Daredevil: Born Again - 2x02: Griff nach den Sternen
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Originaltitel: Shoot the Moon Episodennummer: 2x02 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 01. April 2026 Drehbuch: Dario Scardapane Regie: Justin Benson & Aaron Moorhead Besetzung:
Charlie Cox als Matt Murdock / Daredevil,
Vincent D'Onofrio als Wilson Fisk,
Margarita Levieva als Heather Glenn,
Arty Froushan als Buck Cashman,
Nikki M. James als Kirsten Mcduffie,
Ayelet Zurer als Vanessa Fisk,
Michael Gandolfini als Daniel Blake,
Zabryna Guevara als Sheila Rivera,
Clark Johnson als Cherry,
Deborah Ann Woll als Karen Page,
Genneya Walton als BB Urich,
Wilson Bethel als Benjamin Poindexter,
Hamish Allan-Headley als Powell,
Ruibo Qian als Angie Kim,
Jeremy Isaiah Earl als Cole North,
Camila Rodriguez als Angela,
Ashley Marie Ortiz als Soledad,
Felix Torrez-Ponce als Task Force Saunders,
Bartley Booz als Seminarian,
Yorgos Karamihos als Christofi,
Annie Parisse als Ariana,
Jay Hieron als Trainer,
Alex Monsky als Task Force Bob,
Daniel Rios Jr. als Task Force Doug,
Jordan Coby als NYPD Tommy,
Ed Kershen als McDaniel u.a.
Kurzinhalt:
Wilson Fisk, der sich auf einen bevorstehenden Boxkampf vorbereitet, verfolgt beim Versuch, Matt aus dem Verkehr zu ziehen, eine neue Taktik. Denn parallel zur Fahndung der AVTF nach Daredevil ruft er die Bevölkerung dazu auf, nach Matt Murdock zu suchen. Dies jedoch nicht als Feind, sondern vielmehr als Held – aufgrund der Rolle, die er dabei gespielt hat, Fisks Leben beim Angriff von Poindexter zu retten. Auf diese Weise schafft er es, dass sowohl die Regimegegner als auch die -getreuen nach Matt bzw. Daredevil suchen, was diesen noch stärker in den Untergrund drängt. Die AVTF setzt indes ihren Feldzug fort. Bei einem Einsatz in einem Laden wird schließlich auch Hectors Witwe Soledad, die sich in die Amtshandlung eingemischt hat, verhaftet – was ihre Nichte Angela hilflos mit ansehen muss. Indes sorgen Internetvideos für Aufsehen, die Wilson Fisk verhöhnen, und seine Politik an den Pranger stellen. Da sich die unbekannte Person dabei auf streng geheime Informationen aus Fisks Kabinett beruft, wird Daniel damit beauftragt, nach dem Leck zu suchen und es dauerhaft zu stopfen. Sein Verdacht fällt dabei just auf seine Freundin B.B. Urich…
Review:
Es überrascht mich ein bisschen, dass just diese und die darauffolgende Episode am gleichen Tag veröffentlicht wurden, statt nicht etwa "Die Northern Star" und "Griff nach den Sternen" gemeinsam – scheinen mir diese doch noch etwas besser zusammenzupassen. Vor allem auch, weil mir schien, dass die zweite Folge der Staffel nun quasi das Setup endgültig abschließt (und somit die betreffende "Mission" der Episode davor fortsetzte). Wie auch immer: Für mich knüpfte "Griff nach den Sternen" nicht nur inhaltlich, sondern auch qualitativ direkt an den Staffelauftakt an. Sprich: Man ist nach wie vor eher damit beschäftigt, die Story in Gang zu bringen, als dass sich hier schon übermäßig viel tun würde. Wobei man, nach Matt, Karen und Wilson in "Die Northern Star" hier nun den Fokus stärker auf die Player in der zweiten Reihe legt, sprich Vanessa Fisk, Heather Glenn, Kirsten McDuffie, Sheila Rivera und nicht zuletzt Daniel Blake, der hier – völlig zu Recht – seine Freundin BB Urich verdächtigt, für regimekritischen Schmähvideos verantwortlich zu sein. Und auch bei Benjamin Poindexter schauen wir zu Beginn kurz vorbei.
Die Fülle an Figuren, mit denen wir uns bei "Griff in den Sternen" befassen, macht die Episode recht abwechslungsreich, und sorgt auch dafür, dass auch ohne große, wichtige Entwicklungen genug los ist, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Nichtsdestotrotz sind die einzelnen Handlungsstränge bei mir durchaus unterschiedlich angekommen. SO hat mich insbesondere alles rund um Vanessa angesprochen, die offensichtlich von Poindexters Mordanschlag ein Trauma davongetragen hat. Zwar ist sie als Frau von Wilson Fisk – und auch im Hinblick auf ihre eigenen Schandtaten – alles andere als eine Sympathieträgerin; dementsprechend hielt sich natürlich auch mein Mitgefühl für sie in sehr argen Grenzen. Dennoch war dies sehr gut umgesetzt, vor allem auch dank der wieder starken schauspielerischen Leistung von Ayelet Zurer. Interessant war zweifellos auch, wie die Episode (wieder einmal) die Parallelen zwischen Matt/Karen und Wilson/Vanessa herausstreicht, wie z.B. durch den Zusammenschnitt des "Bettgeflüsters" der beiden Paare. Mir gefällt auch weiterhin, wie klar und deutlich die Serie gegen Trumps Politik Stellung bezieht. Und auch wenn man hier auf Action weitestgehend verzichten musste, gab es zwischendurch doch ein paar brisante Szenen; nicht zuletzt beim Gespräch zwischen Wilson und Michelle, sowie später dann beim Dinner, schien man die Luft vor lauter Spannung fast schon schneiden zu können. D'Onofrio verleiht Wilson Fisk halt einfach eine ungeheure bedrohliche Ausstrahlung, von denen eben solche Momente enorm profitieren. Von diesen Szenen abgesehen mangelte es "Griff nach den Sternen" zwar an echten Höhepunkten. Zumal die anderen Handlungsstränge an jenen rund um die vier Hauptfiguren nicht ganz herankamen (wobei insbesondere das rund um Daniel und BB für mich ein bisschen abfiel; mich spricht seine Figur halt einfach nicht an, und zu BB habe ich bislang auch noch keine Verbindung aufgebaut).
Fazit:
"Griff nach den Sternen" sehe ich auf dem guten Niveau des Staffelauftakts. Der im Vergleich zu "Die Northern Star" Mangel an Action (wobei diese auch dort schon auf die ersten und letzten paar Minuten beschränkt war) wurde in meinen Augen durch ein mehr an Spannung (insbesondere bei den Szenen mit Wilson Fisk brodelte es wiederholt) kompensiert. Ansonsten schenken sich die beiden Folgen in meinen Augen nichts, wobei für mich die zweite Folge die Vorbereitungsarbeit für Season zwei aus der dem Staffelauftakt fortsetzte und nun hoffentlich auch abschloss, damit man sich nun stärker auf eine Vorwärtsbewegung fokussieren und die Handlung so richtig vorantreiben kann.