein Mensch. Ändert aber auch nichts daran, dass er – wie wir zu diesem Zeitpunkt bereits wussten – für Quaid gearbeitet hat, und hieß letztendlich nur, dass dieser noch einen zweiten (und dann eben Roboter-)Spion in die Rockband eingeschleust hat. Na ja. Und der Showdown im Flugzeug war ja grundsätzlich ganz launig, aber die Achillesferse rund um die Sonnenbrille doch eher lächerlich. Und auch die übertriebene Explosion als er aufs Wasser aufschlug fand ich unfreiwillig komisch.
Der größte Kritikpunkt an "Sound of Terror" waren für mich aber die Musikeinlagen. Und das sage ich als jemand, dem diese Art Musik grundsätzlich gut gefällt. Aber die Songs hier waren einfach zu 08/15, und weder eingängig noch mitreißend. Erschwerend kommt hinzu, dass diese die ersten fünfzehn Minuten dominieren. Zugegeben, hätte ich die Lieder besser gefunden, hätte mich das wohl weniger gestört, so hingegen fand ich das erste Drittel, wo "Sound of Terror" teilweise den Eindruck eines Konzert- bzw. Musikfilms vermittelte, doch eher mühsam (bzw. gab es der Titeleinblendung während des ersten Musikstücks eine unfreiwillig ironische Note). Last but not least fand ich Ronee Blakley leider weder stimmlich (vorausgesetzt, sie hat selbst gesungen – wovon ich jedoch aufgrund ihrer Rolle in "Nashville" ausgegangen wäre) noch darstellerisch sonderlich beeindruckend. Positiv macht sich – aus heutiger Sicht – in erster Linie der Gastauftritt von Rene Auberjonois bemerkbar. Zudem ist mit der Szene, wo John Ruth zum Mittagessen einlädt, und ihr dann einen Hot Dog bringt (da werden echt keine Kosten und Mühen gescheut!), auch für eine kleine Portion Humor gesorgt. Und wie schon erwähnt: Abseits der doofen Art und Weise, wie man den Roboter ausschaltete, war der Showdown im Flugzeug durchaus gefällig. Davon abgesehen hielt sich aber leider auch bei "Sound of Terror" meine Begeisterung wieder in sehr argen Grenzen.
Fazit:
Hätte man die ausufernden Musikeinlagen, welche die erste Viertelstunde dominieren, eingedämmt und etwas anderes sinnvolles gefunden, um die entsprechende Laufzeit zu füllen, hätte mir "Sound of Terror" recht gut gefallen können. Ja, die Spannung hielt sich wieder in Grenzen, und der Twist rund um Ryder hat für mich nur sehr bedingt funktioniert. Aber ich fand Quaids Plan logischer und sinnvoller als bei der Episode davor. Der Showdown war – vom einen großen Knackpunkt der Achillesferse des Roboters abgesehen – auch sehr gefällig. Und aus heutiger Sicht freut man sich nicht zuletzt über das Wiedersehen mit Rene Auberjonois. Hätte sich das erste Drittel nicht so gezogen, hätte das immerhin für eine durchschnittliche Wertung gereicht.