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Daredevil: Born Again - 2x05: Der große Entwurf Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Disney+

Originaltitel: The Grand Design
Episodennummer: 2x05
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 15. April 2026
Drehbuch: Jesse Wigutow
Regie: Angela Barnes
Besetzung: Charlie Cox als Matt Murdock / Daredevil, Vincent D'Onofrio als Wilson Fisk, Arty Froushan als Buck Cashman, Ayelet Zurer als Vanessa Fisk, Michael Gandolfini als Daniel Blake, Zabryna Guevara als Sheila Rivera, Deborah Ann Woll als Karen Page, Elden Henson als Foggy Nelson, Wilson Bethel als Benjamin Poindexter, Hamish Allan-Headley als Powell, Jeremy Isaiah Earl als Cole North, Toby Leonard Moore als Wesley, Bartley Booz als Seminarian, Yorgos Karamihos als Christofi, Jane Fergus als Newscaster 1, Bobby Hernandez als Matterhorn Melendez, Pej Vahdat als Dr. Merati, Nathan Wallace als Lionel McCoy, Megan Robinson als Dr. Maria Robeson, Elizabeth Ward Land als Judy Burch u.a.

Kurzinhalt: Beim Mordanschlag von Benjamin Poindexter auf Wilson Fisk nach dessen Boxkampf wurde Vanessa von einer Glasscherbe in den Kopf getroffen. Sie wird ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte alles versuchen, um ihr Leben zu retten. Während Wilson an seinem Bett sitzt und bangt, erinnert er sich daran zurück, wie sie sich kennengelernt haben. Seine Berater machen indes der Anti-Maskierten-Taskforce Druck. Diese soll, unter der Leitung von Powell, unbedingt den nach dem Anschlag flüchtigen – und schwer verletzten – Bullseye verhaften. Matt Murdock versucht indes verzweifelt, eben dies zu verhindern. Er möchte Benjamin – obwohl dieser Foggy auf dem Gewissen hat – unbedingt retten. Beim Versuch, der AVTF zu entkommen, verschlägt es sie schließlich in Matts Kirche…


Review: Episodenbild (c) Disney+ Das Ende der letzten Folge hat Vanessas Schicksal offen gelassen. Genau genommen erfahren wir es zwar auch hier erst am Ende, aber, ganz ehrlich: Wenn man so wie ich mittlerweile doch so einiges gesehen hat, und dabei auch die typischen Erzähl-Mechaniken kennengelernt hat, dann war eigentlich bereits bei der ersten Szene mit dem Flashback zum Spaziergang am Strand von Wilson und Vanessa klar, wo das ganze hinläuft. Insofern war ich, als der Doktor kommt und meint, die Operation wäre gut verlaufen, sofort skeptisch – und sollte am Ende, wenig überraschend – recht behalten (was übrigens nicht als Kritik, sondern nur als Beobachtung, gemeint ist). Insofern handelt es sich hier um Vanessas Abschiedsvorstellung – und nutzt "Der große Entwurf" die Gelegenheit, um einen Sprung zurück in die Vergangenheit zu machen. In eben diesen zwei Erzähl- bzw. Zeitebenen (die sich ja auch nicht nur auf Wilson und Vanessa beschränken; dazu gleich) lag für mich der größte Reiz der Folge; insbesondere natürlich, als man hier in die Zeit noch vor der ersten Staffel der alten "Daredevil"-Serie zurückspringt. Diesen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich überaus reizvoll und interessant.

Dies gilt eben, wie schon angedeutet, nicht nur für die Szenen, welche die Vorgeschichte von Wilson und Vanessa aufrollen, und uns zeigen, wie sich die beiden kennenlernten. Denn "Der große Entwurf" bringt uns auch ein Wiedersehen mit Foggy, und zeigt uns ihn und Matt bei einem ihrer frühen Fälle. Auch das fand ich großartig. Umso mehr, als in beiden Fällen die Flashbacks nicht einfach nur beliebig eingebaut wurden, sondern vielmehr das Geschehen in der Gegenwart ergänzten. Im Falle von Wilson/Vanessa, weil es uns zeigt, wie viel sich die beiden bedeuten (ich würde nicht so weit gehen, zu behaupten, dass ich mit einem der beiden mitgefühlt hätte; aber es erlaubte Vincent D'Onofrio definitiv mal, eine ganz andere, fürsorglich-verletzliche Seite seiner Figur zu zeigen). Und Bei Matt/Foggy erinnerte es uns daran, was Matt verloren hat, oder besser gesagt, ihm von Benjamin Poindexter genommen wurde, was seinem parallelen Versuch, diesem das Leben zu retten, mehr Gewicht verlieh. Generell fand ich gerade auch ihre Szenen in der Gegenwart sehr stark; insbesondere natürlich, wenn Matt erkennen lässt, wie sehr seine damalige Tat – in der Hitze des Gefechts – Bullseye vom Dach zu werfen, nach wie vor an ihm nagt ("I try to save you because I tried to kill you."). Irgendwie hätte es mir auch gefallen, wenn Matt damit leben hätte müssen, mit eben diesem Bestreben gescheitert zu sein, und damit für seine damalige Tat keine Wiedergutmachung mehr leisten zu können (wie es "Der große Entwurf" kurz andeutet, als er ihn in der Kirche zurücklässt). Andererseits: Dass er ihn am Ende just zu Karen bringt, hat definitiv auch seinen Reiz. Im direkten Vergleich zu diesen beiden, extrem starken Handlungssträngen, fiel alles rund um Daniel und Buck doch ziemlich ab. Zwar nicht grundsätzlich schlecht, baute sich dort insofern keine Spannung auf, als ich keine Ahnung habe, warum ich mit Daniel – der als Fisk-Fanboy nun wahrlich nicht als Sympathieträger taugt – mitfiebern soll. Insofern wäre es mir lieber gewesen, man hätte sich das für die nächste Folge aufgehoben, und sich hier auch wirklich rein auf Wilson und Matt konzentriert. Dann wäre sogar die Höchstwertung drin gewesen.

Fazit: Episodenbild (c) Disney+ "Der große Entwurf" nimmt sich ausgiebig Zeit, um die dramatischen Ereignisse am Ende der Episode davor zu behandeln. Die Art und Weise, wie man damit die Gegenwart und die Vergangenheit gegenüberstellt, und durch eben diesen Kontrast erstere aufwertet, fand ich dabei geradezu meisterlich. Dies gilt für die Flashbacks zum Kennenlernen von Wilson und Vanessa ebenso, wie den frühen Fall von Matt und Foggy. Und generell fand ich es höchst interessant, sogar noch in die Zeit vor der ersten Staffel der Netflix-Serie zurückzuspringen, und damit ein Prequel zu eben dieser spendiert zu bekommen. Aber auch die Story in der Gegenwart war mitreißend. Dabei fieberte ich (trotz meiner anfänglichen Vermutung, mit der ich recht behalten sollte) auch durchaus mit Wilson und Vanessa mit; weniger, weil sie mir sympathisch wären, als man sich davor fürchtet, was ihr Tod mit Wilson machen würde. Auf der anderen Seite machte es Matts Bemühungen, Benjamin zu retten, heroischer, da man uns konstant daran erinnert, was er durch eben diesen verloren hat. Die Storyline rund um Daniel und Buck konnte da nicht mithalten, und drückt die Gesamtwertung damit leicht nach unten. Trotz dieses kleinen Mankos war das aber eine großartige Folge!

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Disney+)







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