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Knives Out - Mord ist Familiensache Drucken E-Mail
Ein Krimi in bester Agatha Christie-Tradition Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 10 Januar 2020
 
 
Knives Out
Originaltitel: Knives Out
Produktionsland/jahr: USA 2019
Bewertung:
Studio/Verleih: T-Street/Lionsgate/Universum Film
Regie: Rian Johnson
Produzenten: U.a. Ram Bergman & Rian Johnson
Drehbuch: Rian Johnson
Filmmusik: Nathan Johnson
Kamera: Steve Yedlin
Schnitt: Bob Ducsay
Genre: Krimi/Komödie
02. Januar 2020
Kinostart USA: 27. November 2019
Laufzeit: 130 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Daniel Craig, Christopher Plummer, Ana de Armas, Jamie Lee Curtis, Don Johnson, Chris Evans, Michael Shannon, Toni Collette, LaKeith Stanfield, Katherine Langford, Jaeden Martell, Riki Lindhome, Edi Patterson, Frank Oz, K Callan, Christopher Plummer u.a.


Kurzinhalt: Gerade erst hat der Oligarch Harlan Thrombey mit seiner großen Familie seinen 85. Geburtstag gefeiert, tags darauf findet ihn die Haushälterin tot auf dem Sofa liegend vor. Da das Obergeschoss von innen abgesperrt war, geht die Polizei – trotz der ungewöhnlichen Methode, wird Thrombey doch mit aufgeschnittener Kehle gefunden – von einem Selbstmord aus. Dann jedoch wird der Privatdetektiv Benoit Blanc von einer anonymen Person damit beauftragt, den Todesfall näher zu untersuchen. Er beginnt darauf, alle an diesem Abend Anwesenden nacheinander zu befrage, und findet schon bald heraus, dass so ziemlich jeder aus seiner Familie einen Grund hatte, um auf ihn sauer zu sein – und damit auch ein Motiv, ihn zu ermorden. Nun stellt sich allerdings die Frage, wer von ihnen dazu denn auch Gelegenheit hatte – und wie die Person es genau angestellt hat…

Review: Szenenbild. Ich bin ja großer Krimi-Fan, und finde es dementsprechend schade, dass das Genre im Kino schon immer eher ein Schattendasein fristete. Klar, es gibt und gab schon immer Ausnahmen, wie z.B. die Poirot-Verfilmungen mit Peter Ustinov (von denen in weiterer Folge allerdings auch einige gleich direkt fürs Fernsehen produziert wurden), sowie vor etwas mehr als einem Jahr die "Mord im Orient-Express"-Neuauflage von und mit Kenneth Branagh. Grundsätzlich sind Krimis aber – leider – eher was fürs Fernsehen. Insofern war ich schon allein deshalb, weil es hier endlich mal wieder einen Vertreter im Kino zu Genießen gab, schon seit Monaten auf diesen Film sehr gespannt. Mehr noch, als es sich nicht etwa um die Verfilmung eines bekannten Stoffes handelt, sondern vielmehr eine völlig neue Geschichte erzählt wird (wenn sich dieser auch, schon allein mit seinem Setting in der feineren, reichen Gesellschaft, sowie den teils herrlich schrulligen Figuren, definitiv in bester Agatha Christie-Tradition bewegt). Rian Johnson hat zudem bereits mit "Brick" bewiesen, dass er ein Gespür für Krimis hat. Und die hochkarätige Besetzung tat ihr Übriges, um meine Vorfreude auf "Knives Out" anzustacheln.

So wurde "Knives Out" dann auch mein erster Kinobesuch im neuen Jahr – und besser hätte ich eigentlich gar nicht ins neue Filmjahr starten können. Trotz einer hohen Erwartungshaltung, die sich nicht zuletzt aus den positiven bis richtiggehend überschwänglichen Reaktionen aus Übersee ergab, gelang es "Knives Out", mich nicht zu enttäuschen. Über den Plot an sich sei an dieser Stelle natürlich nichts verraten, aber sagen wir einfach, dass dieser – wie es sich für solch einen Krimi ja auch gehört – einige interessante und unerwartete Haken schlägt. So erfahren wir z.B. schon unerwartet früh, was sich in dieser schicksalhaften Nacht zugetragen hat (was dem Film, trotz aller offenkundiger Anleihen an Agatha Christie, dann auch ein bisschen einen "Columbo"-Touch verleiht). Nun könnte man meinen, dass dies dem Film irgendwie an Reiz genommen hätte, aber ganz im Gegenteil, fand ich doch, dass er genau genommen erst ab diesem Punkt so richtig aufdrehte. Neben dem wirklich großartig ausgeklügelten Fall an sich stechen auch die herrlichen, teils schrulligen Figuren hervor (schon allein die Großmutter war köstlich!), die zudem von der hochkarätigen DarstellerInnenriege wunderbar verkörpert wird (wobei sich Ana de Armas dabei bald als das Herz und die Seele des Films erweist). Zugegeben, das eine oder andere bekannte Gesicht bekommt hier nicht ganz so viel zu tun, wie man das vielleicht erwarten würde, letztendlich sehe ich aber auch dies insofern positiv, als es die Story umso vorhersehbarer macht. Eines der größten Probleme von Krimi-Serien ist ja das sogenannte Gaststar-Syndrom, weil in 98% der Fälle das bekannteste Gesicht unter den Gaststars der Mörder ist – was "Knives Out" eben durch diese Herangehensweise sehr effektiv aushebelt.

Szenenbild. Überaus positiv machte sich zudem die starke gesellschaftspolitische Komponente des Films bemerkbar, will "Knives Out" doch nicht nur einfach einen spannenden Krimi erzählen, sondern hat dabei auch etwas zu sagen. Nicht zuletzt auch deshalb konnte mir das Ende dann ganz besonders gut gefallen. Vor allem aber ist der Film, nicht zuletzt dank zahlreicher gelungener Gags und amüsanter Einlagen, durchgehend unterhaltsam – bei einer Laufzeit von knapp über zwei Stunden keine Selbstverständlichkeit. Lediglich drei Kritikpunkte verhindern für mich die Höchstwertung: Daniel Craigs ungewohnter amerikanischer Akzent (nicht, dass dieser nicht überzeugend sei, aber irgendwie hat es mich leider doch eher irritiert) – was aber natürlich nur in der Originalfassung ein Thema ist – eine etwas unlogisch wirkende Entwicklung zum Ende hin, sowie ein ganz bestimmter Punkt im Hinblick auf die Auflösung – wobei ich die letzteren beiden hier aus Spoilergründen nicht näher erörtern kann. Trotz dieser kleinen Mankos ist "Knives Out" für mich aber das erste große – und ausgesprochen frühe – Highlight des heurigen Kinojahres!

Fazit: Mit "Knives Out – Mord ist Familiensache" präsentiert Rian Johnson einen Krimiblockbuster mit sozialem Gewissen, der sich in bester Tradition der Krimis von Agatha Christie bewegt, dabei jedoch trotzdem frisch und modern daherkommt, und mit einigen netten Ideen und Innovationen aufwarten kann. Auf diese Weise vermischt Rian Johnson das Altbekannte und das Neue zu einer so unvergleichlichen wie unwiderstehlichen Mischung, die nicht nur Krimi-Fans bestens unterhalten sollte. Der Plot kann – erwartungsgemäß – mit einigen netten Twists aufwarten, und drehte für mich vor allem nach einer ganz bestimmten Rückblende zu dieser schicksalhaften Nacht dann ganz besonders auf. Aber auch davor bot "Knives Out", nicht zuletzt dank der hochkarätigen Besetzung sowie dem immer wieder eingestreuten, auflockernden Humor, beste Krimi-Unterhaltung. Jedenfalls: Nach diesem Film hoffe ich noch mehr als je zuvor, dass aus Rian Johnsons geplanter "Star Wars"-Trilogie nichts wird; nicht etwa, weil mir "Die letzten Jedi" nicht gefallen hätte, sondern vielmehr, weil es mir weitaus lieber wäre, wenn er sein beachtliches Talent, statt es in einer weit, weit entfernten Galaxis zu verschwenden (wo man es noch dazu ja ohnehin nicht zu schätzen weiß), vielmehr für weitere Filme im Stile von "Knives Out" nutzten würde.

Wertung:9 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2020 Universum Film)





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