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Poirot - 3x09: Der Diebstahl des königlichen Rubins Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel: The Theft of the Royal Ruby
Episodennummer: 3x09
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 24. Februar 1991
Erstausstrahlung D: 26. November 1994
Drehbuch: Anthony Horowitz & Clive Exton
Regie: Andrew Grieve
Besetzung: David Suchet als Hercule Poirot, Frederick Treves als Colonel Lacey, Stephanie Cole als Mrs Lacey, David Howey als Jesmond, Antony Zaki als Prince Farouk, Helena Michell als Sarah Lacey, John Vernon als David Welwyn, Nigel Le Vaillant als Desmond Lee-Wortley, Robyn Moore als Gloria, John Dunbar als Peverill, Alessia Gwyther als Bridget, Jonathan R. Scott als Colin, Edward Holmes als Michael, Siobhan Garahy als Annie Bates, Susan Field als Mrs Ross, Gordon Reid als Chocolate Shop Owner, Christopher Leaver als Parsloe, Peter Aldwyn als Durbridge, Iain Rattray als Head Waiter, James Taylor als Waiter u.a.

Kurzinhalt: Ein ägyptischer Prinz hat ein Rendezvous mit einer jungen Dame, und legt dieser einen wertvollen königlichen Rubin um den Hals. Kurz darauf verabschiedet sich diese in Richtung Toilette – und ward nicht mehr gesehen. Prinz Farouk ist außer sich vor Wut, und wendet sich an seinen Freund und Ägyptologen Colonel Lacey – einer der wenigen Menschen, die wussten, dass sich der Rubin in England befindet. Dieser wendet sich daraufhin wiederum an Hercule Poirot, und lädt diesen ein, die Weihnachtsfeiertage auf seinem Anwesen – und im Kreis seiner Familie – zu verbringen. Als man dort am Weihnachtstag den Pudding zu sich nimmt, taucht darin auf einmal der Rubin auf. Doch der Prinz will sich nur damit, dass der Edelstein wieder in seinem Besitz ist, nicht zufrieden geben. Er verlang von Poirot, dass er den Täter herausfindet, damit dieser seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann. Und so kehrt Hercule neuerlich zum Anwesen der Laceys zurück, um seine Ermittlungen fortzusetzen…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) BBC Der dritte Streich von Anthony Horowitz in Folge. Nachdem ich von den letzten beiden ja nicht wirklich angetan war, freute es mich zu sehen, dass er hier zumindest "Hilfe" vom erfahrenen Clive Exton hatte. Nun mag ich dem guten Herrn. Horowitz unrecht tun – sein "Poirot"-Erstling "Die Reise auf der Queen Mary" war sooooo schlecht ja eigentlich gar nicht – dennoch bin ich dazu geneigt, in erster Linie Extons Beteiligung an der Folge als Hauptgrund anzusehen, dass mir "Der Diebstahl des königlichen Rubins" wieder etwas besser gefallen konnte (wobei sich auch hier, wie auch an der Wertung zu erkennen ist, meine Begeisterung eher in Grenzen hielt). In jedem Fall würde ich ihm aber den höheren Humoranteil (und der spielte dabei eh auch eine gewichtige Rolle) zuschreiben; weil die bisherigen Horowitz-Folgen waren ja doch eher von Ernst gekennzeichnet. Schon allein so Einlagen, wie wenn Poirot die Mango teilt, oder auch beim Rühren des Weihnachtspuddings (offenbar eine britische Tradition) hilft, tragen viel zum Unterhaltungswert bei. Da macht es dann auch – fast – nichts, dass wir hier bis auf ihn auf die komplette Stammbesetzung (sprich: kein Hastings, keine Lemon, kein Japp) verzichten müssen.

Den Fall fand ich allerdings wieder etwas hatschert erzählt. Die Idee, dass hier bei der Versammlung am Ende dann weniger das Verbrechen, als vielmehr die Art und Weise, wie Poirot es aufklärte, bzw. dem Täter eine Falle stellte, war zwar durchaus eine gewitzte Idee. Der Weg dorthin empfand ich allerdings als recht holprig. Insbesondere natürlich, wenn der Rubin ja eigentlich im Pudding schon längst gefunden wurde, und Poirot ihn dann wieder zurückbringen und eher verkrampft einbauen muss, um so den (bzw. die) Schuldigen zu ködern. Schade auch, dass "Der Diebstahl des königlichen Rubins" kaum zum Mitraten einlud; auch, weil Colonel Lacey ein viel zu offensichtlicher Roter Hering war, und die wahren Verantwortlichen viel zu rasch und eindeutig identifiziert werden konnten, noch lange, bevor Poirot zur Versammlung der Verdächtigen rät. Damit teilt "Der Diebstahl des königlichen Rubins" auch diesen (Horowitz-typischen?) Kritikpunkt der letzten beiden Folgen. Darüber hinaus störte ich mich auch wieder an Poirots Vorgehensweise. Konkret geht es mir dabei um jene Szene, wo er die Teetasse weiterschiebt. Ich verstehe zwar die Überlegung dahinter, aber was, wenn da nicht nur ein Schlafmittel drin gewesen wäre, sondern Gift? Dann hätte er den Tod von Colonel Lacey zu verantworten. Last but not least fand ich auch alles rund um die doppelte Täuschung im Hinblick auf die Kinder und die vermeintlich tote Sarah (wo Poirot so tut, als wäre er von dem ganzen überrascht) unnötig kompliziert. Wie gesagt, insgesamt war "Der Diebstahl des königlichen Rubins" zwar eh wieder eine Spur besser. Dennoch bin ich froh, jetzt erstmal ein bisschen Horowitz-Pause zu haben.

Fazit: Episodenbild (c) BBC "Der Diebstahl des königlichen Rubins" war wieder besser als die beiden Folgen davor – aber immer noch nicht gut. Positiv fand ich in erster Linie, dass hier der Humor wieder mehr zur Geltung kam (etwas, dass ich tendenziell eher Ko-Autor Clive Exton denn Anthony Horowitz anrechnen würde). Recht nett war zudem der Clou am Ende, wo es bei Poirots Versammlung der Verdächtigen weniger darum ging, das Verbrechen aufzurollen, als vielmehr, wie es ihm gelang, den/die Täter zu überführen. Insgesamt fand ich aber auch hier den Fall etwas unglücklich aufgebaut. Manchmal versuchte man auch etwas zu verkrampft, das Publikum in die Irre zu führen (wie z.B. bei Poirots Inszenierung). Vor allem aber war auch hier wieder die Identität des/der Täter zu offensichtlich, womit ein wesentlicher Reiz von Agatha Christies Geschichten – das Whodunit-Rätseln – verloren ging. Ich hoffe, dass vor allem auch dieser Teil nun bei den restlichen Folgen der Staffel wieder stärker ins Rampenlicht rückt.

Wertung: 2.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © iTV)







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