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Time Warrior - Der Time Runner Drucken E-Mail
Mark Hamill plagt sich durch die Zeit Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 21 Dezember 2025
 
Advent-SPECiAL

 
Time Warrior - Der Time Runner
Originaltitel: Time Runner
Produktionsland/jahr: Kanada 1993
Bewertung:
Studio/Verleih: Excalibur Pictures/Condor Video
Regie: Michael Mazo
Produzenten: U.a. John A. Curtis & Lloyd A. Simandl
Drehbuch: Chris Hyde, Greg Derochie, Ron Tarrant, Ian Bray, Michael Mazo & John A. Curtis
Filmmusik: Braun Farnon & Robert Smart
Kamera: Danny Nowak
Schnitt: Michelle Bjornson
Genre: Science Fiction/Thriller
Video-Premiere Deutschland: 1993
Kinostart Kanada: 16. Februar 1993
Laufzeit: 90 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Mit: Mark Hamill, Rae Dawn Chong, Brion James, Marc Baur, Gordon Tipple, John Maclaren, John Thomas, Barry W. Levy, Allan Forget, Charlie Fleming, Saraphina Joachim u.a.


Kurzinhalt: Im Jahr 2022 wird die Erde von Aliens angegriffen. Captain Michael Raynor, der auf einer militärischen Raumbasis im Orbit der Erde stationiert ist, hat kaum Zeit, den Verlust seiner Frau zu verkraften, als er sich in eine Rettungskapsel setzt, und ins All geschleudert wird. Daraufhin wird er in ein Wurmloch gezogen, welches ihn dreißig Jahre zuvor wieder ausspuckt. Nachdem er erkannt hat, wo – und vor allem auch wann – er sich befindet, stellt sich die Frage, was er nun tun soll. Dabei hat er immer wieder Visionen der unmittelbaren Zukunft. Als er in einer dieser Visionen sieht, wie eine Kellnerin erschossen wird, und es ihm schließlich gelingt, dies zu ändern, erkennt er, dass die Zukunft nicht in Stein gemeißelt ist, sondern es ihm möglich ist, einzugreifen, und diese zu verändern. Sein nächstes Ziel ist dementsprechend, die Alien-Invasion zu verhindern, noch bevor sie begonnen hat. So denkt er zumindest. Denn in Wahrheit haben die Außerirdischen schon lange vor ihrem Angriff 2022 Agenten auf die Erde geschickt, um Schlüsselpositionen zu besetzen, und die Invasion vorzubereiten…

Review: Szenenbild. Ich mag Mark Hamill. Habe ich schon immer. Ich verstehe bis heute nicht, warum seine Karriere im Vergleich zu Harrison Ford nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" vergleichsweise im Sande verlaufen ist, und er sich von einem B-Movie (meist im Science Fiction-Genre angesiedelt) zum nächsten hangeln musste (auch wenn dies immerhin zugleich bedeutete, dass er uns in Serien wie "SeaQuest DSV" seine Aufwartung machte, und nicht zuletzt, als Christopher Blair die "Wing Commander"-Spiele ab Teil 3 veredelte). "Time Warrior – Der Time Runner" ist dafür geradezu ein Paradebeispiel. Billigst in Kanada produziert, kann man eigentlich gar nicht glauben, dass der ursprünglich tatsächlich fürs Kino gedacht war (und in Kanada auch tatsächlich dort gelaufen ist). "Time Warrior" schreit förmlich "Videothekenware", oder von mir aus auch noch "Fernsehfilm" (á la des kürzlich besprochenen "Die Zeitfalle"). Hätte ich den damals im Kino gesehen, hätte ich glaub ich mein Geld fürs Ticket zurückverlangt (auch wenn sie damals noch deutlich günstiger waren).

Dabei ist der Film ja nicht abgrundtief schlecht. Wie gesagt, ich mag Mark Hamill, und auch wenn er hier leider nicht viel zu tun bekommt, und verständlicherweise jetzt nicht mit dem größten Engagement bei der Sache war (er dürfte wohl schon gerochen haben, dass das nichts wird), ist ihm dennoch nichts vorzuwerfen, und wertet er den Film allein mit seiner Anwesenheit auf. Er ist auch nicht das einzige bekannte Gesicht. Brion James kennt man natürlich in erster Linie aus "Blade Runner", während Rae Sawn Chong in "Commando" die weibliche Hauptrolle an der Seite von Arnold Schwarzenegger spielte. An der Besetzung liegt es somit mal nicht. Auch die Effekte sehen a) für die damalige Zeit und b) im Hinblick auf das mickrige Budget sogar ganz anständig aus; wenn wir auch aufgrund von letzterem nicht viel von ihnen zu sehen bekommen. Dennoch liegen die Probleme von "Time Warrior" woanders. Einerseits eben im mangelnden Geld, welches dem Endprodukt an allen Ecken und Enden anzumerken ist. Oder an der Vorhersehbarkeit der Handlung, insbesondere im Hinblick auf den "Twist" (?!) rund um Senator Neila (buchstabiert das mal rückwärts). In erster Linie aber am Drehbuch, an dem ganze sechs Leute geschrieben haben. Ich kann echt nicht sagen, ob das jetzt zu viele (im Sinne von "zu viele Köche verderben den Brei") oder nicht doch zu wenige waren, da es dringend jemand gebraucht hätte, der das nochmal überarbeitet. So oder so, das ganze ist ein heilloses Durcheinander, mit beliebig-bequemen Plot-Konstrukten (man nehme nur die – sowohl in ihrer Ursache als auch ihrem Inhalt – völlig unerklärlichen Zukunftsvisionen), einem mangelhaften Pacing, einem spannungsarmen Handlungsverlauf, zahlreichen geklauten Elementen (wobei ich mich zum Ende hin dann insbesondere an "Terminator" erinnert fühlte; mit Michael zugleich als Kyle Reese und John Connor), bis hin zum sehr plötzlichen und dementsprechend unbefriedigendem Ende. Vereinzelt mag "Time Warrior" zwar – ob absichtlich oder unabsichtlich, sei dahingestellt – zum Schmunzeln anregen. Und zugegebenermaßen habe ich in meinem leben auch schon (noch) Schlechteres gesehen. In erster Linie ist es aber meiner Wertschätzung für Mark Hamill zu verdanken, dass der Film zumindest noch (knapp aber doch) aus dem Katastrophengebiet entkommt.

Fazit: Szenenbild. Ich mag ja wie gesagt Zeitreisefilme, und natürlich ist mir bewusst, dass man im Hinblick auf die genauen Regeln dahinter immer wieder mal ein Auge (oder zwei) zudrücken muss. "Time Warrior" ist nun aber einer jener Filme, wo man über die ganze Zeitreise-Mechanik dahinter echt nicht zu viel nachdenken darf, wenn er zumindest ansatzweise noch für einen funktionieren soll. Wobei es einem der Film was das betrifft von vornherein nicht leicht macht. Das Drehbuch ist leider ein heilloses Durcheinander, das Pacing spottet der Beschreibung, und Spannung ist auch so gut wie keine vorhanden. Zudem merkt man dem Film an allen Ecken und Enden an, wie billig er produziert wurde. Es überrascht, dass der in Kanada auch wirklich im Kino lief, da eigentlich alles an ihm nach billiger B-Film-Videothekenware schreit. Zwar freut man sich als Genrefan über das Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern, insbesondere Mark Hamill, der sich auch hier wieder nichts zu Schulden kommen lässt. Allerdings: Wenn ich neunzig Minuten lang aufs "Star Wars"-Poster schiele, habe ich mindestens genau so viel davon, wie wenn ich mir diesen Film zu Gemüte führe.

Wertung:3 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1993 Condor Video)


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