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Devs - 1x05: Gestern und heute Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) FOX

Originaltitel: Episode 5
Episodennummer: 1x05
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 26. März 2020
Erstausstrahlung D: 16. September 2020
Drehbuch: Alex Garland
Regie: Alex Garland
Besetzung: Sonoya Mizuno als Lily Chan, Nick Offerman als Forest, Alison Pill als Katie, Jin Ha als Jamie, Zach Grenier als Kenton, Cailee Spaeny als Lyndon, Stephen McKinley Henderson als Stewart, Karl Glusman als Sergei, Georgia King als Lianne, Amaya Mizuno-André als Amaya, Liz Carr als Lecturer, Judith Amsenga als Vanessa, David Tse als Lily's Father, Summer Hsin Yo Forbes als Young Lily u.a.

Kurzinhalt: Auch wenn Forrest Lyndons Fortschritt kategorisch abgelehnt hat, nutzt ihn Katie nun, um die Vergangenheit – und Gegenwart – deutlich sichtbarer zu machen. So ist sie u.a. Zeuge davon, wie Jamie von Kenton eingeschüchtert wird. Danach wagt sie einen Blick in die Vergangenheit von Lily Chan. Sie sieht einen Moment aus ihrer Kindheit, ist dann bei ihr, wenn ihr Vater auf dem Sterbebett liegt, und beobachtet auch, wie sich Lily und Sergei in der Cafeteria von Amaya kennengelernt haben. Danach wendet sie sich ihrer eigenen Vergangenheit zu, und verfolgt, wie sie von Forrest rekrutiert wurde, sowie die ersten Schritte der Devs-Abteilung. In der Gegenwart hat Jamie indes den Entschluss gefasst, Lily trotz Kentons Drohung weiterhin beizustehen – und befreit sie aus der psychiatrischen Klinik, in die sie eingeliefert wurde…


Review: Episodenbild (c) FOX Gleich zu Beginn gibt es den wirklich coolen Moment mit der Zeitüberlagerung, oder keine Ahnung, wie ich es nennen soll. Jedenfalls werfen wir einen Blick auf Lilys Apartment, wobei unterschiedliche Zeitpunkte quasi übereinandergelegt sind. Dementsprechend sehen wir sie sowohl mit Jamie als auch mit Sergei. Ich fand diesen Effekt einfach nur cool; zumal das ganze auch sehr gut getrickst, und noch dazu in einer Einstellung ohne erkennbaren Schnitt, umgesetzt war. Etwas später gab es dann das selbe nochmal, nur diesmal mit Katie, wie sie gerade die Universität verlässt. Auch dies fand ich sehr gut umgesetzt. Und dann fand ich beide Momente insofern nochmal umso besser, als sie mehr sind als reine Gimmicks, sondern die Arbeit des Quantencomputers verdeutlichen. Die erste nur was die unterschiedlichen Zeitebenen betrifft, die simuliert werden können, letzteres zeigt die Abweichungen, die nun aufgrund von Lyndons Algorithmus ebenfalls Teil der Simulation sind (und die von Forrest eben strikt abgelehnt werden). Sprich, es ist nun nicht mehr 100%ig sicher, ob wir auch wirklich unser Universum sehen, oder ein paralleles – wobei dieses unserem sehr nahe zu sein scheint und sich letztendlich nur in vernachlässigbaren Details zu unterscheiden scheint.

Vor allem aber nutzt nicht nur Katie, sondern auch die Serie an sich, den Quantencomputer bzw. die Arbeit der Devs-Abteilung, um auch uns als Zuschauer einen Blick in die Vergangenheit werfen zu lassen. So erleben wir Lily zusammen mit ihrem Vater (die von ihm zitierte griechische Weisheit zählt übrigens zu meinen persönlichen Favoriten), und sehen später auch, wie sie kurz nach der Trennung von Jamie Sergei kennengelernt hat. Die Szene bei der Vorlesung fand ich als Nicht-Physiker dann durchaus anspruchsvoll (dass ich mir die Serie im englischen Originalton anschaue, war – trotz meiner grundsätzlich guten Sprachkenntnisse – der Verständlichkeit wohl auch nicht unbedingt zuträglich), wobei mir das immer noch lieber ist, als wenn wir als Zuschauer für dumm gehalten und alles bis ins letzte Detail erklärt wird. Jedenfalls wurde hier auch wieder einiges an theoretischen Hintergründen zum Konzept hinter der Serie vermittelt. Und vor allem die Einblicke in die wichtigsten Meilensteine des Projekts fand ich dann sehr interessant. Nicht zuletzt auch, wie man vom Computer dann nach außen extrapolieren lässt, war ein ziemlich cooler Moment. Auch die Rückblende zu Forrests tragischem Schicksalsschlag fand ich wichtig, um seine Motivation besser nachempfinden zu können. Und das Gespräch zwischen ihm und Katie, dass die Maschine letztendlich dafür da ist, um zu bestimmen, ob alles im Leben/Universum vorherbestimmt ist, hatte es mir ebenfalls sehr angetan. Allerdings: Die Handlung in der Gegenwart hat im Vergleich zu diesen Rückblenden doch eher Pause. Ja, die erste Szene mit Kentons – erfolgloser – Einschüchterung von Jamie war schon ganz gut (nicht zuletzt, als das wieder deutlich bodenständiger und damit realistischer gehalten wurde, als sonst im Genre oft üblich – was es für mich nur umso erschreckender machte). Lilys Rettung aus der Psychiatrie hingegen kam irgendwie kaum zur Geltung. Und: Wenn sie nicht am Ende der letzten Folge in eben diese gesteckt worden wäre, wären wir am Ende von "Gestern und heute" im Prinzip genau dort, wo wir schon bei "Verschiedene Welten" standen. Sprich, wirklich viel vorwärts ging hier nicht. Ich bin mir aber sicher, dass sich die hier vermittelten Hintergründe für den Rest der Serie als wichtig erweisen werden, so gesehen: Passt schon.

Fazit: Episodenbild (c) FOX Der deutsche Episodentitel heißt "Gestern und heute" – insgesamt ist die Episode jedoch mehr mit ersterem als mit letzterem beschäftigt. Dabei bietet sie uns einen interessanten Einblick in die Vergangenheit von Lily, Katie und Forest, wobei für mich vor allem die Szenen mit Lilys Vater, wie sie Sergei kennenlernt, Forests Rekrutierung von Katie, sowie der tragische Unfall von Forests Familie, hervorstachen. Aber auch die Einblicke in die Anfänge der Devs-Abteilung fand ich sehr faszinierend. Und nicht zuletzt die Szenen mit den "Überblendungen" stachen für mich hervor. Das "heute" hat bei der fünften Folge allerdings vergleichsweise Pause. Zwar war die Szene, wo Kenton Jamie unter Druck setzt, grundsätzlich durchaus stark, letztendlich ist der Status Quo am Ende hier aber praktisch der gleiche wie vor dem Anruf bei der Polizei in der Folge zuvor – war dem gegenwärtigen Teil der Episode einen etwas überflüssigen Eindruck verleiht. Die Rückblenden hingegen würde ich nicht missen wollen.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 FX/FOX)







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