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Die Abenteuer des jungen Indiana Jones - 3x03: Der Schatz des Königs Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Lucasfilm

Originaltitel: Treasure of the Peacock's Eye
Episodennummer: 3x03
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 15. Januar 1995
Erstausstrahlung D: -
Drehbuch: Jule Selbo
Regie: Carl Schultz
Besetzung: Sean Patrick Flanery als Indiana Jones, Ronny Coutteure als Remy Baudouin, Adrian Edmondson als Zyke, Jayne Ashbourne als Lily, Tom Courtenay als Bronislaw Malinowski, Pip Torrens als Howard Carter, William Osborne als E. M. Forster, Gareth Marks als Jon Grann, Frank Metha Allam als Jambi, Anthony Chin als Ku Wong, Alice Lau als Jin Ming, Karl Seth als Hotel Clerk, Matthew Solon als Captain Hales, Colleen Passard als Suzette, Frederick Treves als Sir Peregrine Prentiss, Riz Abassi als Rajendra Sing, Ahsen Bhatti als Indian Lieutenant, Sonesh Sira als Tall Indian Soldier, Nick Lucas als Museum Curator, Asman Bin Ghazali als Ticket Clerk, George A. Roark als Captain Stoomvaart, Warren McLean als Ku Wong's Bodyguard, Margaret Miller als Timid British Lady, Siloe Marum als Biok, Sam Kaniyoisi als Shaman, Tau Retu als Chief, Telok als Dokia Jacob, Sulukim als Takubila Damien, Kauwa Tobwebwa als Chief Moliasi, Lood Sritarnto als Dolo, Kawee Sirikhanerut als Chinese Pirate, Anna Niland als Ruth the Maid u.a.

Kurzinhalt: Kurz bevor der Waffenstillstand in Kraft tritt, verschlägt es Indy und Remy ein letztes Mal an die Front. In den letzten Augenblicken des Ersten Weltkriegs stoßen sie bei einem gerade ermordeten deutschen Soldaten auf Hinweise, die zu einem verborgenen Schatz führen könnten. Genauer gesagt geht es um die Edelsteine, die als Augen einer Pfauenstatue fungierten. Nach ihrer Rückkehr nach London beschließen die beiden Kameraden, ein letztes gemeinsames Abenteuer zu bestreiten, und sich auf der Suche nach dem Schatz des Königs zu machen. Dabei bekommen sie es unter anderem mit deutschen Gegnern, Piraten, und Eingeborenen zu tun. Als sich in der eroberten Kiste statt des Schatzes selbst vielmehr nur ein weiterer Hinweis auf dessen Aufenthaltsort befindet, muss sich Indy die Frage stellen, ob er die Suche fortsetzen oder trotz des Misserfolgs nach Hause zurückkehrt, um sein eigentliches Leben wieder aufzunehmen…


Review: Episodenbild (c) Lucasfilm Im Verlauf der Serie hat man sich zwar gelegentlich mit den typischen Ingredienzien der "Indiana Jones"-Filme auseinandergesetzt – sei es Archäologie, oder der Abenteuer-Charakter – was bislang aber gefehlt hat, ist eine klassische Schatzsuche. Mit "Der Schatz des Königs" wird diese nun doch noch geliefert – wenn auch zum Ende hin mit einem überraschenden Twist, der sicher nicht jedem schmecken wird. Zuerst jedoch kehren Indy und Remy kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs noch einmal an die Front zurück. Ich verstehe zwar, dass man damit quasi den Kreis über die "Kriegsjahre" schließen wollte, ein bisschen konstruiert wirkte es auf mich aber halt schon. Nach ihrer Rückkehr nach London bietet "Der Schatz des Königs" dann allerdings mit der Offenbarung, dass Miss Seymour erst eine Woche zuvor verstorben ist, einen ersten großen emotionalen Höhepunkt. Man fühlt sich an ihren Abschied in "Das süße Liebeslied" erinnert, wo sie am Bahnhof stand, um Indy Lebewohl zu sagen – und das Wissen, dass es das letzte Mal war, dass sie sich gesehen haben, gibt diesem Moment rückblickend noch einmal zusätzliches emotionales Gewicht.

Danach rückt dann aber die Suche nach dem Auge des Pfaus in den Mittelpunkt. Die entsprechende Jagd kann sicherlich nicht mit Indys besten, spannendsten und/oder spektakulärsten (filmischen) Abenteuern mithalten, bietet aber durchaus gute Unterhaltung mit einigen packenden Momenten, solider Action, und der einen oder anderen netten Wendung. Mein Highlight war wohl die Szene im Maya-Tempel, wo sich Indy und Remy mit dem deutschen Soldaten matchen. Aber auch der Piratenangriff sorgte für eine interessante Bedrohung, und war innerhalb der bisher bekannte Indy-Abenteuer mal etwas Neues. Aus dem Tod einer bestimmten Figur hätte man zwar ein bisschen mehr machen können, wenn man sich ihr – und einer möglichen Beziehung zu Indy – stärker gewidmet hätte. Davon abgesehen ist der Mittelteil aber durchaus kurzweilig. Nachdem es die beiden Schatzsucher auf die einsame Insel verschlägt, und sie dort auf Eingeborene treffen, vollzieht "Der Schatz des Königs" dann allerdings nochmal eine ziemlich drastische Wendung. Ich muss gestehen, mir mit der Darstellung der Einheimischen doch ein bisschen schwer getan zu haben. Und: So schockierend der Tod des Jungen zweifellos auch war, aber dass jemand, der gerade die Grauen des Ersten Weltkriegs überlebt hat, und dabei fast andauernd mit dem Tod konfrontiert wird, just durch dieses eine Ereignis dazu animiert wird, seine eigenen Lebensentscheidungen zu überdenken – na ja. Und generell fühlte ich mich bei den Szenen mit Bronislaw Malinowski an Indys Begegnung mit Albert Schweitzer erinnert – und fand leider nicht, dass deren Qualität hier je erreicht wurde.

Episodenbild (c) Lucasfilm So richtig kontrovers wird es dann nochmal am Ende: Nach dem Gespräch mit Malinowski erkennt Indy, dass es für seine weiteren Zukunftspläne eigentlich keinen Unterschied macht, ob sie das Auge des Pfaus finden, oder nicht. Warum also weiterhin wertvolle Lebenszeit darauf verschwenden, statt so rasch als möglich daran zu arbeiten, seine Träume zu verwirklichen? Und so entscheidet er sich, dem jüngsten Hinweis nicht mehr zu folgen, sondern seine Rückkehr in seine Heimat nicht länger aufzuschieben – was schließlich zum Bruch der Freundschaft mit Remy führt. Dieser ist nämlich vom Gedanken, den Schatz zu finden und reich zu werden, förmlich besessen. Und möglicherweise will er auch einfach nicht, dass das Abenteuer endet. So oder so, zu sehen, wie sich die beiden hier entzweien, tut nachdem wir ihre Abenteuer nun über mehrere Staffeln hinweg verfolgt haben, doch ziemlich weh. Für mich stach Indys Entscheidung hier jedenfalls definitiv hervor – und das positiv. Wobei ich auch jeden verstehen kann, der dies anders sieht, und einen Indy, der sich dagegen entscheidet, einem Schatz hinterherzujagen, als charakteruntypisch ansieht.

Fazit: Die Rückkehr an die Front kurz vor Kriegsende fand ich dann doch etwas gar narrativ bequem. Kurz darauf gibt es allerdings mit der Information über den Tod von Miss Seymour einen ersten großen emotionalen Höhepunkt. Danach ist mit der Suche nach dem titelspendenden Schatz der Könige für typische Indy-Unterhaltung gesorgt. Es macht definitiv Spaß, Indy und Remy dabei zu beobachten, wie sich auf ein weiteres – und wie sich in weiterer Folge herausstellen wird, letztes – gemeinsames Abenteuer begeben. Mit den besten Indy-Abenteuern mag man zwar was Spannung und Action betrifft nicht mithalten können. Dennoch ist im Mittelteil, wo eben dieser Aspekt dominiert, für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. Mit der Ankunft auf der Insel vollzieht "Schatz des Königs" dann nochmal einen ordentlichen inhaltlichen Schwenk, der für mich nicht 100%ig funktioniert hat. Dafür brilliert die Episode – für mich – dann in der letzten Viertelstunde, wo Indy entscheidet, seine Zukunftspläne nicht länger für die Suche nach dem Pfauenauge aufzuschieben. Ich habe für alle Verständnis, die mit dieser Entscheidung von ihm nichts anfangen konnten, aber für mich war eben diese, und der daraus resultierende Bruch seiner Freundschaft mit Remy, die größte Stärke der Folge.

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Lucasfilm)







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