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Fallout - 2x05: Der Zänker Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Amazon Studios

Originaltitel: The Wrangler
Episodennummer: 2x05
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 14. Januar 2026 (Amazon Prime)
Drehbuch: Owen Ellickson
Regie: Liz Friedlander
Besetzung: Ella Purnell als Lucy MacLean, Aaron Moten als Maximus, Moises Arias als Norm MacLean, Frances Turner als Barb Howard, Kyle MacLachlan als Overseer Hank MacLean, Walton Goggins als The Ghoul/Cooper Howard, Sarita Choudhury als Kate Williams/Lee Moldaver, Martha Kelly als Representative Welch, Jon Daly als Snake Oil Salesman, Dale Dickey als Ma June, Rafi Silver als Robert House's Double, Edwin Lee Gibson als Shotgun Jeff, Rachel Marsh als Claudia, Adam Faison als Ronnie McCurtry, Jeremy Levick als Pete, Rajat Suresh als Clark, Tony Robinette als Shopkeep Simon, Justin Theroux als Robert House, Edythe Jason als Barv, Jesse Burch als Victor Securitron u.a.

Kurzinhalt: Nachdem die beiden Las Vegas erreicht haben, begibt sich Lucy in ein Geschäft, um ein Mittel gegen ihre Drogensucht zu erwerben – und gerät dabei wieder einmal in Schwierigkeiten. Der Ghul kehrt indes in eine Bar ein, wo er sich betrinkt, und an die Ereignisse vor über zweihundert Jahren zurückdenkt. Damals bekam er ja von Kate Williams den Auftrag, Robert House zu töten. Nachdem er Kate eigentlich gesagt hat, es nicht durchziehen zu wollen, sah er sich bei einer Party dem zurückgezogen lebenden Milliardär schließlich Auge in Auge gegenüber – und erfährt vom bevorstehenden Ende der Welt. In der Gegenwart hat Hank McLean indes ein neues, williges Opfer für seine Experimente gefunden. Doch der Snake Oil Man ist der erste, der die Behandlung überlebt. Über diesen als seinen Stellvertreter wendet sich Hank schließlich an Cooper/dem Ghul, und macht diesem ein Angebot, das er nicht ablehnen kann…


Review: Episodenbild (c) Amazon Studios Also bis jetzt war ich von der zweiten "Fallout"-Staffel ja nicht unbedingt begeistert, "Der Zänker" war nun aber das erste kleine Highlight der Season. Hauptverantwortlich dafür war natürlich das Ende, wo – nachdem der Ghul und Lucy zuletzt, trotz aller Differenzen, doch langsam begangen, einander zu verstehen und vielleicht sogar zu vertrauen – ein Keil zwischen die beiden getrieben wird. Denn Hank McLean hat die Schwachstelle des Ghuls herausgefunden, und erpresst ihn mit seiner Familie, die sich – angeblich – im Bunker in Las Vegas befindet. Vor die Wahl gestellt zwischen ihrem Wohlergeben, und Lucy, trifft er die einzige ihm mögliche Wahl. Und so stimmt er zu, Lucy wieder zurück zu ihrem Bunker zu bringen. Der Schock und das Gefühl des Verrats war von Ella Purnell ebenso gut gespielt, wie das Hadern mit der ihm aufgezwungenen Entscheidung von Walton Goggins. Man merkt, dass ihm dies aufrichtig leid tut, und er es nicht tun will, er aber einfach keine andere Entscheidung treffen kann. All das war wirklich super.

Aber auch davor konnten mir die Szenen rund um den Ghul schon gut gefallen. Man merkte in der Szene in der Bar, wie schwer die Erinnerung an seine Vergangenheit – und die dort von ihm getroffenen Entscheidungen – auf ihm lasten. Jedenfalls hatte ich den deutlichen Eindruck, dass er es mittlerweile zutiefst bereut, Kates Bitte ausgeschlagen zu haben. Aber auch rund um Norm MacLean baut sich langsam aber sicher doch eine nette Grundspannung auf, da er den anderen gegenüber vorgibt, etwas zu sein, dass er nun mal nicht ist – was hier nun auch die ersten Konsequenzen nach sich zieht. Aber auch alles in der Vergangenheit hat diesmal für mich besser funktioniert als zuletzt. Zugegeben, dass es sich bei Justin Theroux in Wahrheit um Robert House selbst handelt, war nun echt keine Überraschung. Das konnte man sich eigentlich bereits in seiner allerersten Szene der zweiten Staffel, wo er bei der Diskussion in der Bar dessen Position eingenommen hat, denken. Insofern war seine Identität aber so etwas von überhaupt keine Überraschung. Davon abgesehen fand ich das Gespräch zwischen den beiden aber durchaus interessant. Wie sich zeigt, ist Robert jemand, der mit Hilfe der Mathematik quasi die Zukunft voraussagt (was an die Wissenschaft der Psychohistorie in "Foundation" und Hari Seldons Primärradianten erinnert). Sowohl diese Offenbarung (und die Erkenntnis, dass Coopers Ankunft den Weltuntergang um einen Monat vorverlegt hat), als auch das mit einem anderen Spieler auf dem Feld, waren interessant. Wie Robert so schön sagt: Das Haus gewinnt immer – aber was, wenn er nicht, wie gedacht, das Haus ist, sondern in Wahrheit jemand anders im Hintergrund die Fäden zieht? Jedenfalls ist es mir dieser Szene gelungen, doch auch wieder mein Interesse an den mich bislang doch eher fadisierenden Flashbacks in die Vergangenheit zu wecken.

Fazit: Episodenbild (c) Amazon Studios "Der Zänker" war das erste kleine Highlight der (bisher doch etwas enttäuschenden) zweiten Staffel für mich. Einerseits, da ich diesmal den Rückblick in die Vergangenheit wirklich spannend fand, und es dort einige interessante Offenbarungen gab (die wahre Identität von Justin Theroux' Figur ist hierbei natürlich dezidiert nicht gemeint, weil das hätte offensichtlicher gar nicht sein können). Vor allem aber dann natürlich am Ende, wo Hank den Ghul dazu erpresst, Lucy zurück in den Bunker zu bringen, und damit aus Verbündeten, die zuletzt doch langsam begangen, zusammenzuwachsen (oder zumindest, sich aneinander zu gewöhnen), Feinde werden. Der Rest war ebenfalls ganz ok, wobei es vor allem rund um Norm ein bis zwei interessante Entwicklungen gab. Und was es bedeutet, dass Hank mit seinen Experimenten beim Snake Oil Man Erfolg hatte, wird sich auch noch weisen müssen. Auf diesem Niveau kann es jetzt von mir aus gerne bis zum Ende der Staffel weitergehen!

Wertung: 4 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Amazon Prime Video)








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