Originaltitel: No Sudden Moves Episodennummer: 5x06 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 01. Mai 2026 (Apple TV+) Drehbuch: Colby Day Regie: Sylvain White Besetzung:
Toby Kebbell als Miles Dale,
Mireille Enos als Celia Boyd,
Edi Gathegi als Dev Ayesa,
Cynthy Wu als Kelly Baldwin,
Coral Peña als Aleida Rosales,
Costa Ronin als Leonid Polivanov,
Sean Kaufman als Alex Poletov Baldwin,
Ruby Cruz als Lily Dale,
Ines Høysæter Asserson als A.J. Jarrett,
C.S. Lee als Lee Jung-Gil,
Svetlana Efremova als Irina Morozova,
Christopher Denham als Walt Griebel,
Tyler Labine als Fred Stanislaus,
Goran Ivanovski als Dimitri Mayakovsky,
Shannon Lucio als Amanda Dale,
Salvador Chacon als Gerardo Ortiz-Niño,
Tess Lina als Veronika 'Ronnie' Hunt,
Randy Oglesby als President Jim Bragg,
Barrett Carnahan als Marcus Haskell,
Keith Miller als Manuel Ruiz,
Sprague Grayden als Erin Vogel,
AJ Cedeno als Dan Guerra,
Jonathan Medina als Silvio Costa,
Banyah Maria Choi als Nam Moon Yeong,
Sara Boutine als Shireen Al-Jabiri,
Roni Geva als Malka Peretz,
Faruk Amireh als Inspector Sai Madoun,
Thea Andrews als Zoey Chase,
Kristina Klebe als Elena Beaufort,
Rueben Grundy als Stuart 'Stu' Fraser,
Michael Klesic als Oleg Vyshinsky u.a.
Kurzinhalt:
Die Demonstrationen im Hinblick auf die Pläne von Helios, einen Großteil der Arbeitskräfte durch Roboter zu ersetzen, ist – auch angesichts des teils brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte – eskaliert. Einer Gruppe von ihnen ist es gelungen, die Kommandozentrale in ihre Gewalt zu bringen, und die dort Anwesenden – darunter nicht zuletzt Gouverneur Polivanov, gefangen zu nehmen. Sie wenden sich mit einer Fülle an Forderungen an den M-6-Rat auf der Erde. Miles Dale und Celia Boyd setzen indes alles daran, um eine weitere Eskalation der Lage zu verhindern. Eine Gefahr sehen sie nicht zuletzt darin, dass die Helios-getreuen Sicherheitskräfte die auf der ganzen Basis gelagerten Waffen an sich bringen und die Kommandozentrale stürmen könnten. Celia versucht, ihnen zuvor zu kommen. Aleida wagt indes einen Versuch, in die Kommandozentrale zu gelangen, um den Verlauf der Titan-Mission verfolgen zu können. Und auf der Erde setzt A.J. ihr Training fort – wobei eine Übungsmission darauf zugeschnitten zu sein scheint, einen Kampf gegen die Demonstranten auf Happy Valley zu führen…
Review:
Die Story in "Keine Bewegung" hat mich leider überwiegend nicht wirklich angesprochen. Auf der einen Seite wirkt das mit dem Aufstand fast ein bisschen wie eine Wiederholung vom Finale der vierten "For All Mankind"-Staffel. Darüber hinaus gelang es der Serie leider in dieser und der vorangegangenen Season nicht, mich eine Bindung zu jenen Personen, die hier nun im Mittelpunkt der Revolte sehen, aufbauen zu lassen. Dementsprechend hat mich das Geschehen nur sehr rudimentär interessiert. Wie es mir irgendwie generell schwer fällt, zu entscheiden, auf welcher Seite ich in diesem Konflikt stehen soll/will. Und ohne ein entsprechendes Commitment meinerseits ist die aktuelle Auseinandersetzung für mich halt eine sehr akademische und dementsprechend wenig mitreißende Angelegenheit. Da halfen leider auch so Andeutungen wie die Trainingsmission von Sam und ihrer Einheit auf der Erde – die am Ende dann in Richtung Mars verschifft werden – die auf eine Eskalation in naher Zukunft hindeuten, nicht wirklich.
Wobei sich aus meiner Sicht generell hier nicht einfach nur zu wenig interessantes, sondern ganz allgemein zu wenig tat. Zumal "Keine Bewegung" auch wieder eine jener Episoden war, wo man die Science Fiction-Elemente – abseits natürlich des Settings auf dem Mars (aber, ganz ehrlich, letztendlich hätte sich das genauso gut auf der Erde abspielen können) – mit der Lupe suchen musste. Es hilft auch nicht, dass ich seit jeher mit Dev hadere, da er mir von Beginn an viel zu egoistisch agierte, weshalb mir sein Schicksal letztendlich egal ist. Dementsprechend habe ich hier auch bei seinem "Ausflug" nicht mitgefiebert, bzw. beim Angriff mit ihm nur sehr bedingt mitgefühlt. Etwas aufgesetzt fand ich auch die Szene mit dem Präsidenten, der während des Besuchs einer High School über die Vorgänger auf dem Mars informiert wird – eine offensichtliche Anspielung auf 9/11 und George W. Bush. Gut gefiel mir in erster Linie alles rund um Aleida, die für mich einer der wenigen Lichtblicke bei "For All Mankind" aktuell bleibt. Aber auch alles rund um Celia fand ich ok (und jedenfalls besser als die Szenen rund um Miles). Am besten gefiel mir an "Keine Bewegung" aber wohl, wie die aktuellen Ereignisse dazu führen, dass sich Alex und Lily endlich ihre Gefühle gestehen. Keine Überraschung war dann aber die Reaktion von der Erde am Ende. Generell merkte man halt, dass es sich bei dieser "Rebellion" um eine Kurzschlusshandlung handelte, die nicht nur nicht geplant, sondern vor allem auch nicht durchdacht war. So kann und wird das jedenfalls in meinen Augen mit der Unabhängigkeit des Mars nichts werden.
Fazit:
Zwar habe ich mich mit "Keine Bewegung" zumindest nicht übermäßig gelangweilt; dennoch hat mich das Geschehen nur sehr bedingt interessiert; von mitgerissen ganz zu schweigen. Daran merkt man halt leider auch, dass ich in der aktuellen Ära von "For All Mankind", im Vergleich zu insbesondere den ersten beiden Staffeln, zu deutlich weniger Charakteren eine Bindung spüre. So ist mir Dev z.B. mittlerweile echt völlig egal. Aber auch zu Miles fühlte ich mich noch nie verbunden. Obwohl erst seit dieser Staffel dabei, kann ich da tatsächlich mit Celia schon ein bisschen mehr anfangen. Auch Alex und Lily sind ok. In erster Linie sind es aber Aleida und Kelly, mit denen ich mitfiebere – und von denen gab es hier vergleichsweise wenig zu sehen. Doch es ist nicht nur das: Für mich tat sich bei "Keine Bewegung" generell einfach zu wenig – was dem Titel eine unfreiwillig ironische Note verleiht.