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Aliens vs. Predator 2
Aliens vs. Predator 2
(AVPR: Aliens vs. Predator - Requiem, USA 2007)
 
Studio/Verleih: 20th Century Fox
Regie: Colin Strause, Greg Strause
Produzenten: John Davis, Paul Deason, David Giler und Walter Hill
Drehbuch: Shane Salerno
Musik: Brian Tyler
Kamera: Daniel Pearl
Schnitt: Dan Zimmerman
Genre: Science Fiction, Action
Kino-Start (Deutschland): 26. Dezember 2007
Kino-Start (USA): 25. Dezember 2007
Laufzeit: 86 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 -> unzensierte Kinofassung!
Offizielle Homepage: klick
Trailer: klick
Mit: Steven Pasquale, Reiko Aylesworth, John Ortiz, Johnny Lewis, Kristen Hager, Robert Joy, Tom Woodruff Jr., Ian Whyte u.a.

Mehr Infos zum Film findet ihr in unserem AvP2-Special: >>Hier klicken!

Kurzinhalt: Das Predator-Schiff verlässt gerade die Erde, da bricht ein Alien aus dem bestatteten Körper eines Predator-Jägers aus. In wenigen Minuten ist die Crew des Schiffes dezimiert, es kommt zu einem Unfall und das Schiff stürzt nahe einer amerikanischen Kleinstadt ab. Bei dem Absturz zerbrechen auch einige Behälter, in denen Facehugger aufbewahrt wurden. Diese streifen nun gemeinsam mit dem Predalien durch den nahegelegenen Wald und infizieren bzw. töten alles und jeden, der ihnen in den Weg kommt. Doch auf dem Planeten der Predatoren erfährt man vom Ausbruch, woraufhin einer ihrer besten Jäger beschließt, zur Erde zu fliegen, um sich allein den Aliens und ihrem Anführer zu stellen. Während der Predator den Alien-König und seine Abkömmlinge jagt, kämpfen die Bewohner der Kleinstadt ums nackte Überleben...

Review: Alien vs. Predator kam vor ein paar Jahren mit der Werbezeile "Woever wins, we lose" in die Kinos, und meinte mit "we" wohl alle, die sich diesen Quargel (am Ende vielleicht sogar noch im Kino!) angetan haben. Völlig unatmosphärisch und ohne jegliche Spannung, ein Fest der Belanglosigkeit ohne denkwürdige Momente, und noch dazu mit zahlreichen Kontinuitätsbrüchen – die vor allem deshalb so unangenehm aufgefallen sind, weil "Alien vs. Predator" sich unbedingt als Prequel bzw. Sequel der Monsterreihen präsentieren wollte. Und so war mir das erste Aufeinandertreffen der beiden Filmikonen auch nur magere 3/10 im Predator-Schiff hängende Alienschädel wert. Der eine oder andere mag sich angesichts meiner Enttäuschung mit dem Vorgänger fragen, warum ich mir denn eigentlich den 2. Teil im Kino angetan habe? Nun, das hat mehrere Gründe:

ImageSchon einmal hat sich die Fortsetzung eines mäßigen Anderson-Films als durchaus unterhaltsam erwiesen, nämlich bei Resident Evil: Apocalypse – was andeutete, dass die schlechte Qualität des Vorgängers eher an Andersons mageren inszenatorischen Fähigkeiten denn am Konzept selbst lag. Der Trailer war zudem recht geschickt gemacht, mit dem herunterzählenden Einwohnerstand der Kleinstadt. Am wichtigsten aber wohl: Ich hielt es durchaus für möglich, dass sich AvP 2 in einer der Erdbeer-Kategorien meines FilmRückblicks durchsetzen könnte – und das war mir die 5 Euro schon wert. Gelohnt hat sich mein finanzieller Einsatz aber leider im Endeffekt nicht: Der Film war weder schlecht genug, um sich bei den 3x3ern durchzusetzen, noch gut genug, um unterhaltsam zu sein...

Schon allein der Beginn machte deutlich, dass es auch die Fortsetzung nicht ernster mit Kontinuität und Logik nimmt als "AvP 1": Das Predalien tritt aus dem leblosen Körper es Predators aus, und wächst scheinbar innerhalb weniger Minuten zu einem riesigen Monster heran, dass es problemlos mit einer ganzen Gruppe Predators aufnimmt. Ein Sieg, der die Jäger schon in ein schlechtes, wenig bedrohliches Licht rücken lässt, hat doch Ripley bereits einige Siege gegen diverse Aliens gefeiert. Auch nach dem Absturz geht es munter mit Kontinuitätsbrüchen weiter, denn gleich nachdem die ersten inkubierten aufwachen, treten die Aliens auch schon aus ihren Körpern – bei ... hat das aber wesentlich länger gedauert. Und auch das schnelle Wachstum ist beeindruckend.

ImageAber gut, logische Schwächen ist man bereits vom Vorgänger gewohnt (die Predators, die lt. Den beiden ersten Filmen ja Wärme so schätzen, kämpfen gerade in der Antarktis?), und sollte sich wohl deshalb nicht allzu sehr darüber beschweren. Viel schlimmer wiegt, dass es auch der 2. Teil der Crossover-Reihe wieder einmal gänzlich an Atmosphäre und Spannung vermissen lässt. Dass die Opfer wie schon im Vorgänger absolut austauschbare Klischees und eindimensionale Schablonen sind, lässt einen leider nicht im geringsten mitfiebern, wenn eine kleine Gruppe von Menschen versucht, die Kleinstadt lebend zu verlassen. Im Gegensatz zu den Alien-Filmen und auch Predator 1, die sich genug Zeit genommen haben um die potentiellen Opfer vorzustellen und sie dem Zuschauer sympathisch zu machen – wozu oftmals schon wenige kurze Szenen gereicht haben – kümmerte es mich bei "Alien vs. Predator 2" nicht im geringsten, wenn wieder mal ein Mensch von einem der beiden Filmmonster zur Strecke gebracht wurde.

Meines Erachtens war es auch ein Fehler, den Ort der Handlung in eine amerikanische Kleinstadt zu verlegen – was es praktisch unmöglich macht eine ähnliche klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen wie bei Alien 1-4 und Predator 1, die alle auf eher begrenztem Raum gespielt haben, in denen die Flucht vor dem Monster fast ausweglos schien. Dieses Manko versuchte man wohl dadurch auszugleichen, dass man den Ekelfaktor der Alien- und Predatorfilme unbedingt toppen wollte, in dem man den Alienkönig schwangere Frauen "infizieren" ließ. Die entsprechende Szene war wohl hauptverantwortlich für die "ab 18"-Freigabe, hat bei mir aber dadurch dass sie zu krampfhaft auf grauslich getrimmt war ihre Wirkung völlig verfehlt. Apropos krampfhaft... auch den verkrampften Versuch am Ende, einen Bezug zu den Alien-Filmen herzustellen, hätte man sich meines Erachtens schenken sollen – vor allem, da man in den 80 Minuten zuvor die Kontinuität fast ständig mit Füßen getreten hat.

ImageEines der größten Mankos des Films ist allerdings, dass selbst die Action nur selten zu überzeugen vermag. Diese kann leider keine denkwürdigen Momente bieten und gibt sich mit Durchschnittlichkeit zufrieden. Zudem ist "Aliens vs. Predator 2" ein weiteres Opfer des modernen Inszenierungsstils, der für Hektik, starkes Heranzoomen und schnelle Schnitte die Übersichtlichkeit völlig vernachlässigt. Es ist schwer, in einer Szene mitzufiebern - egal ob nun auf seiten der Menschen, des Predators oder auch der Aliens - wenn man nur selten erkennen kann, was denn nun eigentlich genau passiert, wer gerade im Vorteil bzw. in Bedrängnis ist etc. Dass sich viele der Kämpfe in (zu) dunklen Umgebungen zutragen, gibt den entsprechenden Szenen schließlich den Rest.

Was "Alien vs. Predator 2" zumindest halbwegs rettet, sind vereinzelte gute Momente und Szenen. So konnte mir der kurze Blick auf die Heimatwelt der Predators durchaus gefallen. Wie sich einige der Bewohner in einen Panzer retten weckte angenehme Erinnerungen an Aliens. Die Szene mit dem Angriff des Militärs ging zwar aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit nicht unter die Haut, brachte aber dennoch einen Hauch von Anspruch in das ansonsten von absoluter Belanglosigkeit geprägte Geschehen. Und last but not least: Im Gegensatz zum Vorgänger war der Showdown diesmal ziemlich gelungen, und wohl alles in allem die beste Szene des gesamten Films. Das Predalien war zudem ziemlich gelungen designt – vor allem wenn man sich das absolut grauenhafte Alien aus Alien IV in Erinnerung ruft. Und die Schauspieler können zwar verständlicherweise nicht glänzen und keiner kann aus der Masse der Durchschnittlichkeit heraustreten, aber wenigstens sind sie gut genug, um nicht den zahlreichen Schwächen noch eine weitere hinzuzufügen.

ImageÄhnliches gilt für die Musik, die zwar nicht im geringsten originell ist, aber zumindest einige bekannte, schon lange nicht mehr gehörte altbekannte Themes aus den beiden Filmreihen recyclet. Und auch die Effekte waren anständig – wenn ich es auch beachtlich finde, dass es ihnen nicht gelingt, jene der Filmreihen, die schon deutlich mehr Jahre auf dem Buckel haben, zu übertreffen. All diese kleinen positiven Effekte zusammen sorgen dafür, dass mir "Alien vs. Predator 2" immerhin noch einen Hauch besser gefallen hat als der Vorgänger. Würdige Fortsetzung bzw. Prequel einer der beiden Filmreihen war jedoch auch der 2. Crossover-Film für mich nicht. Ja, er bot (immerhin) akzeptable Unterhaltung – aber jetzt sollte man es auch gut sein lassen und uns mit weiteren Kämpfen zwischen Aliens, Predatoren und Menschen verschonen – und diese beiden Filmikonen lieber in eigenen, würdigen Fortsetzungen auf die Filmleinwand zurückbringen!

Fazit: Leider wird auch der 2. Crossover-Film keiner der beiden Filmmonster gerecht, fehlt doch sowohl die atmosphärische dichte und Spannung der Alien-Filme als auch die großartige Action und ein ähnlich phänomenaler Showdown wie aus Predator 1. Wem jedoch der Vorgänger schon allein aufgrund des Geek-Faktors und der Leinwandrückkehr dieser legendären Filmmonster gefiel, wird auch mit "Alien vs. Predator 2" wieder seine Freude haben...

Wertung: 3 von 10 Punkten
Christian Siegel
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Kommentare (1)
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1. 23.12.2012 00:39
 
Der wirkt nicht wie ein Alien vs. Predator, sondern eher wie der abertausendste 0815 Teeniehorror in der Kleinstadt. Da hätten sie auch gleich ein Remake von Die Nacht der Creeps machen können, wo dazu noch an Stelle des Predator eine Art Kammerjäger mitmischt, der mal Soldat war und schwer bewaffnet ist.
 

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