Originaltitel: The Hard Six Episodennummer: 5x02 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 03. April 2026 (Apple TV+) Drehbuch: Bradley Thompson & David Weddle Regie: Sarah Boyd Besetzung:
Joel Kinnaman als Edward Baldwin,
Toby Kebbell als Miles Dale,
Mireille Enos als Celia Boyd,
Edi Gathegi als Dev Ayesa,
Cynthy Wu als Kelly Baldwin,
Coral Peña als Aleida Rosales,
Costa Ronin als Leonid Polivanov,
Sean Kaufman als Alex Poletov Baldwin,
Ruby Cruz als Lily Dale,
Wrenn Schmidt als Margo Madison,
C.S. Lee als Lee Jung-Gil,
Myk Watford als Palmer James,
Christopher Denham als Walt Griebel,
Tyler Labine als Fred Stanislaus,
Shannon Lucio als Amanda Dale,
Salvador Chacon als Gerardo Ortiz-Niño,
Tess Lina als Veronika 'Ronnie' Hunt,
Jonathan Medina als Silvio Costa,
Banyah Maria Choi als Nam Moon Yeong,
Yael Chanukov als Gulsora Akilmatova,
Alan Wells als Gene Irving,
Sara Boutine als Shireen Al-Jabiri,
Roni Geva als Malka Peretz,
Samuel Dunning als Peacekeeper Spano,
Nene Nwoko als Peacekeeper Leslie Brown,
Jean-Michel Richaud als Peacekeeper Louis Beaufort,
Ella Ayberk als Nadya,
Chris Rickett als Gary Johnson,
Natalie King als ATC Supervisor,
Theo Tiedemann als Liam,
Roger Wan als Bremley u.a.
Kurzinhalt:
Lee Jung-Gil wird für den Mord an Yoon Tae-Min verhaftet. Obwohl er die Tat vehement bestreitet, bestenfalls Indizienbeweise vorliegen, und selbst Captain Celia Boyd ernste Zweifel anmeldet – gingen ihre Ermittlungen doch in eine ganz andere Richtung – soll er an die Erde, genauer gesagt die M-6, ausgeliefert werden. Ed ist sicher, dass seinen alten Freund – immerhin der allererste Mensch, der es auf den Roten Planeten geschafft hat – dort kein fairer Prozess erwartet, weshalb er dies um jeden Preis verhindern will. Doch dafür braucht er die Hilfe anderer Aufrührer auf dem Mars. Parallel dazu lässt sich Celia Boyd von Lee Jung-Gils Verhaftung nicht beirren, und setzt ihre Ermittlungen fort. Und als eine Sonde Anzeichen für Leben auf dem Saturn-Mond Titan findet, versucht Kelly Dev davon zu überzeugen, dass sie unbedingt Teil der bemannten Mission sein sollte, welche diese Entdeckung untersuchen soll…
Review:
Mit "All In" ist es "For All Mankind" gelungen, mich zu überraschen. Angesichts des Gesprächs zwischen Ed und Dimitri, der Krebsdiagnose und insbesondere der Warnung des Doktors, dass er keinesfalls fliegen dürfte, war ja eigentlich klar, dass es eben dazu kommen würde. Allerdings hätte ich damit erst zum Ende der Season (eventuell, um in einer Harakiri-Mission Kelly zu retten) gerechnet. Stattdessen ist Ed vielmehr hier schon dazu gezwungen, Dimitris Warnung zu ignorieren – in einem verzweifelten (und wie es scheint erfolgreichen) Versuch, Lees Auslieferung an die M-6 zu verhindern. Die entsprechende Rettungsaktion (wo ich zuerst dachte, dass wäre vielmehr ein Versuch der eigentlich für den Mord verantwortlichen, Lee auszuschalten) war durchaus packend umgesetzt, wobei es mir insbesondere die "Verfolgungsjagd" über die Mars-Oberfläche angetan hatte; auch wenn ich mir da dachte, dass Ed ruhig noch ein bisschen näher an der Luke hätte landen dürfen/können. Und wie man so blöd sein kann, der Wache nicht die Waffe abzunehmen, habe ich auch nicht verstanden.
Den Weg zu eben diesem dramatischen Finale würde ich hingegen eher "nur" als solide einstufen. Ganz gewitzt fand ich die Art und Weise, wie Ed sicherstellt, im Gefängnis zu landen (um sich dort mit Lee zu unterhalten) – nämlich, in dem er seine elektronische Fußfessel abnimmt. Interessant war auch, wie sich Celia und ihrer Überzeugung, dass Lee unschuldig ist, nicht abbringen lässt, und dementsprechend ihre Ermittlungen (in deren Zuge sie u.a. dessen Frau befragt) fortsetzt. Wenig überraschend indes, dass Dev keine Notwendigkeit sieht, Lee zu helfen; dass dieser in erster Linie auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, ist nun wahrlich keine neue Erkenntnis mehr (immerhin bleibt die Serie damit aber seiner bisher gezeigten Natur treu). Und der Zwist – oder besser Generationenkonflikt – innerhalb der Baldwin-Familie erschien mir auch ein bisschen aufgesetzt. Auffällig war jedenfalls, wie die zweite Folge den Fokus ganz klar auf die Handlung auf dem Mars legte; weshalb die Figuren auf der Erde hier doch etwas vernachlässigt wurden. Und abseits der Lee-Storyline, und Eds Versuche ihn zu retten, riss mich die Handlung auf dem Mars – insbesondere rund um Miles (der hier mit seinen Taten in 2003 erpresst wird) – nicht so recht mit. Immerhin: Alles rund um den neuen Wettlauf zum Titan, und dem möglichen Fund von Leben, fand ich durchaus spannend, und für den weiteren Verlauf der Staffel vielversprechend. Und auch der Cliffhanger rund um Eds Schicksal war durchaus effektiv. Insgesamt fand ich "All In" somit durchaus ok; aber halt nicht ganz so interessant wie den Staffelauftakt.
Fazit:
Dass es so weit kommen würde (ja musste), dass sich Ed eben doch wieder hinter dem Steuer eines Fluggeräts finden würde, war nach Dr. Mayakovskys Warnung in der letzten Folge zwar klar – so früh hatte ich damit aber nicht gerechnet. Die letzten paar Minuten rund um den dramatischen Versuch, Lee zur ISN-Station zu schaffen, waren jedenfalls ganz klar das Highlight von "All In" – und auch hauptverantwortlich für die knapp überdurchschnittliche Wertung. Bis dahin fand ich die Episode nämlich doch eher nur ok, wobei ich nicht zuletzt die Figuren auf der Erde, die hier doch ein bisschen vernachlässigt wurden, vermisste. Zumal mich die Storyline auf dem Mars, eben abseits von Lees Rettung, nur bedingt mitreißen konnte. Alles rund um den möglichen Fund von Leben auf dem Titan fand ich allerdings durchaus spannend, und für den weiteren Verlauf der Staffel vielversprechend. Ich vermute, damit wartet auch der nächste Wettlauf der Raummächte auf uns. Ob Ed an diesem noch in irgendeiner Art und Weise noch beteiligt sein wird, wird wohl die nächste Folge zeigen.