Originaltitel: Stargate Episodennummer: 1x14 Bewertung: Erstausstrahlung US: 06. Februar 1978 Erstausstrahlung D: - Drehbuch: Denny O'Neil Regie: Curtis Harrington Besetzung:
Gregory Harrison als Logan,
Heather Menzies als Jessica,
Donald Moffat als Rem,
Randy Powell als Francis,
Eddie Firestone als Timon,
Paul Carr als Morah,
Darrell Fetty als Pata,
Ian Tanza als Arcana u.a.
Kurzinhalt:
Logan, Jessica und Rem werden von einer Gruppe von Personen gefangen genommen, die sich als Außerirdische herausstellen. Angeführt von Morah, arbeiten sie daran, eine geheimnisvolle Maschine in Betrieb zu nehmen. Dafür benötigen sie in erster Linie die Hilfe von Rem, genauer gesagt, Teile aus seinem Androidenkörper. Logan und Jessica sollen indes in einem Raum schmoren, der den – überaus heißen – Lebensbedingungen der Aliens auf ihrem Heimatplaneten entspricht. Mit Hilfe von Timon gelingt ihnen die Flucht. Er ist der letzte Überlebende jener Menschen, die vorher in der Stadt gehaust haben, bevor sie durch außerirdische Kopien ersetzt wurden. Während man nach einem Weg sucht, um Rem aus ihren Fängen zu befreien, findet dieser den Zweck der Maschine heraus: Es geht den Außerirdischen nicht, wie ursprünglich angenommen, darum, einen Transmitter zu bauen, mit dem sie Kontakt mit ihrem Volk aufnehmen können. Vielmehr möchten sie ein Sternentor – ein Portal zu ihrer Heimatwelt – öffnen, und die Erde besiedeln…
Review:
Der Episodentitel sollte sich als zweischneidiges Schwert erweisen. Auf der einen Seite weckte er im Vorfeld mein Interesse, andererseits nahm er den Zweck der Maschine – der in der Folge selbst lange Zeit geheim gehalten wurde – vorweg, weshalb dieses Mysterium dann nicht mehr wirklich funktioniert hat. In jedem Fall rückt bei "Stargate" noch einmal Rem so richtig in den Mittelpunkt – schon allein deshalb, weil Einzelteile seines Androidenkörpers von den Aliens ausgeschlachtet werden, um das Sternentor aktivieren zu können. Eben daraus ergeben sich ein paar nette Szenen zwischen ihm und Morah, dem Anführer der Aliens. Parallel dazu treffen Logan und Jessica auf den letzten Überlebenden der Stadt. Mit seiner Hilfe gelingt es ihnen zwar, den Fängen der Außerirdischen zu entkommen, doch nachdem sie sich in einer Art Sumpfgegend wiederfinden, bestehen die beiden darauf, wieder zurückzukehren, um Rem zu retten/zu befreien – und natürlich auch, den Plan der Außerirdischen zu vereiteln.
All das ist grundsätzlich ja ganz kurzweilig, litt für mich aber ein bisschen unter der Platzierung als letzte Folge der Serie. Natürlich ist mir bewusst, dass die Produzenten gerne weiter gemacht hätten, und "Stargate" dementsprechend nie als Finale gedacht war. Und natürlich ist "Logan's Run" bei weitem nicht die einzige Serie, die sich mit einer sehr unscheinbaren Folge verabschiedet (man denke nur an die klassische "Star Trek"-Serie, oder – wie zuletzt besprochen – "Planet der Affen"). Aus heutiger Sicht vermisst man aber ein bisschen, dass es so überhaupt gar keinen Abschluss der in der Pilotfolge begonnenen Handlung gibt. Umso mehr, als sich hier nun natürlich rückblickend der Vergleich zum Film anbietet, der eben sehr wohl ein Ende präsentierte. Und bei allem Verständnis dafür, dass man sich die Möglichkeit für weitere Folgen offen halten wollte und dementsprechend keine derart eklatante Status Quo-Veränderung präsentieren wollte wie dort, aber ein bisschen mehr wäre schon möglich gewesen. Diesbezüglich verweise ich nicht zuletzt auf "Carousel". Die Folge, in der sie kurzzeitig in die Kuppelstadt zurückkehrten, hätte zwar nichts am offenen Ende der Serie geändert. In der Art und Weise, wie man hier aber die Brücke zur ersten Folge schlug, hätte sie sich ungleich besser als letzte Episode angeboten. So hingegen bekommt man ein sehr austauschbares Abenteuer, welches zwar für sich genommen durchaus unterhalten konnte, aber selbst als Einzelfolge wenig hervorsticht, und sich nicht mit den besseren bis besten Episoden von "Logan's Run" messen kann.
Fazit:
"Logan's Run" ist eine jener Serien, bei der sich das Problem ergibt, dass man mit der Absetzung nicht gerechnet hat, und dementsprechend in keinster Weise einen Abschluss präsentiert. In Verbindung mit dem damals üblichen Ansatz voneinander unabhängiger Einzelfolgen bedeutet dies, dass sich die Serie mit "Stargate" mit einer höchst unscheinbaren und austauschbaren Episode verabschiedet, die zwar irgendwo mittendrin einen soliden Eindruck gemacht hätte, als letzte Folge der Serie aber doch eher enttäuscht. Wie es besser gegangen wäre – auch ohne den Status Quo der Serie maßgeblich zu verändern (und sich so die Möglichkeit einer Fortsetzung einer zweiten Staffel zu verbauen), hat "Carousel" vorgemacht. Sieht man von diesem Punkt ab, ist "Stargate" aber durchaus kurzweilig und unterhaltsam, und bietet vor allem auch Donald Moffat als Rem nochmal Gelegenheit, zu glänzen. Aber auch optisch war die Episode durchaus gelungen. In der Art und Weise, wie die Serie aber – im Gegensatz zum Film – alle Fragen offen lässt, ist "Stargate" als letzte Episode von "Logan's Run" aber halt schon recht unbefriedigend.