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Star Trek: Starfleet Academy - 1x04: Vox in Excelso Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Paramount+

Originaltitel: Vox in Excelso
Episodennummer: 1x04
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 15. Januar 2026 (Paramount+)
Drehbuch: Gaia Violo & Eric Anthony Glover
Regie: Doug Aarniokoski
Stammbesetzung: Holly Hunter als Nahla Ake, Sandro Rosta als Caleb Mir, Karim Diané als Jay-Den Kraag, Kerrice Brooks als SAM, George Hawkins als Darem Reymi, Bella Shepard als Genesis Lythe, Zoë Steiner als Tarima Sadal, Oded Fehr als Charles Vance, Gina Yashere als Lura Thok, Brit Marling als Main computer, Stephen Colbert als Digital Dean of Students, Tig Notaro als Jett Reno, Robert Picardo als The Doctor.
Gaststars: Rebecca Quin als Lt. Mackenzie Ya, Ken Barnett als Lt. Hayden Thriss, Martin Roach als Drekol, David Keeley als Obel Wochak, Dorothy Atabong als L'vanna, Tremaine Nelson als Thar, Sean Jones als Enok, Nicole Dickinson als Lt. Astrid Atlee, Michael Brown als Lt. Thelonious Dandrid, Avaah Blackwell als Haile, Joseph Chiu als Ensign Weldu, Joseph Messina als Cdt. Holloway, Layina Chand als Cdt. Kohli, Kieron River als Cadet u.a.

Kurzinhalt: Im Zuge des Brands wurde Qo'noS zerstört, was den Untergang des klingonischen Reichs einläutete. Mittlerweile werden die Klingonen von der Föderation als bedrohte Spezies eingestuft, da die letzten Überlebenden in der ganzen Galaxis verstreut sind, und unter teils schrecklichen Bedingungen (über)leben. Dabei gäbe es in der Föderation mit Faan Alpha einen Planeten, der dem früheren Qo'noS stark ähnelt, und sich somit als neue Heimatwelt für die Klingonen anbieten würde. Doch diese sind zu stolz, um den Planeten einfach als Geschenk anzunehmen. Was also tun? Eben diese Frage greift der Doktor für seinen Debattier-Wettbewerb auf. Als einziger klingonischer Kadett richten sich dabei alle Augen verständlicherweise auf Jay-Den Kraag, welcher der Akademie gegen den Wunsch seiner Familie beigetreten ist. Doch diesem fällt das Reden in der Öffentlichkeit schwer…

Review: Episodenbild (c) Paramount+ In "Vox in Excelso" erfahren wir recht beiläufig, dass Qo'noS zerstört wurde, und das klingonische Volk vom Aussterben bedroht ist. Man sollte meinen, eine solch wichtige Information hätte man uns schon früher übermittelt, und gerne auch eine gesamte Episode eben darauf (und die Suche nach der Ursache des Zusammenbruchs) fokussiert. Nun ist es natürlich möglich, dass man diesen Handlungsstrang in Zukunft nochmal aufgreift. Ich konnte mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autoren der Folge bzw. die Macher von "New Trek" generell zu faul waren, um sich hier groß Hintergründe dafür zu überlegen. Es ging ihnen nur um die Wirkung – nämlich, mit dieser Erkenntnis im Hinblick auf ein so wichtiges Volk der "Star Trek"-Geschichte eine gewisse Schockwirkung zu erzielen, und natürlich auch die Ausgangssituation für sowohl die Debatte als auch das darin im Mittelpunkt stehende Dilemma zu schaffen. Die Ursache war hier für sie offenbar/vermeintlich nicht weiter von Belang. Ich sehe das leider anders; ich hätte, um so wirklich in die Story (bzw. die Debatte) eintauchen zu können, mehr Kontext gebraucht.

"Vox in Excelso" macht auch deutlich, dass man zumindest mal in dieser ersten Staffel sehr stark dem früheren Muster der Charakterepisoden folgt; sprich, es steht doch recht deutlich immer eine bestimmte Figur aus dem Ensemble im Mittelpunkt, damit wir die Besetzung besser kennenlernen. Grundsätzlich spricht da auch überhaupt nichts dagegen, aber das bringt uns wieder zum im Review von "Vitus Reflux" erwähnten Punkt der geringeren Folgenanzahl zurück. Früher waren diese Charakterfolgen die Würze zwischendurch. Jetzt sind sie quasi fast das gesamte Gericht (oder zumindest mal der Hauptgang). Wobei "Vox in Excelso" zumindest den Vorteil hatte, dass mich die Vorgeschichte von Jay-Den zumindest durchaus ansprechen und interessieren konnte. Im Hinblick auf das aktuelle Dilemma rund um sein Problem, vor Publikum zu sprechen, fragt man sich zwar unweigerlich, warum er das nicht in einer Holo-Simulation übt. Und generell wirkte der Konflikt mit Caleb etwas aufgesetzt. Trotzdem wäre auch hier zumindest eine durchschnittliche Wertung drin gewesen. Aber: Zuerst einmal scheint es mir unplausibel, dass mit Jay-Den (wenn auch natürlich der einzige Klingone in der Runde) ein Sternenflottenkadett eine Lösung findet, die dem ganzen erfahrenen diplomatischen Korps scheinbar nicht einfällt. Vor allem aber fiel es mir sehr schwer, zu glauben, dass sich die Klingonen wirklich mit einem solchen reinen Scheingefecht zufriedengeben würden, und damit in ihren Augen tatsächlich der Ehre genüge getan ist. Da hätte ich einen ehrlichen Wettbewerb, mit dem Planeten als Preis für den Sieger, besser gefunden. Last but not least muss ich gestehen, in meinen Jahren doch ein bisschen zynisch geworden zu sein, und mir auch im Hinblick auf den hier vorgestellten Konflikt zu denken: Wenn die Klingonen die angebotene Hilfe – warum auch immer – partout nicht annehmen können/wollen, dann ist das halt so. Ich sehe es nicht als Aufgabe der Partei, die ihre Hilfe anbietet, den Betreffenden davon zu überreden, dies zu tun. Auch das sorgte dafür, dass ich in das Dilemma hier nicht ganz so involviert war, wie sich das die Autoren wohl gewünscht hätten. Immerhin fand ich "Vox in Excelso" aber wieder besser als die Folge davor (wenn auch leider nur minimal).

Fazit: Episodenbild (c) Paramount+ Am besten haben für mich die Flashbacks funktioniert, die vom Bruch zwischen Jay-Den und seiner Familie erzählen, und generell einen durchaus erschütternden Blick auf die Lebensweise der letzten überlebenden Klingonen boten. Über die besagte Katastrophe, die eben dazu führte, hätte ich aber gern mehr gewusst; das "Niemand kennt den Grund für die Zerstörung von Qo'noS" wirkte auf mich leider sehr billig und bequem. So lobenswert es auch ist, dass die Föderation diesem einst so stolzen und mächtigen Volk helfen will, aber wenn diese die ausgestreckte Hand nicht annehmen können/wollen, sehe ich es nicht als die Aufgabe der Föderation, doch noch eine Lösung eben dafür zu finden. Eher im Gegenteil, weil so viel Eigenverantwortung muss man den Klingonen schon zugestehen (und tatsächlich könnte man argumentieren, dass man damit gegen die Oberste Direktive verstößt). Vor allem aber störte ich mich an der hier (noch dazu just von Jay-den) gefundenen Lösung, weil dieses Scheingefecht kann doch wohl bitte schön keinen ehrenhaften Klingonen ernstlich befriedigen. Das hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2026 Paramount+)







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