Originaltitel: The Sirens of Titan Episodennummer: 5x07 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 08. Mai 2026 (Apple TV+) Drehbuch: Jovan Robinson Regie: Dan Liu Besetzung:
Toby Kebbell als Miles Dale,
Mireille Enos als Celia Boyd,
Edi Gathegi als Dev Ayesa,
Cynthy Wu als Kelly Baldwin,
Coral Peña als Aleida Rosales,
Costa Ronin als Leonid Polivanov,
Sean Kaufman als Alex Poletov Baldwin,
Ruby Cruz als Lily Dale,
Ines Høysæter Asserson als A.J. Jarrett,
C.S. Lee als Lee Jung-Gil,
Myk Watford als Palmer James,
Svetlana Efremova als Irina Morozova,
Christopher Denham als Walt Griebel,
Tyler Labine als Fred Stanislaus,
Goran Ivanovski als Dimitri Mayakovsky,
Dimiter D. Marinov als Ilya Breshov,
Shannon Lucio als Amanda Dale,
Salvador Chacon als Gerardo Ortiz-Niño,
Randy Oglesby als President Jim Bragg,
Larry Clarke als Bill McGann,
AJ Cedeno als Dan Guerra,
Olga Fonda als Natalya 'Tasha' Polivanova,
Sprague Grayden als Erin Vogel,
Masumi als Fumiko u.a.
Kurzinhalt:
Sechs Monate nach dem Aufstand auf dem Mars ist die Lage nach wie vor nicht geklärt, und die Bewohner in zwei Gruppen gespalten. Jene, welche die Rebellion anführten bzw. unterstützten, und für die Unabhängigkeit des Mars eintreten. Und andererseits die Helios-Gruppe rund um Dev, die wieder die Kontrolle über den Roten Planeten zurückerlangen wollen. Um letzteres zu erreichen, sieht sich Dev schließlich zu einem drastischen Schritt gezwungen, um die Rebellen weiter in die Ecke zu drängen. Parallel dazu kommt es auf der Titanmission von Roskosmos zu einem verheerenden Fehler, woraufhin die Crew von Kosmos-1 aus dem Orbit des Titan ausschwenkt, und im All verloren geht. Aleida berechnet daraufhin einen neuen Kurs für die Sojourner-T. Doch Kommandant Walt Griebel entscheidet, dass das Risiko zu groß ist, und bereitet alles für ein Slingshot-Manöver um den Titan vor, um wieder zum Mars zurückzukehren…
Review:
Zu Beginn überraschte mich die Episode mit dem Sprung sechs Monate in die Zukunft. Gerade auch nach dem Cliffhanger rund um den Aufstand auf dem Mars fand ich das im ersten Moment doch ziemlich irritierend. Dementsprechend habe ich doch ein bisschen gebraucht, um wieder in die Handlung hineinzufinden (bzw. dauerte es auch einfach, bis mir die Episode die notwendigen Informationen darüber, wo alle gerade stehen, vermittelt hatte). Im Hinblick auf den sechsmonatigen Flug zum Titan verstehe ich die Entscheidung zwar, hätte hier aber doch eine andere Lösung – oder eine klarere Ausgangslage vor dem Zeitsprung – vorgezogen. Auch danach hat mich diese Storyline wieder nur sehr bedingt angesprochen, angefangen dabei, dass die Situation der Rebellen eigentlich von vornherein aussichtslos erscheint (und das noch lange vor der Zerstörung der Kuppeln), über Devs Entscheidung, um die Rebellion in die Knie zu zwingen mehrere Kuppeln zerstören zu lassen (diese Verschwendung von Ressourcen und Infrastruktur schien es mir nämlich einfach nicht wert zu sein), bis hin zum riesigen Zufall, dass der Angriff just zu dem Zeitpunkt geschieht, wo Alex dort mit seinen Freunden seinen Geburtstag feiert. Ich bitte euch!
Der Konflikt hat dabei nicht zuletzt auch das Problem, dass ich echt nicht weiß, auf welcher Seite ich stehe. Ich halte das Anliegen der Rebellen für richtig, ihr Vorgehen aber für falsch. Das ist zwar immerhin eine Spur besser als bei Helios, wo ich betreffend Ziel und Vorgehensweise nicht mit ihnen übereinstimme, aber nicht genug, um mich auf ihre Seite zu schlagen. Und wie gesagt, das mit dem Zufall im Hinblick auf den Zeitpunkt des Angriffs, und den unerwünscht tragischen Folgen, war mir einfach zu konstruiert. Demgegenüber steht alles rund um die Titan-Mission, das mir wiederum ziemlich gut gefallen konnte. Zwar hielt sich auch dort meine Begeisterung in Grenzen, vor allem auch, weil das alles so vorhersehbar war. Angefangen dabei, dass Walt die Entscheidung trifft, zurückzukehren, bis hin zu Kelly, die sich natürlich nicht daran hält, und der Rest der Crew den Versuch, auf dem Titan zu landen, aufzwingt (für mich eine extrem egoistische Entscheidung, zu der sie nicht das Recht hatte; daran ändert auch der positive Ausgang nichts). Immerhin erinnerte "For All Mankind" aber sich und uns mit den netten Aufnahmen des Anflugs auf den Titan (mit Saturn im Hintergrund), sowie der Landung auf dem Mond am Ende, daran, dass es sich doch tatsächlich um eine Science Fiction-Serie handelt! Weil in den letzten zwei Folgen hätte man das stellenweise fast vergessen können. Jedenfalls gebe ich unumwunden zu, dass die letzte Szene mein SF-Herz erwärmte, und mich auch im Hinblick auf die nächste(n) Folge(n) schon sehr gespannt macht.
Fazit:
Aufgrund der hier endlich wieder stärker zu Tage tretenden Science Fiction-Elemente wäre bei "Die Sirenen des Titan" ein halber Wertungspunkt mehr drin gewesen – wenn man sich a) den großen Zeitsprung von sechs Monaten geschenkt und b) auf den riesigen, dramaturgisch bequemen Zufall im Hinblick auf das Timing von Devs Angriff just während Alex in der Kuppel mit Freunden seinen Geburtstag feiert, verzichtet hätte. Davon abgesehen war der Handlungsstrang auf dem Mars aber ok, wenn er auch darunter leidet, dass ich nicht wirklich auf einer der beiden Seiten stehe, und den Konflikt dementsprechend als eher unbeteiligter Beobachter verfolge. Alles rund um die Titan-Mission konnte mir demgegenüber ziemlich gut gefallen, wobei vor allem die letzten paar Minuten, mit der Landung auf dem Saturnmond, dann einen netten "sense of wonder" verströmte. Diese netten Szenen hätten sich eigentlich auch eine deutlich bessere/höhere Wertung verdient gehabt.