Originaltitel:Mr. October Episodennummer: 1x03 Bewertung: Weltweite Internet-VÖ: 20. August 2025 (Disney+) Drehbuch: Noah Hawley & Robert De Laurentiis Regie: Dana Gonzales Besetzung:
Sydney Chandler als Wendy,
Alex Lawther als Joe Hermit,
Essie Davis als Dame Sylvia,
Samuel Blenkin als Boy Kavalier,
Babou Ceesay als Morrow,
Adarsh Gourav als Slightly,
Erana James als Curly,
Lily Newmark als Nibs,
Jonathan Ajayi als Smee,
David Rysdahl als Arthur Sylvia,
Diêm Camille als Siberian,
Moe Bar-El als Rashidi,
Adrian Edmondson als Atom Eins,
Timothy Olyphant als Kirsh,
Sandra Yi Sencindiver als Yutani,
Kit Young als Tootles,
Sahajak Boonthanakit als Chief Nagg,
Devinron Ready als Prodigy Soldier,
Elsie Lees als Child Nibs u.a.
Kurzinhalt:
Der Androide Kirsh erhält von Boy Kavalier den Auftrag, die von der Maginot eingesammelten außerirdischen Lebensformen einzusammeln und zur Insel zu bringen, wo sie näher erforscht werden sollen. Während er sich mit dem Großteil der Hybriden eben darum kümmert, befinden sich Wendy und Joe auf dem Weg zurück zum Team, als sie auf einen Xenomorphen treffen. Joe wird verletzt, überlebt aber, da es Wendy gelingt, die Kreatur mit Hilfe des Papierschneiders zu töten. Allerdings wird Wendy dabei beschädigt, und schaltet sich daraufhin ab. Wieder zurück auf der Insel konfrontiert Curly Boy Kavalier mit ihrem Verdacht, dass Wendy seine Favoritin wäre. Nibs steckt ihre Erfahrung mit den außerirdischen Kreaturen in den Knochen; darüber hinaus fällt es ihr schwer, sich an ihren erwachsenen Körper zu gewöhnen. Slightly wird vom Cyborg Morrow kontaktiert, der die außerirdischen Exemplare im Auftrag von Yutani wieder sicherstellen soll. Und Kirsh beginnt mit seinen Experimenten…
Review (kann Spoiler enthalten):
Die dritte Episode hat meinen bisherigen Eindruck von der Serie nur weiter verstärkt. Optisch und von der Ausstattung her finde ich "Alien: Earth" nach wie vor ausgesprochen nett, inhaltlich tue ich mit ihr jedoch ein bisschen schwer, und inszenatorisch fehlt es mir größtenteils an jener dichten Atmosphäre, dem Spannungsaufbau sowie den großen furchterregenden Momenten, die für mich die ersten drei "Alien"-Filme so auszeichneten. Vor allem der inhaltliche Aspekt mag teilweise an Showrunner Noah Hawley liegen. Ich weiß, dass der grundsätzlich hoch angesehen sind, und seine bisherigen Serien sowohl bei Kritikern als auch dem Publikum überwiegend sehr gut angekommen sind. Bei mir wollte der Funke jedoch weder bei "Legion" (die ich im Verlauf der ersten Staffel abgebrochen habe) als auch "Fargo" (wo nach der ersten Folge der zweiten Staffel für mich Schluss war) nicht so recht überspringen. Durchaus möglich, dass "Alien: Earth", soweit es mich betrifft, zumindest ein bisschen auch darunter leidet.
So oder so: An "Metamorphosis" fand ich in erster Linie die ersten paar Minuten, die noch in der Maginot spielen, ziemlich gelungen. Angefangen bei Nibs, die mit ihrem neuen Leben hadert bis hin zur Konfrontation von Wendy und Joe mit dem Xenomorphen – wenn ich es auch ziemlich enttäuschend fand, dass der Kampf zwischen ihr und dem Alien hinter verschlossenen Türen stattfand; das ist so, als hätte uns James Cameron in "Aliens" den Showdown zwischen Ripley und der Königin nur angeteasert, dann weggeblendet, und uns dann nur mehr gezeigt, wie die Königin ins All hinausgeschleudert wird), bis hin zur Begegnung der zwei Hybriden-Jungs mit Morrow, der rasch erkennt, dass er es nicht mit gewöhnlichen Androiden zu tun hat. Nach dem Schauplatzwechsel zurück zur Insel ließ "Metamorphosis" meinem Empfinden nach aber doch merklich nach. Am besten fand ich noch alles rund um die Erforschung der außerirdischen Exemplare im Allgemeinen und der Eier sowie der Xenomorph-Larve im Besonderen (was die wohl mit der zuvor Joe entnommenen Lunge vorhaben, wo sie eben diese nun einsetzen?). Wie generell für mich Kirsh so ziemlich die besten Momente der Episode bekommen hat. Er ist einfach bislang eine herrlich ambivalente Figur, die ich nicht wirklich einschätzen kann. Ich bin auch schon gespannt, was die Erklärung dafür sein wird, dass Wendy die einzige zu sein scheint, welche die Aliens hören kann. Der Großteil der Handlungsstränge auf der Insel wollte mich aber nur bedingt interessieren, was sowohl für die Nachbesprechung, die Versuche von Morrow, sich mit Slightly "anzufreunden" (in Wahrheit will er natürlich nur die Alien-Exemplare zurückhaben), als auch die auf Wendy eifersüchtige Curly gilt. Und generell tat sich hier meinem Empfinden nach leider nicht wirklich viel. Insofern scheinen mir bereits nach drei Folgen die acht Episoden der Staffel unnötig großzügig bemessen.
Fazit:
Das knappe erste Drittel von "Metamorphosis" konnte mich noch ganz gut unterhalten. Highlight war dabei sicherlich das neuerliche Auftauchen des Xenomorph, wenn ich es auch etwas schade fand, dass wir den Kampf zwischen ihm und Wendy nicht mitverfolgen durften. Nach dem Wechsel des Schauplatzes zurück zur Insel gab es zwar vereinzelt auch noch ganz gute Momente – wobei sich die meisten davon für mich rund um Kirsh drehten, der für mich bislang neben Wendy definitiv die interessanteste Figur im Ensemble ist – dafür aber auch so manches, mit dem ich eher weniger anfangen konnte. Generell begann sich die Story hier für mich dann doch langsam ein wenig zu ziehen. Und vielleicht liegt es auch einfach generell daran, dass ich schon mit Noah Hawleys früheren Serien nur sehr bedingt konnte; irgendwas an seinem Ansatz – so positiv es grundsätzlich auch sein mag, dass sich dieser vom Einheitsbrei abhebt – scheint für mich irgendwie nicht so recht zu funktionieren. Mal schauen, ob mich die restlichen "Alien: Earth"-Folgen doch noch bekehren können.