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Brahms – The Boy II Drucken E-Mail
Unnötiges Sequel zum Puppen-Horror Kategorie: Filme - Autor: Marcel Wetzel - Datum: Freitag, 21 Februar 2020
 
 
Brahms - The Boy II
Originaltitel: Brahms: The Boy II
Produktionsland/jahr: USA 2020
Bewertung:
Studio/Verleih: Lakeshore Entertainment/Capelight Pictures
Regie: William Brent Bell
Produzenten: U.a. Matt Berenson, Roy Lee & Gary Lucchesi
Drehbuch: Stacey Menear
Filmmusik: Brett Detar
Kamera: Karl Walter Lindenlaub
Schnitt: Brian Berdan
Genre: Horror/Thriller
Kinostart Deutschland: 20. Februar 2020
Kinostart USA: 21. Februar 2020
Laufzeit: 86 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Noch nicht verfügbar
Mit: Katie Holmes, Owain Yeoman, Christopher Convery, Ralph Ineson, Anjali Jay, Oliver Rice u.a.


Kurzinhalt: Seit die Mutter in ihrem schicken Haus in der Großstadt bei einem Einbruch fast getötet wurde leidet Jude, der junge Sohn der Familie, an psychischen Problemen. Um ihm bei der Bewältigung zu helfen entschließt sich die junge Familie der Großstadt Lebewohl zu sagen und stattdessen die Ruhe des englischen Landlebens in Anspruch zu nehmen. Ein passendes Haus ist auch schnell in Form des Heelshirewohnsitzes gefunden, welches die dreiköpfige Familie bezieht, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was sich dort in der Vergangenheit zugetragen hat. Bereits kurz nach dem Einzug erkundet Jude das Anwesen und entdeckt dabei eine vergrabene Puppe, die er mit nach Hause nimmt und als neuen Spielgefährten adoptiert. Da sich Judes Probleme durch den Umgang mit Brahms, wie er die Puppe nennt, signifikant bessern, sind die Eltern damit einverstanden diese zu behalten. Als die Mutter jedoch von den Ereignissen der Vergangenheit erfährt, erkennt sie, dass es vielleicht nicht die beste Idee war die Puppe als neues Familienmitglied aufzunehmen. Zunehmend scheint Brahms ein bedrohliches Eigenleben zu entwickeln und es ist ungewiss, ob die Mutter ihre Familie noch vor seinen dunklen Absichten retten kann…

Review: Szenenbild. "Brahms: The Boy II" ist der Nachfolger des 2016 erschienenen ersten Teils "The Boy", welcher trotz eines vergleichsweisen geringen Budgets an den Kinokassen weltweit rund 74 Millionen Dollar einspielte und so für die Macher unter dem Strich finanziell zu einem Erfolg wurde. Klar, dass diese gern nochmals an den Erfolg des Films anknüpfen wollen. Und so kommt nun also das Sequel in die Kinos, welches die Geschichte um die Porzellanpuppe Brahms weiterführen soll. Doof nur, wenn der erste Teil die Geschichte um die Gruselpuppe ohne mögliche Hintertür eigentlich schon komplett beendet hat. Was macht man also als Produzent, wenn man in dessen Fahrwasser noch einmal einen Erfolg feiern möchte? Genau. Man erfindet eine völlig abstruse Geschichte um den ungelenken Hauptprotagonisten, die mit dem ersten Teil so gut wie gar nichts mehr zu tun hat. Dabei soll an dieser Stelle nicht tiefer auf die Story des ersten Films eingegangen werden, Gruselfilminteressierte können und sollten hier durchaus einen Blick riskieren.

Dennoch sei gesagt, dass "The Boy" wohl deswegen verhältnismäßig erfolgreich war, weil er einige neue Ideen im Repertoire hatte, die bis dato im Horrorgenre zumindest noch nicht komplett ausgelutscht waren – im Gegensatz zu seinem nunmehr erschienenen Nachfolger. Während das Produzentenduo William Brent Bell und Stacey Menear mit dem Ursprungswerk insgesamt einen recht soliden Horrorstreifen mit dem ein oder anderen, zumindest meinerseits, unerwarteten Twist ablieferten, läuft "Brahms – The Boy II" jetzt auf einen "verfluchte Puppe" Film hinaus, den es so oder etwas anders schon viel zu oft zu sehen gab. Schade eigentlich, da zumindest Regisseur Brent Bell mit den Werken "Devil Inside" und "Stay Alive" in der Vergangenheit Erfahrung im Gruselgenre sammeln konnte und wissen sollte, welche Knöpfe man bei einem solchen Film zu drücken hat, um das Publikum zumindest einigermaßen mitzunehmen. Der Einsatz von Jumpscares, nach den Vorstellungen von Filmemachern scheinbar immer noch eine simple wie effektive Möglichkeit zumindest irgendeine Reaktion beim Publikum hervorzurufen, wie hier, gehört jedenfalls nicht dazu, sondern fängt alsbald an zu nerven. Über die mittelmäßig interessante Handlung kann auch die durchaus zumeist passende Besetzung des Films nicht hinwegtrösten. Katie Holmes als Liza spielt hier, genau wie Owain Yeoman als Sean, die ihnen angedichtete Rolle solide herunter und auch Sohn Jude, verkörpert durch Christopher Convery, passt in die Rolle des eigentümlichen Außenseiters, auch wenn er zumindest bei mir kein bisschen Sympathie hervorrufen konnte. Einzig der eigenbrötlerische Charakter Joseph (Ralph Ineson) hat für mich von Anfang an irgendwie nicht in die Geschichte passen wollen, was allerdings wohl eher an dem flachen Charakter an sich, dessen "Aufgabe" in der Story recht schnell klar wird, denn an der schauspielerischen Leistung des Darstellers liegen dürfte.

Fazit: "Brahms – The Boy II" ist ein austauschbarer Gruselstreifen, in dessen Mittelpunkt wie beim ersten Teil eine alte Porzellanpuppe steht, die ein Eigenleben zu entwickeln scheint und beginnt ihr Umfeld zu terrorisieren. Die Rollen sind zwar passend besetzt, allerdings kann auch das nicht über die einfallslose Story hinwegtrösten, bei der, wenn überhaupt, nur kurz so etwas wie Gruselstimmung aufkommt, nämlich immer dann, wenn gerade der nächste Jumpscare vorbereitet wird. Kann man sich vielleicht später bei einem Anbieter seiner Wahl streamen oder per Blu-Ray ins Haus holen. Ein Kinobesuch ist hier auch für Fans des ersten Teils nicht unbedingt notwendig.

Wertung:4 von 10 Punkten
Marcel Wetzel
(Bilder © 2020 Capelight Pictures)





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