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Poirot - 5x03: Lasst Blumen sprechen Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel: The Yellow Iris
Episodennummer: 5x03
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 31. Januar 1993
Erstausstrahlung D: 28. November 2018
Drehbuch: Anthony Horowitz
Regie: Peter Barber-Fleming
Besetzung: David Suchet als Hercule Poirot, Hugh Fraser als Captain Hastings, Pauline Moran als Miss Lemon, David Troughton als Barton Russell, Dorian Healy als Anthony Chapell, Geraldine Somerville als Pauline Wetherby, Yolanda Vazquez als Lola, Robin McCaffrey als Iris Russell, Hugh Ross als Stephen Carter, Joseph Long als Luigi, Stefan Gryff als General Pereira, Arturo Venegas als Hotel Receptionist, Leonard Maguire als Mr. Grove, Carol Kenyon als Singer, Tracy Miller als Singer u.a.

Kurzinhalt: Hercule Poirot reagiert überraschend ..., als Captain Hastings ihn auf die Eröffnung eines neuen Lokals in London hinweist. Die Ankunft einer gelben Lilie mit der Post trägt auch nicht dazu bei, seine Laune zu verbessern. Denn: Beides erinnert ihn an einen Fall, der ungelöst bleiben musste. Denn vor zwei Jahren, während einer Reise nach Argentinien, wurde Poirot Zeuge, wie Iris Russell während eines Abendessens mit Zyanid vergiftet wurde. Noch bevor er auch nur anfangen konnte, Ermittlungen aufzunehmen, wurde er jedoch auf Geheiß von General Pereira des Landes verwiesen. Das Restaurant, welches nun in London eröffnet, trägt den gleichen Namen wie jenes, in dem sich vor zwei Jahren das schicksalhafte Abendessen zugetragen hat. Mehr noch: Wie Poirot erfährt, lädt Barton Russell, der Witwer der Verstorbenen, die gleichen Personen die auch damals anwesend waren zu einem neuerlichen gemeinsamen Dinner ein, mit dem er Iris gedenken will. Doch Poirot befürchtet, dass der Täter von damals die Gelegenheit für einen weiteren Mord nutzen wird…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) BBC In der dritten Staffel habe ich an den Adaptionen von Anthony Horowitz ja überwiegend kein gutes Haar gelassen. "Die russische Gräfin" fand ich sogar derart furchtbar, dass ich daraufhin festhielt, dass sein Name in den Credits für mich in Zukunft eher eine Warnung sein wird. Im vorliegenden Fall hatte ich nun aber auf eben diese nicht geachtet, und bin somit völlig unbedacht (und unvoreingenommen) an die Episode herangegangen. Doch selbst wenn nicht, hätte ich ihm gegenüber hier nun Abbitte leisten müssen. Denn bei "Lasst Blumen sprechen" hat er ausgezeichnete Arbeit geleistet, und legt das erste Highlight der fünften Staffel vor. Bereits der Auftakt hatte es mir dabei angetan, insbesondere die Ankunft der mysteriösen gelben Lilie – und wie Poirot daraufhin Miss Lemon und Captain Hastings von den Ereignissen erzählt, die sich knapp zwei Jahre zuvor in Buenos Aires zugetragen haben. Dort wurde er zwar Zeuge eines Mordes, bekam aber keine Gelegenheit mehr, im Fall zu vermitteln. Angesichts des nun anstehenden Gedenkdinners quasi im gleichen Restaurant – welches mittlerweile in London residiert – schwört Poirot, es besser zu machen.

Dabei gilt es nicht nur, den Mord von damals aufzuklären, sondern auch, einen weiteren zu verhindern. Und damit ihm dies gelingt, muss Poirot letztendlich einzig und allein aufgrund seiner damaligen Beobachtungen, sowie den Befragungen der Gäste, den Fall bereits aufklären, bevor es zum Gedenk-Dinner für die ermordete Iris kommt. Nun muss ich zugeben, dass mir die Hand des Kellners sofort verdächtig war, aber wer sich hinter eben dieser verbirgt, hatte ich nicht vermutet. Die Erklärung fand ich aber aufgrund der Sitzaufteilung im Großen und Ganzen überzeugend, da während der Gesangsperformance alle entsprechend abgelenkt waren. Nur, den gleichen Trick nun bei diesem Abendessen noch ein zweites Mal zu versuchen, war vielleicht ein bisschen unvorsichtig. Vor allem aber bin ich ihnen nicht darauf hereingefallen, dass es auch bei diesem Dinner wieder ein Opfer gibt, und wusste auch gleich, wer die Kellnerin ist, die ins Zimmer gerufen wird (im Übrigen war Geraldine Somerville für mich neben der Stammbesetzung das bekannteste Gesicht aus dem Ensemble; weniger als Mutter von Harry Potter, als vielmehr aus der großartigen britischen Krimiserie "Für alle Fälle Fitz"). All dies tat jedoch dem Unterhaltungswert der Folge (zumindest für mich) keinen Abbruch. Im Gegensatz zu "Die russische Gräfin" habe ich diesmal zwar die Kurzgeschichte noch nicht gelesen (diese kommen dann alle, zusammen mit den Romanen, ab dem nächsten Jahr dran, sobald ich mit "Miss Marple" durch bin), und kann somit nicht sagen, wie viel davon auf Agatha Christie und Anthony Horowitz zurückgeht. Allerdings hat er selbst bei seinen früheren Adaptionen gezeigt, dass man auch ordentlich danebenhauen kann, insofern ist er selbst wenn er einen Großteil des Erfolgs Christies Vorlage zu verdanken haben sollte, dafür zu loben, es (diesmal) nicht verbockt zu haben.

Fazit: Episodenbild (c) BBC Er kann's ja doch. Nach ein paar wenig erbaulichen bis richtiggehend katastrophalen Folgen in der dritten Staffel, liefert Anthony Horowitz mit seiner Adaption von "Lasst Blumen sprechen" das erste Highlight von Season Fünf ab. Dabei hatte es mir vor allem die Ausgangssituation rund um den alten, vor zwei Jahren nicht aufgeklärten Mordfall (der für uns in einer ausführlichen Rückblende aufgerollt wird) angetan. Generell fand ich den Fall nett ausgeklügelt, und insbesondere die beiden Dinnerszenen dahingehend sehr gut inszeniert, als man uns zwar rückblickend alle Hinweise gegeben hat, die wir brauchten, um den Fall auch selbst aufzuklären – es zugleich aber auch nicht zu offensichtlich zu machen. Auf die Finte mit dem vermeintlichen zweiten Mord bin ich ihnen (bzw .Poirot) zwar nicht hineingefallen. Und rückblickend wirkt der Versuch, den identischen Mord ein zweites Mal durchzuziehen, doch eher unvorsichtig. Trotz dieser kleineren Mankos hat mich "Lasst Blumen sprechen" aber bestens unterhalten.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © iTV)







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