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The Vigil - Die Totenwache Drucken E-Mail
Solider Horror mit interessanter Thematik Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 17 Oktober 2020
 
Halloween-SPECiAL

 
Come True
Originaltitel: The Vigil
Produktionsland/jahr: USA 2019
Bewertung:
Studio/Verleih: Blumhouse Productions/Wild Bunch Germany
Regie: Keith Thomas
Produzenten: U.a. J.D. Lifshitz, Adam Margules & Raphael Margules
Drehbuch: Keith Thomas
Filmmusik: Michael Yezerski
Kamera: Zach Kuperstein
Schnitt: Brett W. Bachman
Genre: Horror/Thriller
Kinostart Deutschland: 23. Juli 2020
Kinostart USA: 26. Februar 2021
Laufzeit: 89 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Noch nicht erhältlich
Mit: Dave Davis, Menashe Lustig, Malky Goldman, Lynn Cohen, Fred Melamed, Ronald Cohen, Nati Rabinowitz, Moshe Lobel u.a.


Kurzinhalt: Nach einem schweren Schicksalsschlag ist der orthodoxe Jude Yakov Ronen vom Glauben abgefallen – woraufhin er auch aufgehört hat, die Totenwache abzuhalten. Diese sieht vor, die ganze Nacht beim Verstorbenen zu sitzen und Gebete zu sprechen, um der Seele so den Übergang in die Nachwelt zu ermöglichen. Manchmal wird dies von Familienmitgliedern direkt abgehalten, es gibt jedoch auch sogenannte Schimmer, welche diese Aufgabe im Bedarfsfall übernehmen. Nach einem Eklat bei seinem letzten entsprechenden Auftrag hat Yakov jedoch damit aufgehört, Totenwachen abzuhalten. Bis ihn eines Abends sein Freund und Rabbi Reb Shulem darum bittet, eine Ausnahme zu machen. Gerade erst sei ein sehr alter Mann, ein Überlebender der Shoa, verstorben, und dessen Witwe ist weder in der körperlichen noch spirituellen Verfassung, um sich selbst darum zu kümmern. Da Yakov knapp bei Kasse ist, willigt er ein. Die Witwe ist zwar nicht begeistert, als sie ihn erblickt – glaubt sie doch, dass er der Aufgabe nicht gewachsen ist – mangels Alternativen kommt es dann aber doch ihm zu, für Dr. Litvaks Seelenfrieden zu sorgen. Im Verlauf der Nacht muss Yakov jedoch erkennen, dass dieser von einem fürchterlichen Dämon besessen war, der nun nach dessen Tod auf der Suche nach einem neuen Wirtskörper ist. Da kommt ihm der gebrochene, vom Glauben abgefallene Yakov gerade recht…

Review: Szenenbild. Die größte Stärke von "The Vigil – Die Totenwache" liegt im unverbrauchten Setting. Denn während es Horrorfilme rund um den katholischen Glauben wie Sand am Meer gibt, sind entsprechende Beiträge rund um den jüdisch-orthodoxen Glauben Mangelware. Insofern bietet "The Vigil", ganz abseits der Horrorelemente, schon mal einen Einblick in eine Kultur, die im filmischen Bereich doch vergleichsweise wenig beleuchtet wird. Schon allein deswegen fand ich ihn sehr interessant. Doch "The Vigil" spielt nicht einfach nur in dieser Gesellschaft, sondern ist generell, auch was die Horrorelemente betrifft, in der jüdischen Mythologie verankert. Und auch die Shoa spielt hier eine entscheidende Rolle. All dies fand ich sehr faszinierend. Abseits dieser Elemente ist "The Vigil" allerdings zugegebenermaßen jetzt nicht wirklich etwas Besonderes, sondern spielt das übliche, mittlerweile gewohnte Blumhouse-Schema ab. Ein bisschen dichte Atmosphäre hier, ein Schockeffekt da, und insgesamt alles relativ poliert und massentauglich. Das mag man, oder eben nicht.

Ich hebe mir diese Produktionen – zumindest abseits der Beiträge von herausragenden Filmemachern wie Jordan Peele – ja meist eher fürs Heimkino auf (bei "The Vigil" machte ich einerseits zur Unterstützung der Kinokultur und andererseits aufgrund der interessanten Thematik eine Ausnahme), wurde aber dort bislang eigentlich fast immer zumindest solide unterhalten (ja selbst von oftmals gescholtenen Genre-Beiträgen wie z.B. einem "Truth or Dare"). Wenn man mit der Standard-Blumhouse-Produktion weniger anfangen kann bzw. die sich doch teilweise stark wiederholenden Muster inzwischen leid ist, wird einen allerdings wohl auch "The Vigil" weniger ansprechen. Zumal er abseits der interessanten Thematik ja in der Tat nicht wirklich etwas Besonderes ist. Zwar solide gemacht und durchaus mit dem einen oder anderen effektiven Spannungsmoment (insbesondere Yakovs Sichtung des Videos stach für mich hier hervor, aber auch der Showdown wartet mit einzelnen netten Momenten und Ideen auf), dennoch ist Keith Thomas Inszenierung in erster Linie als "routiniert" einzuschätzen. Und dieses routinierte ist generell etwas, was sich durch den ganzen Film zieht. Auch die teils sehr starken Parallelen zu "Der Exorzist" sind – insbesondere rund um den vom Glauben abgefallenen Priester, der hier nun zu eben diesem zurückkehren muss, wenn er einen Dämon besiegen will – nicht von der Hand zu weisen. Insgesamt erzählt "The Vigil" aber eine interessanter Horror-Geschichte auf solide Art und Weise. Die durchwegs guten Darstellerleistungen (wobei für mich neben Dave Davis für mich in erster Linie noch die Witwe, gespielt von der Kino-Veteranin Lynn Cohen, hervorstach) runden den positiven Gesamteindruck dann schließlich ab.

Fazit: Szenenbild. An "The Vigil – Die Totenwache" sticht in erster Linie das vergleichsweise ungebrauchte Setting hervor – denn Horrorfilme, die auf der jüdisch-orthodoxen Mythologie aufbauen, haben ja doch eher Seltenheitswert. Eben dies gab ihm für mich einen ganz eigenen Reiz, und ich fand es sehr interessant, mehr über diesen Glauben zu erfahren. Davon abgesehen ist "The Vigil" aber nicht wirklich etwas Besonderes, und entspricht eher der Blumhouse-Standardware; insbesondere, was die Inszenierung betrifft. Nun heißt "Standard" natürlich nicht zugleich "schlecht", und das ist es auch in diesem Fall nicht, wer jedoch die ewig gleichen Blumhouse-Produktionen langsam aber sicher eher leid ist, der wird wohl auch mit "The Vigil" nicht glücklich werden. Ich hingegen fühlte mich von ihm gut unterhalten, und stellenweise auch angenehm gegruselt.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 Blumhouse Productions)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2020





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