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Leigh Whannell meldet sich zurück Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 18 Oktober 2025
 
Halloween-SPECiAL

 
Wolf Man
Originaltitel: Wolf Man
Produktionsland/jahr: USA 2025
Bewertung:
Studio/Verleih: Blumhouse Productions/Universal Pictures
Regie: Leigh Whannell
Produzenten: U.a. Jason Blum
Drehbuch: Leigh Whannell & Corbett Tuck
Filmmusik: Benjamin Wallfisch
Kamera: Stefan Duscio
Schnitt: Andy Canny
Genre: Horror/Drama
Kinostart Deutschland: 16. Januar 2025
Kinostart USA: 17. Januar 2025
Laufzeit: 103 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Mit: Christopher Abbott, Julia Garner, Matilda Firth, Sam Jaeger, Ben Prendergast, Zac Chandler, Benedict Hardie, Milo Cawthorne, Leigh Whannell u.a.


Kurzinhalt: Nach dem Tod seines Vaters fährt Blake mit seiner Frau Charlotte und ihrer gemeinsamen Tochter Ginger zu dessen altem, am Land gelegenen, Haus. Es gilt, dieses auszuräumen, den Verkauf in die Wege zu leiten, und generell alle möglichen Angelegenheiten rund um die Verlassenschaft zu regeln. Als sich Blake auf dem Weg dorthin verfährt, kommt ihm ein alter Jugendfreund zu Hilfe. Als jedoch plötzlich ein Tier auf der Straße auftaucht, kommen sie mit dem Auto von der Straße ab, und landen in einem Graben. Kurz darauf wird sein Bekannter von einem wilden Tier angegriffen und getötet. Auch Blake wird dabei gebissen. Schließlich gelingt es ihm zusammen mit seiner Familie, aus dem Auto zu entkommen, und den Weg zu seinem Elternhaus zu finden. Dort setzt jedoch schon bald eine besorgniserregende Verwandlung ein…

Review (kann Spoiler enthalten): Szenenbild. Julia Garner, die Dritte (soweit es mein heuriges Halloween-SPECiAL betrifft). Im jüngsten Streich von "Saw"-Mitschöpfer Leigh Whannell ist sie an der Seite von Christopher Abbott zu sehen, als Teil des entsprechenden Film-Ehepaares, deren Beziehung aufgrund des Werwolf-Bisses von Blake ein düsteres Ende zu nehmen droht (wobei sie hier im Vergleich zu "Weapons" und "Apartment 7A" nicht allzu viel zu tun bekommen, und dementsprechend auch nicht ganz so glänzen kann wie in diesen). Vorab: Sonderlich revolutionär ist "Wolf Man" sicherlich nicht. Andererseits fristen diese Wolfsmenschen im Vergleich zu Vampiren und insbesondere Zombies im Horror-Genre bis heute vergleichsweise ein Schattendasein. Insofern besteht vorerst mal nicht unbedingt Gefahr, dass sich diesbezüglich beim geneigten Horror-Fan ein Gefühl der Übersättigung darstellt. Und "Wolf Man" erweist sich dann auch, wenn er auch sicherlich nicht zu den besten zu zählen ist, so doch zumindest als solider (und damit zugleich würdiger) Vertreter des Sub-Genres.

Besonders angetan war ich dabei von der Art und Weise, wie man uns zeigt, wie sich die Wahrnehmung der Welt für die in Werwölfe verwandelten Menschen verändert. Angefangen beim Gehör, und dass die gesprochenen Worte auf einmal nicht mehr verständlich ist, bis hin zur visuellen Gestaltung des "Werwolf-Blicks". Dies ist dann auch eine der wenigen ansatzweise innovativen Ideen des Films. Gleiches gilt übrigens für die vergleichsweise langsame Transformation (die zudem was die Makeup-Effekte betrifft sehr gut gemacht war); wo diese üblicherweise nur wenige Sekunden dauert, nimmt die (erste) Verwandlung hier in etwa die Nacht in Anspruch. Eben daraus bezieht "Wolf Man" den Großteil seines Dramas, da Blakes langsamer, scheinbar nicht aufzuhaltender Verfall, im Mittelpunkt steht. Der Film schafft es zudem, in den wenigen Szenen in der wir die glückliche Familie sehen uns eine Bindung zu den Figuren aufbauen zu lassen – was essentiell ist, damit wir beim weiteren Verlauf der Handlung mit ihr mitfühlen. Eben diese kann dann als Analogie auf tödliche Krankheiten angesehen werden: Hilflos müssen Charlotte und Ginger mit ansehen, wie der Blake, den sie kennen und lieben, vor ihren Augen – und binnen kürzester Zeit – verloren geht. Diesbezüglich habe ich mit den beiden – aber auch Blake, der den Prozess nicht aufhalten kann – durchaus mitgelitten. Als Drama funktioniert "Wolf Man" somit ziemlich gut; als Horror aber leider weniger. Dafür ist der Film zu vorhersehbar, und mangelt es ihm vor allem auch an Spannung. Sowohl was die Feinde die vor der Haustüre lauern, noch die Verwandlung von Blake betrifft – und die Gefahr, die damit für Charlotte und Ginger ausgeht – vermag "Wolf Man" viel anzufangen. Und nicht zuletzt fand ich die Art und Weise, wie sich hier am Ende der Kreis zum Anfang schließt, doch eher aufgesetzt, und dementsprechend wenig überzeugend. Da hätte man sich etwas anderes/besseres einfallen lassen sollen.

Fazit: Szenenbild. "Wolf Man" funktioniert definitiv besser als Drama- denn als Horrorfilm. Kann man eine Bindung zu den Figuren aufbauen, und sich auf diese Uminterpretation der klassischen Werwolf-Erzählung als Analogie auf eine rasch fortschreitende Krankheit (oder eine tödliche Verletzung) einlassen, vermag der Film – auch dank der starken schauspielerischen Leistungen – durchaus zu berühren. Am meisten hatten es mir aber die Szenen aus der Werwolf-Perspektive – mit einer entsprechenden Änderung der Wahrnehmung was Sehen und Hören betrifft – angetan. Spannungstechnisch köchelt der Film aber halt doch eher auf Sparflamme, und steht eindeutig der Schrecken ob des drohenden Verlustes eines geliebten Menschen in Mittelpunkt. Und vor allem die Art und Weise, wie man am Ende wieder zum Anfang zurückgeht, fand ich etwas gar konstruiert. Davon abgesehen aber ein solides Horrordrama, welches zwar das Werwolf-Genre alles andere als neu erfindet, aber durchaus um einen interessanten Eintrag bereichert.

Wertung: 6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2025 Universal Pictures)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2024





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