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Logan's Run - 1x06: Half Life Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) CBS

Originaltitel: Half Life
Episodennummer: 1x06
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 31. Oktober 1977
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Shimon Wincelberg
Regie: Steven Hilliard Stern
Besetzung: Gregory Harrison als Logan, Heather Menzies als Jessica, Donald Moffat als Rem, William Smith als Patron/Modok, Len Birman als Positive 14/Brawn, Kim Cattrall als Rama II, Jeanne Sorel als Rama I, Betty Jinnette als Woman-Positive, John Gowans als Engineer-Scientist u.a.

Kurzinhalt: Logan, Jessica und Rem werden von einer Gruppe Wilder angegriffen. Eine andere Gemeinschaft kommt ihnen zu Hilfe, und führt sie in ihren Bunker. Die drei staunen nicht schlecht, dabei teilweise auf Doppelgänger jener Personen zu stoßen, die sie zuvor draußen angegriffen haben. Was es damit auf sich hat, wird ihnen erst im Laufe ihres Besuchs klar: Alle Bewohner haben sich einem Prozess unterworfen, der sie in zwei Hälften teilte: Eine mit all ihren positive, und eine mit all ihre negativen Eigenschaften. Letztere wurden dann aus nach draußen verbannt. Als man erkennt, dass Logan, Jessica und Rem diesen Prozess noch nicht durchlaufen haben, wird Jessica in die Maschine gesteckt. Logan und Rem gelingt indes – nachdem sie erkannt haben, was gespielt wird – die Flucht. Nun gilt es, die "Negativen" dazu zu überreden, die Zuflucht der "Positiven" anzugreifen, um Jessica zu retten…


Review: Episodenbild (c) CBS "Half Life" wartet wieder mit zwei prominenten Gästen auf. Auf der einen Seite ist da William Smith, an dem man im Fernsehen der 70er und 80er-Jahre kaum vorbei kam, und der mir kürzlich ja auch bei der "Planet der Affen"-Serie untergekommen ist. Aus heutiger Sicht noch auffälliger ist jedoch der Auftritt einer blutjungen Kim Cattrall, im Allgemeinen natürlich in erster Linie als sexsüchtige Samantha aus "Sex and the City" bekannt, während wir Nerds natürlich in erster Linie an "Star Trek IV – Das unentdeckte Land" denken müssen, wo sie als Valeris auftrat (wobei ich bis heute fest davon überzeugt bin, dass der Film davon profitiert hätte, wenn es doch irgendwie gelungen wäre, Saavik zurückzubringen, statt eine neue vulkanische Protegé für Spock einzuführen). Auf jeden Fall werteten die beiden mit ihrer Anwesenheit eine davon abgesehen doch eher nur durchschnittliche Folge auf.

Nicht, dass "Half Life" schlecht gewesen wäre. Aber sobald mal offenbart wird, was genau es mit diesen beiden Gemeinschaften auf sich hat, denkt man sich als Genre-Fan natürlich unweigerlich: "Das kenn ich doch von wo". Denn tatsächlich: Die Grundidee erinnert frappant an die klassische "Star Trek"-Folge "Kirk : 2 = ?" (im Übrigen gibt auch die "Trennungsmaschine" aus "Star Trek" bekannte Geräusche von sich; wobei ich nicht sagen kann, ob das als bewusste Anspielung bzw. Verneigung vor dem großen Vorbild gedacht war, oder man sich halt einfach eher zufällig bzw. aus der Not heraus aus dem Sound-Archiv bediente). Nun ist das für sich genommen ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes; nicht jede Geschichte kann immer etwas Neues sein. Zumal die Story hier grundsätzlich solide erzählt wird, und die Aussage, dass kein Mensch von uns auf diese Art und Weise in positive und negative Eigenschaften getrennt werden kann, weder in den zwischen der Ausstrahlung der Episoden liegenden Jahren noch bis heute nichts an Gewicht und Relevanz verloren hat. Doch im Gegensatz zu Kirk, der sich eben dieser Erkenntnis stellen musste, und von ihr durchaus erschüttert wurde, macht "Half Life" vergleichsweise wenig damit. Wirklich auffällig ist eigentlich nur die Offenbarung, dass Rama II eine "Negative" ist, was auch das Weltbild der "positiven" Gemeinschaft erschüttert. Davon abgesehen lässt es "Half Life" aber sowohl an markanten Höhepunkten als auch Spannung, Action und Spektakel vermissen – und ist in meinen Augen ein klassischer Fall des Phänomens, dass man zwar eine durchaus interessante Grundidee hatte, sich aber ein bisschen damit schwer tat, daraus eine fünfundvierzigminütige Story zu schmieden.

Fazit: Episodenbild (c) CBS "Half Life" ist eine grundsolide Folge, die in erster Linie mit dem interessanten (wenn auch keineswegs neuen) Grundkonzept, sowie den auffälligen Gastauftritten von William Smith und Kim Cattrall hervorsticht. Die Aussage dahinter ist zwar keineswegs neu, konnte mir aber dennoch auch hier wieder gefallen – wobei natürlich vor allem die Offenbarung rund um Rama II hervorsticht. Leider aber mangelte es der Episode an Spannung; selbst – oder vielleicht auch gerade wenn – Jessica "geteilt" wird. Zumal man gerade auch daraus im Vergleich zur Vorlage "Kirk : 2 = ?" recht wenig herausholt. Insgesamt war "Half Life" aber durchaus ok.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © CBS)







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