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The Expanse - 4x05: Zwischen den Fronten Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) SyFy

Originaltitel: Oppressor
Episodennummer: 4x05
Bewertung:
Erstausstrahlung USA: 13. Dezember 2019
Erstausstrahlung D: 13. Dezember 2019
Drehbuch: Daniel Abraham & Ty Franck
Regie: Jeff Woolnough
Hauptdarsteller: Steven Strait als James Holden, Cas Anvar als Alex Kamal, Dominique Tipper als Naomi Nagata, Wes Chatham als Amos Burton, Frankie Adams als Bobbie Draper, Cara Gee als Camina Drummer, Shohreh Aghdashloo als Chrisjen Avasarala.
Gastdarsteller: Burn Gorman als Adolphus Murtry, Kris Holden-Ried als Coop, Rosa Gilmore als Dr. Lucia Mazur, Lyndie Greenwood als Dr. Elvi Okoye, Jess Salgueiro als Chandra Wei, Adriana Crivici als RCE Guard #3, Bola Aiyeola als Older Voter, Bradley Gordon als Kellan, Christian Potenza als Mason, Daniel Chichagov als Young Voter #2, Daniyah Ysrayl als Young Voter #1, Deney Forrest als Secret Service Agent, Jarret Wright als RCE Guard Liam, Justin Michael als Carriere Angeletti, Lily Gao als Nancy Gao, Madison Walsh als Campaign Manager, Michael Benyaer als Arjun, Michael Brown als Lt. Lipson, Nabeel El Khafif als Scotty, Patti Kim als Carol Chiwewe, Ryan Hollyman als UN Admiral #1, Ryan Turner als RCE Guard Eugene, Steven McCarthy als Jakob, Tim Masterson als George Cantor, Vicki Kim als Avasarala's Aide #2, Zach Smadu als Fayez u.a.


Kurzinhalt: Als der Leiter der RCE-Söldner einzelne Terroristen exekutieren lässt, und ein paar Siedler daraufhin einige aus seinem Team als Geiseln nehmen, droht die Lage auf Ilus endgültig zu eskalieren. Holden versucht verzweifelt, beide Seiten zu beschwichtigen, und vor allem auch Murtrys geplantem Einsatz von Gas doch noch ab zuwenden. Zumal ihm bewusst ist, dass beide Parteien in Wahrheit vor einem viel größerem Problem und einer noch größeren Herausforderung stehen – und, falls es nicht gelingen sollte, die Gefahr durchs Protomolekül zu bannen, die Frage, wer Ilus besiedeln darf, schon bald eine akademische werden könnte. Um die Gürtler davon zu überzeugen, dass sie die Siedlung zumindest kurzfristig verlassen müssen, greift Holden auf seine Geheimwaffe zurück: Die Wahrheit. Doch wird man ihm glauben? Währenddessen kämpfen Naomi und Alex an Bord der Rocinante um das Leben von Dr. Lucia Mazur – die sie wiederum darum bittet, sie einfach sterben zu lassen. Und auf der Erde bereitet sich die amtierende UN-Generalsekretärin auf die erste öffentliche Debatte mit ihrer Herausforderin Nancy Gao vor. Dann wird sie jedoch just zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aufgrund einer akuten Krise fortgerufen: Denn ein Schiff der Gürtler droht in Kürze auf die Erde zu prallen…

Review: Episodenbild (c) SyFy Nachdem sie letzte Woche Sendepause hatte, kehrt Chrisjen Avasarala hier nun wieder zurück, um sich in einer ersten Debatte ihrer Herausforderin Nancy Gao zu stellen. Dies litt ein bisschen darunter, dass man sich in der Serie der (Gesellschafts-)Politik der Erde noch nicht groß gewidmet hat (ich vermute, das wird in den Büchern viel tiefergehender thematisiert?), und auch hier in einer der entscheidenden Streitfragen rund um die gebotenen Chancen und das Auswahlverfahren nur einen oberflächlichen Eindruck vom System gewinnen, das hier auf dem Prüfstand steht. Ich persönlich hatte jedenfalls nicht den Eindruck, schon genug Informationen zu bekommen, um mir eine Meinung zu bilden, und dafür für Chrisjen oder eben Nancy in dieser Frage klar Stellung zu beziehen. Wobei die Diskussion letztendlich ohnehin eher auf die Frage der Kolonialisierung der Ringplaneten hinausläuft, und was das betrifft, weiß ich offen gestanden (ebenfalls) selbst noch nicht, wie ich dazu stehe. Auf der einen Seite sind die Welten natürlich sehr verlockend. Andererseits, wenn das Protomolekül auf allen davon sein Unwesen treibt, könnten sie eine größere Gefahr darstellen, als Chance – und das für alle Welten/Systeme.

Insgesamt litt die Debatte aber ein bisschen darunter, dass ich keinen sonderlich guten Eindruck davon habe, wofür Nancy Gao genau steht – und daher weder, zu welchem der beiden ich halten soll, noch, was droht, falls eine von ihnen beiden gewinnt bzw. verliert. Weshalb ich ihre Diskussion hier erstmal mit noch eher unbeteiligtem Interesse verfolgte – was aus dramaturgischer Sicht jetzt nicht unbedingt optimal ist. Ich hoffe, hier bessert die zweite Hälfte der Staffel noch nach. Dafür hätte eine andere Stelle von etwas mehr Unklarheit und Ambivalenz profitiert. Aus meiner Sicht ist nämlich zu eindeutig, dass die Sojorner tatsächlich eine Gefahr für bzw. einen Anschlag auf die Erde darstellt – was es dem Zuschauer aus meiner Sicht etwas gar zu leicht macht, sich auf die Seite von Avasarala zu schlagen, bzw. zu wissen, dass sie hier die richtige Entscheidung getroffen hat. Ein bisschen mehr Zweifel und Unsicherheit wäre nett gewesen – und hätte es auch leichter gemacht, sich in Avasarala selbst hineinzuversetzen, bei diesem schweren Dilemma. Immerhin zeigte die Szene aber jedenfalls und zweifellos auf, dass sich Chrisjen nicht davor scheut, harte, schwierige Entscheidungen zu treffen – und dass sie sich im Zweifelsfall immer für die Interessen der Erde entscheiden wird (was als Generalsekretärin der UN nicht einfach nur legitim, sondern genau genommen ja eben auch ihre Aufgabe ist). Insgesamt mögen zwar die beiden großen Szenen auf der Erde nicht optimal gewesen sein, waren aber bislang so ziemlich das Beste, was uns in dieser Staffel auf "dieser" Seite des Rings geboten wurde.

Episodenbild (c) SyFy Mehr noch als davon profitiert "Zwischen den Fronten" allerdings davon, dass hier die Story auf Ilus wieder stärker ins Zentrum rückt. Der einzige Haken dort ist mein zunehmender Zynismus, bzw. meine "Selber Schuld"-Mentalität. Man nehme den Brexit: Ich bedaure diese Entscheidung, und bin mir auch sicher, dass sie für viele Briten negative Folgen haben wird. Aber: Es war nun mal ihre Entscheidung. So wie es die Entscheidung der Amerikaner war, Trump zu wählen (zumindest in ausreichendem Ausmaß, um ihm aufgrund eines zweifelhaften Wahlsystems den Sieg zu ermöglichen), und wir in Österreich uns vor ein paar Jahren Türkis-Blau selber eingebrockt haben. Wenn's die Mehrheit der Leute so will, ist es nun mal so – und haben sie halt auch mit den negativen Auswirkungen "ihrer" Wahl zu leben. Was uns nun zu "Zwischen den Fronten" bringt: Es ist überaus löblich, wie sich Holden hier bemüht, die Gürtler davon zu überzeugen, wie gefährlich der Planet ist, und dass sie die Siedlung evakuieren müssen. Aber, ganz ehrlich: Wenn er ihnen die Wahrheit sagt, sein Möglichstes tut, seine Worte mit Beweisen zu untermauern, und sie trotzdem an eine Verschwörung glauben und bleiben wollen – dann sollen sie halt bleiben. Das ist, so hart es klingt, nicht "sein" Problem. Man kann andere nun mal nicht zu ihrem Glück zwingen.

Es ist überaus löblich, wie Holden sie nicht und nicht aufgibt, und darum kämpft, sie zu überzeugen und zu beschützen. Er ist somit wohl ein besserer Mensch, als ich es in dieser Situation wäre (mir ist Naomis Einstellung – die ihm ja ebenfalls klar zu machen versucht, dass er niemanden dazu zwingen kann, die Siedlung zu verlassen, und es nun mal letztendlich die Entscheidung jedes einzelnen Gürtlers ist – definitiv näher), und sein Enthusiasmus und seine Einsatzbereitschaft passen nicht nur zu seinem Charakter, sondern sind vor allem auch vorbildlich, und zumindest ein bisschen ansteckend. Aber es bedeutet halt dennoch, dass ich aufgrund dieser zynischen Stimme im Hinterkopf in diesen Szenen nicht ganz so mitgefiebert habe, wie das die Macher wohl hofften. Davon abgesehen war die Story auf Ilus aber wieder einmal sehr packend umgesetzt. Seit der Ankunft der RCE-Truppen bzw. dann eben auch Holden und seiner Crew, hat man im Verlauf der ersten Staffelhälfte die Spannungsschraube immer weiter angezogen, folgte ein Ereignis auf das nächste, welches drohte, die Lage endgültig eskalieren zu lassen. Ein rachsüchtiger und selbst an seinem besten Tag gewaltbereiter Murtry ist in dieser angespannten Situation so ziemlich das Letzte, was du brauchst; da kannst du genauso gut ein Streichholz hineinwerfen. Holden tut sein Bestes, um zu verhindern, dass er seinen kaltblütigen Plan durchzieht, und hat hier zumindest vorerst Erfolg. Doch selbst wenn es gelingen sollte, kurzzeitig eine Art Waffenstillstand auszuverhandeln, ist die Frage, ob es gelingt, beide Seiten durch die anstehende Krise zu führen – und vor allem auch, wie es danach weitergehen soll und wird (vorausgesetzt, es ist überhaupt noch ein Planet da, den man besiedeln kann).

Episodenbild (c) SyFy Und auch die Story auf der Rocinante, rund um Dr. Mazur, fand ich klasse. Gleich zu Beginn der Folge gibt es den Flashback zum Anschlag, wo wir auch erfahren, dass letztendlich sie es war, die den Unfall ausgelöst hat (auch wenn sie dies natürlich nie beabsichtigte; aber sobald du bei so einer Aktion mitmachst, bist du halt automatisch dafür [mit-]verantwortlich, wenn etwas schief läuft). Auch hier setzt "The Expanse" den für die Serie so typischen Weg fort, interessante, vielschichtige, ambivalente Figuren zu präsentieren, die eben nicht eindeutig Schwarz oder Weiß sind. Ja, Lucia hat einen schrecklichen Fehler begangen, der vielen Menschen das Leben kostete. Doch gerade auch die Art und Weise, wie sie hier nun offenkundig darunter leidet, macht halt eben – gerade auch im Vergleich zu einem Murtry – den Unterschied aus. Ihre Schuldgefühle und der damit einhergehende Todeswunsch führen dann zur schönen Szene mit Naomi, wo diese ihre eigene Vergangenheit aufrollt. Gut, ok, der Spruch "Alles was wir getan haben ist, dir ein bisschen mehr Zeit zu verschaffen. Was du damit anfangen willst, entscheidest du." war zwar schon ein bisschen sehr "Gandalf" – aber ich halte den Gedanken für wichtig genug, dass man ihn ruhig von Zeit zu Zeit wiederholen kann. So oder so, war das ein wirklich starker Moment, und von beiden auch phantastisch gespielt.

Fazit: Die Länge des Reviews macht es schon deutlich: Bei "Zwischen den Fronten" war einiges los. Zwar hat mich nicht alles begeistert, und blieb manches etwas hinter den Möglichkeiten zurück. So weiß ich beim Präsidentschaftswahlkampf zu wenig darüber, wofür beide Kandidatinnen stehen, was sie ändern/machen wollen, und damit eben auch, zu dem ich denn eigentlich halten soll (und was droht, wenn vielmehr die Konkurrentin gewinnt). Bei der Szene rund um den potentiellen Angriff auf die Erde wäre es zudem schön gewesen, wenn aus Zuschauer-Sicht nicht ganz so klar gewesen wäre, dass es sich hier eben auch wirklich um eine Bedrohung handelt. Und so löblich ich Holdens Vorgehen auch finde, aber die Szenen auf Ilus litten unter meiner von Jahr zu Jahr stärker werdenden, zynischen Ader, die der Ansicht ist, dass wenn sich Leute eine gewisse Suppe einbrocken, sie diese halt nun mal auch auslöffeln müssen. Was nicht heißt, dass mich sein sehr idealistisches Vorgehen nicht beeindruckt hat. Noch mehr als das gefiel mir aber, wie sich die Spannung auf Ilus wieder verdichtete, und die Situation zunehmend kurz vor der Explosion zu stehen schien. Und auch alles rund um Dr. Mazur an Bord der Rocinante war stark. Wie gesagt, "Zwischen den Fronten" war sicher nicht perfekt und blieb da und dort hinter den Möglichkeiten zurück –stellte aber im Vergleich mit den letzten beiden, eher mittelmäßigen, Episoden definitiv wieder eine Steigerung dar.

Wertung: 3.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 Amazon Prime)








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