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Poker Face - 2x03: Fang den Verräter! Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Peacock

Originaltitel: Whack-A-Mole
Episodennummer: 2x03
Bewertung:
Streaming-VÖ USA: 08. Mai 2025 (Peacock)
Erstausstrahlung D: 09. Juli 2025 (Sky)
Drehbuch: Wyatt Cain
Regie: Miguel Arteta
Besetzung: Natasha Lyonne als Charlie Cale, Rhea Perlman als Beatrix Hasp, John Mulaney als Daniel Clyde-Otis, Richard Kind als Jeffrey, Chris Bauer als Don Hooper, Simon Helberg als Luca Clark, RJ Brown als Gary Prescott, Gregg Bello als Peter, Anthony J. Gallo als Beans, Chris Cardona als Clunk, Nick Oddo als Tony Ice Cream, Francesco D'Onofri als Vino the Bambino u.a.

Kurzinhalt: Beatrix Hasp hat Charlie Cale aufgespürt, und bedroht sie mit einer Waffe. Dass Charlie von ihrer Nemesis nicht gleich erschossen wird, liegt daran, dass die Gangsterchefin ihre Hilfe braucht: Sie hat den Verdacht, dass es in ihrer Organisation eine Ratte gibt, die Informationen ans FBI weitergibt. Charlie soll den Verräter ausfindig machen. Doch als diese die drei Verdächtigen geradeheraus fragt, ob es sich bei ihnen um Informanten handelt, und sie dies verneinen, kann sie keine Lüge erkennen. Beatrix will dennoch den Bundesstaat verlassen – wähnt sich nun aber zumindest im Hinblick auf ihren Fluchtplan in Sicherheit. Dann jedoch stellt ihr das FBI auf dem Flughafen eine Falle. Denn: Wie Charlie zuvor erkannt, Beatrix jedoch nicht mitgeteilt hat, ist ihr teuer Ehemann Jeffrey die Ratte. Dieser wird nun beim Fluchtversuch erschossen – wofür wiederum ein Maulwurf innerhalb des FBI, der Beatrix mit Informationen versorgt hat, verantwortlich ist…


Review: Episodenbild (c) Peacock Der Fall an sich war ja bereits ganz nett (dazu gleich noch), aber, ganz ehrlich: Am besten gefällt mir an "Fang den Verräter!", dass sich damit nun hoffentlich alles rund um Charlies Flucht vor irgendeinem Gangster, der es auf sie abgesehen hat, erledigt hat. Nicht falsch verstehen: In der ersten Staffel hat das noch ziemlich gut funktioniert, und gab den einzelnen Episoden nicht nur einen gewissen roten Faden, sondern auch den nötigen dramaturgischen und spannungstechnischen Unterbau. Wobei ich auch gleich sagen muss, dass ich nicht der Ansicht bin, dass "Poker Face" diesen unbedingt nötig hatte. Die Serie lebt, wie ihr Vorbild "Columbo", in erster Linie vom interessanten Konzept, den hochkarätigen Gaststars, bzw. den voneinander unabhängigen Kriminalfällen an sich. Dementsprechend war ich sehr enttäuscht, als am Ende von Season Eins einfach Sterling Frost durch Beatrix Hasp ersetzt, und das "Charlie auf der Flucht"-Konzept beibehalten wurde. Mir schien das unnötig und einfallslos. Insofern hoffe ich auch, dass es nun auch wirklich dabei bleibt – und wenn ja, bin ich auch sehr froh darüber, mit meiner Vermutung/Befürchtung falsch gelegen zu haben, dass sich dies wie in Season Eins durch die gesamte Staffel ziehen würde.

Aber auch von diesem Punkt abgesehen konnte mir "Fang den Verräter!" gut gefallen. Die Episode war vor allem auch sehr wendungsreich, angefangen mit der Suche nach dem Verräter in Beatrix' Reihen, bis hin zum Verwirrspiel rund um die Erschießung von Jeffrey: Zuerst denkt man, das wäre nur eine Finte gewesen, ehe sich dann herausstellt, dass er sehr wohl ermordet wurde – allerdings soweit es Agent Clark betrifft unabsichtlich, da er den Tod seines Informanten, natürlich, eigentlich nur inszenieren wollte, und nicht wissen konnte, dass vom Maulwurf eine der Platzpatronen im Magazin durch eine echte Kugel getauscht wurde. Das war schon ziemlich cool ausgeklügelt. Ich mochte auch, wie sich die Dynamik zwischen Beatrix und Charlie im Verlauf der Episode aufgrund der sich verändernden Umstände entwickelt. Trotz aller Spannung sowie der ganzen Twists war zudem auch wieder für Humor gesorgt, sei es, wenn Daniel von jemandem beim Treffen von Jeffrey und Luca die Lippen lesen lässt, oder Charlie bei dem Angebot, ihr eine große Summe auf ein Konto im Ausland zu überweisen, trocken erwidert: "Ich hab' nicht mal ein Inlands-Konto.". Besetzungstechnisch stachen frühere Episoden zwar, was den Starbarometer betrifft, auch schon mal mehr hervor; mit Rhea Perlman, Richard Kind, Chris Bauer und John Mulaney war aber durchaus das eine oder andere bekannte Gesicht dabei. Im Mittelteil, nach dem Zeitsprung, verortete ich zwar kleine Längen. Zudem stach die Szene, wo der FBI-Agent zu blöd ist sich selbst auf stumm zu schalten (woraufhin Beatrix erkennt, dass jemand mithört), für mich negativ heraus. Insgesamt war das aber die bislang beste Folge der Staffel – und bin ich nun vor allem schon sehr neugierig darauf, wohin es Charlie, endlich mal nicht auf der Flucht, als nächstes verschlagen wird.

Fazit: Episodenbild (c) Peacock "Fang den Verräter!" hat bei mir vor allem mit dem wendungsreichen Plot rund um "Ratten" und "Maulwürfe" für Laune gesorgt. Zudem gab es wieder einige amüsante Momente und/oder Dialoge, wobei es mir insbesondere das Zusammenspiel zwischen Rhea Perlman und Natasha Lyonne angetan hatte. Vor allem aber freue ich mich sehr darüber, dass man damit die Wiederholung des "Charlie auf der Flucht"-Szenarios aus der ersten Staffel früher als von mir erwartet beendet hat. Aus meiner Sicht hat "Poker Face" diesen roten Faden einfach nicht nötig, da sie ja ohnehin in erster Linie von den voneinander unabhängigen Einzelepisoden/Kriminalfällen lebt, bei denen Charlie Cale ihr außergewöhnliches Talent zur Anwendung bringen muss. Insofern freue ich mich schon darauf, zu sehen, wie die Serie mit dieser neuen "Ära" umgehen wird.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Peacock)







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