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Devs - 1x02: Sudoku Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) FOX

Originaltitel: Episode 2
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 05. März 2020
Erstausstrahlung D: 26. August 2020
Drehbuch: Alex Garland
Regie: Alex Garland
Besetzung: Sonoya Mizuno als Lily Chan, Nick Offerman als Forest, Jin Ha als Jamie, Zach Grenier als Kenton, Cailee Spaeny als Lyndon, Stephen McKinley Henderson als Stewart, Alison Pill als Katie, Jefferson Hall als Pete, Amaya Mizuno-André als Amaya, Brian d'Arcy James als Anton, Linnea Berthelsen als Jen u.a.

Kurzinhalt: Lily Chans Freund Sergei wurde vor kurzen bei der IT-Firma Amaya, in der sie auch selbst arbeitet, in die streng geheime Devs-Abteilung versetzt. Kurz darauf fehlte von ihm jede Spur – die Sicherheitskameras zeigten nur, wie er das Firmengelände spätnachts verließ. Nun findet man seine – verbrannte – Leiche, und auf dem Videoband ist zu sehen, wie er sich selbst mit Benzin überschüttet und anzündet. Lily ist erschüttert – und kann es einfach nicht glauben. Sergei soll sich selbst umgebracht haben? So kurz, nachdem sein Traum in Erfüllung ging? Als sie sein Handy durchstöbert, stößt sie auf eine verdächtige App. Um diese zu knacken, wendet sie sich an ihren Ex-Freund Jamie. Dieser ist zwar zuerst über ihren Besuch verständlicherweise wenig erfreut – nicht zuletzt, als sie ihn damals für Sergei verließ. Als er jedoch von den so tragischen wie mysteriösen Umständen seines Todes hört, erklärt er sich selbstverständlich dazu bereit, ihr zu helfen. Wie sich herausstellt, spionierte Sergei für die Russen. Lily nutzt dann schließlich die App, um mit Sergeis Kontaktmann Verbindung aufzunehmen…


Review: Episodenbild (c) FOX Bei "Willkommen bei Devs" war ich wie gesagt mit Spoilern vorsichtig, und bin vor allem auch auf den großen Twist in der Mitte der Folge nicht näher eingegangen – einfach, damit auch jene, die sich mit meinem Review einfach mal nur einen ersten Eindruck von der Serie verschaffen wollten, sie dennoch so unvorbereitet wie möglich ansehen können. Ab sofort wird jedoch wieder hemmungslos gespoilert (also, natürlich immer nur, soweit es den Stand der jeweiligen Folge betrifft; Dinge, die später passieren, werden selbstverständlich nicht vorweg genommen). Insofern möchte ich kurz nochmal zur ersten Folge zurück: Der dortige Tod von Sergei hat mich eiskalt erwischt; den sich dadurch vollziehenden Perspektivwechsel hin zu Lily Chan hatte ich in dieser Form nicht erwartet, fand es aber sehr cool, dass es der Folge gelang, mich auf diese Weise zu überraschen. Insofern rückt hier nun eben Lilys Handlungsstrang in den Mittelpunkt des Geschehens, die versucht, herauszufinden, was mit Sergei passiert ist. Dies zwingt sie auch dazu, sich dem einen oder anderen Geheimnis zu stellen, dass dieser vor ihr verborgen hatte – nicht zuletzt, dass er für die Russen Industriespionage betrieb.

Eben diesen Handlungsstrang fand ich sehr spannend und interessant. "Devs" zeigt hier sehr schön, dass es eben auch sehr gut funktionieren kann, wenn die Figuren nach Antworten suchen, die dem Zuschauer bereits bekannt sind (wie eben, was mit Sergei passiert ist). Weil im Wissen, dass man bei Amaya alles dafür tun wird, das Geheimnis zu bewahren, beginnt man sich wenn Lily nachzuforschen beginnt doch unweigerlich um sie Sorgen zu machen. Zugleich gibt es aber natürlich auch noch genug Dinge, die wir selbst noch nicht wissen, und zusammen mit Lily erfahren – wie eben z.B. was seine Tätigkeit für die Russen betrifft. Das Treffen mit seinem Kontaktmann (bei "The Battery" – noch dazu wunderschön [und für San Francisco typisch] in Nebel getaucht) verlief dementsprechend spannend, wobei ich generell sagen muss, dass mir der sehr bodenständige und irgendwie auch realistisch wirkende Ansatz gefiel. Sergeis russischer Kontaktmann wirkt aufrichtig, und sieht es halt einfach als Geschäft – für das er nun Lily zu gewinnen hofft. Nicht minder gut gefiel mir dann die abschließende Szene, wo sich der Sicherheitschef von Amaya, der Lily beschattete, mit ihm traf, und versucht, ihm das auszureden. Klar hat Anton letztendlich Recht wenn er meint, dass er Lily als Druckmittel verwendet, um die Russen dazu zu bewegen, ihre Bemühungen aufgeben. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass es Kenton lieber wäre, könnte er Lilys Leben verschonen. Das ist mehr Wertschätzung für das Leben einer anderen, unschuldigen Person, als dies Mitarbeitern einer zwielichtigen Organisation sonst zeigen dürfen. Gleiches gilt übrigens auch für Firmenchef Forest, der ob Sergeis Tod, so unvermeidlich er auch gewesen sein mag, schwer erschüttert war, und auch nach wie vor ist. Sein Angebot an lily zu Beginn, wenn auch natürlich teilweise aus Schuldgefühlen resultierend, wirkte jedenfalls aufrichtig. Last but not least ist es "Devs" am Ende ein weiteres Mal gelungen, mich zu überraschen; ich hätte wetten können, dass Lily Antons Angebot annimmt und den Sessel zum Fenster rückt. Irgendwie erwartet man sich das von so einer Serie halt einfach, und nicht zuletzt erscheint es in gewisser Weise notwendig, damit die Geschichte weitergeht. Stattdessen klebt sie ein "Fuck You" an die Scheibe. Cool!

Episodenbild (c) FOX Last but not least erhalten wir bei "Sudoku" auch langsam einen besseren Eindruck davon, was genau in der Devs-Abteilung denn eigentlich vor sich geht. Nun konnte man bereits vermuten, dass es etwas mit Sergeis Programm zu tun hat, dass er Forest zu Beginn der ersten Folge vorstellte, nur halt auf einer weitaus größeren Ebene. Dennoch fand ich die betreffenden Einblicke hier sehr cool. Der Quantencomputer soll also nun erstmal die Vergangenheit "extrapolieren", und das mit 100%iger Akkuranz. Vermutlich ein erster Schritt, ehe man sich daran macht, zu versuchen, die Zukunft zu prognostizieren?! Insgesamt hat mir jedenfalls auch "Sudoku" wieder sehr gut gefallen, wenn sie vielleicht auch nicht mehr ganz so stark war, wie der Serienauftakt. Es gab aber leider auch einen ganz wesentlichen Kritikpunkt, der mir die Folge – insbesondere dann das Finale – doch ein klein wenig verdorben hat, und der ist das mehrmals angespielte Lied "Congregation" von Low. Ganz zu Beginn war's ja noch ok. Nicht unbedingt mein Geschmack, aber in diesem hochemotionalen Moment entstand durch dieses irgendwie sehr kühl-nüchterne Lied doch irgendwie ein netter Kontrast. Auf die Wiederholung am Ende hätte ich dann aber doch lieber verzichtet. Das Lied wurde sehr schnell sehr fad, mit der sich ständig wiederholenden Melodie, und dem ewig gleichen Text. Ich fand das zuerst einschläfernd, und schließlich nervig. Ne, sorry, nicht meins.

Fazit: Zwar war "Sudoku" insgesamt schon eine Spur schwächer als der Staffelauftakt; und zum Ende hin drohte mir "Congregation" von Low mit der öden Melodie und dem repetitiven Text echt den letzten Nerv zu rauben. Insgesamt hat mir aber auch die zweite Folge wieder sehr gut gefallen. Neben der optisch wieder überaus netten Inszenierung, dem Soundtrack und den Sets/Locations hatte es mir nicht zuletzt der Aufbau der Geschichte angetan. Teilweise haben wir gegenüber den Figuren, insbesondere Lily Chan, einen Informationsvorsprung, anderes finden wir wiederum zusammen mit ihr heraus. Beides trägt letztendlich zur Spannung bei, welche die Episode verströmt. Mir gefällt zudem, wie ambivalent man Figuren wie Forest oder auch Kenton zeichnet. Und mit Lilys Entscheidung am Ende ist es Alex Garland nach dem überraschenden Tod von Sergei in der Mitte der ersten Folge gleich noch einmal gelungen, mich zu überraschen, weil das hatte ich eben genau nicht erwartet. Zusammen mit ein paar Andeutungen/Hinweisen dahingehend, was genau in der Devs-Abteilung vor sich geht, hat mir auch "Sudoku" wieder sehr gut gefallen.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 FX/FOX)







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