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Mondbasis Alpha 1 - 2x12: Planet der Wartenden Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Century 21 Television

Originaltitel: The AB Chrysalis
Episodennummer: 2x12
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 18. November 1976
Erstausstrahlung D: 17. September 1978
Drehbuch: Tony Barwick
Regie: Val Guest
Besetzung: Martin Landau als Commander John Koenig, Barbara Bain als Dr. Helena Russell, Catherine Schell als Maya, Nick Tate als Alan Carter, Ina Skriver als A, Sarah Douglas als B, Robert Rietty als Sphere, John Hug als Bill Fraser, David Sebastian Bach als Guardian's Brother, Sarah Bullen als Main Mission Operative Kate Bullen, Albin Pahernik als Creature, Yasuko Nagazumi als Yasko u.a.

Kurzinhalt: Der Mond wird in regelmäßigen Abständen von immer stärker werdenden Schockwellen getroffen, die von einem Planeten zu kommen scheinen, dem man sich unaufhaltsam nähert. Commander Koenig, Maya und Alan Carter fliegen mit einem Eagle-Shuttle los, und landen auf einem der Monde, die den Planeten umkreisen, da eben dort eine Energiesignatur registriert wird. Wie sich zeigt, wird der Mond von kugelförmigen Maschinen bewohnt, die über eine künstliche Intelligenz verfügen. Es gelingt schließlich, mit diesen zu kommunizieren, und so zu erfahren, dass die Schockwellen darauf zurückzuführen ist, dass die Wächter dabei sind, ihre humanoiden Meister wieder zum Leben zu erwecken – ein Prozess, der, so ist es ihnen aufgetragen, nicht unterbrochen werden kann. Die einzige Hoffnung von Alpha liegt darin, die ersten beiden wiederbelebten Personen – A und B – auf dem Planeten aufzusuchen, ihnen die Notlage der Mondbasis zu schildern, und auf ihr Entgegenkommen zu hoffen…


Review: Episodenbild (c) Century 21 Television Na endlich! Ziemlich genau zur Halbzeitmarke präsentiert "Mondbasis Alpha 1" die erste wirklich gute Episode der zweiten Staffel. Für diese zeichnete sich wieder Tony Barwick verantwortlich, der bei "UFO" bereits einige gute Folgen beigesteuert hatte, dessen erster Beitrag für "Mondbasis Alpha 1" – "Das Androidenvolk" – mich aber doch ziemlich enttäuschte. Hier beweist er ein deutlich besseres Händchen. So hatte es mir nicht zuletzt die Auflösung des Konflikts am Ende angetan. Allzu oft bei der Serie präsentierte man uns irgendeine Bedrohung, wo es am Ende keine andere Lösung gibt, als sie auszuschalten; auch Barwicks erste Folge "Das Androidenvolk" ist hierfür ein gutes Beispiel. Demgegenüber präsentiert man uns hier nicht nur (wie des Öfteren), eine durchaus nachvollziehbare Motivation der "Gegner", sondern gelingt es am Ende tatsächlich mal, eine diplomatische Lösung zu finden, als sich A, B und ihr "Bruder" dann doch dazu durchringen, die Schockwelle "umzuleiten", und so dafür zu sorgen, dass das Eagle-Shuttle und die Mondbasis verschont bleiben. Es ist bezeichnend, wie sehr dieser Ausgang insbesondere in der zweiten Staffel hervorsticht.

Aber auch die Umsetzung konnte mir größtenteils gefallen, angefangen bei den Spezialeffekten, die rund um den Anflug des Eagle-Shuttles auf den Planeten, die Landung auf dem Mond (und die dortigen "Kugeln", welche das Innenleben der Station widerspiegelten) usw. wieder ein paar nette Aufnahmen boten. Aber auch das Design der Innenräume mit den Kugeln und den Plattformen auf denen sie Ruhen hatte es mir angetan (wenn mich auch das mit der großen leuchtenden Kugel unweigerlich an die TOS-Folge "Geist sucht Körper" erinnert hat). Leben eingehaucht wurde diesen von Robert Rietty, dessen Stimme ebenfalls viel zum Gelingen der Folge beitrug. Und am Ende gibt es unter den ersten wieder zum Leben erweckten Meistern u.a. Sarah Douglas zu sehen, die kurz darauf in den ersten beiden "Superman"-Filmen als Ursa ihre wohl berühmteste Rolle antreten sollte, dem geneigten Genre-Fan aber u.a. auch aus der zweiten "V"-Miniserie und/oder "Conan der Zerstörer" bekannt sein dürfte. Der Raum, in dem die zuerst zwei und später dann drei "erwachten" stehen war mit dem grünen Nebel ebenfalls gut umgesetzt. Zu kritisieren gibt es in erster Linie, dass sich die Handlung stellenweise doch ein bisschen dahinzieht, und sich das eine oder andere wiederholt. Insofern schien sich Tony Barwick doch ein bisschen schwer getan zu haben, die Laufzeit von fünfzig Minuten zu füllen. Wobei ich das Geschehen hier im Gegensatz zu den meisten bisherigen Folgen der zweiten Staffel zumindest interessant und stellenweise sogar richtiggehend faszinierend fand, weshalb mich die langsamere Erzählweise (und Inhaltsarmut) hier nicht so störte, und sich bei mir auch keine Langeweile einstellte. Ihr mögt das anders sehen.

Fazit: Episodenbild (c) Century 21 Television Ich schließe nicht aus, dass elf größtenteils mäßige bis richtiggehend miese Episoden hintereinander meine Wahrnehmung getrübt haben mögen, so dass diese Folge nun ganz besonders hell strahlt – und sie innerhalb der ersten Staffel noch nicht ganz so positiv herausgestochen wäre (und daher vielleicht auch einen halben Wertungspunkt weniger bekommen hätte). In jedem Fall aber empfand ich "Planet der Wartenden" als willkommene und erfreuliche Abwechslung. Zwar ist das Erzähltempo wieder recht gemächlich, und hätte man das eine oder andere einsparen können (wie z.B. zuerst die eine Begegnung mit den Kugeln auf dem Mond, und dann auf dem Planeten). Dennoch hat mich die Story von Anfang an angesprochen und dementsprechend zumindest ausreichend interessiert, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ich mochte auch die – durchaus nachvollziehbare – Motivation, die hinter den Schockwellen steht. Und nicht zuletzt der Ausgang des Geschehens konnte mir gefallen, und steht doch ziemlich im Widerspruch zu den Geschichten, welche insbesondere die zweite Staffel dominierten. Jedenfalls war "Planet der Wartenden" die erste Episode der zweiten Staffel, der es gelang, mich richtig gut zu unterhalten.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Century 21 Television)







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