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Body Snatchers - Angriff der Körperfresser Drucken E-Mail
Solide, aber ohne neue Ideen Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 03 Dezember 2019
 
Advents-SPECiAL

 
Body Snatchers
Originaltitel: Body Snatchers
Produktionsland/jahr: USA 1993
Bewertung:
Studio/Verleih: Dorset Productions/Warner Bros.
Regie: Abel Ferrara
Produzenten: U.a. Robert H. Solo & Michael Jaffe
Drehbuch: Raymond Cistheri & Larry Cohen, nach dem Roman von Jack Finney
Filmmusik: Joe Delia
Kamera: Bojan Bazelli
Schnitt: Anthony Redman
Genre: Horror/Science Fiction
Kinostart Deutschland: 07. Oktober 1993
Kinostart USA: 18. Februar 1994
Laufzeit: 87 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: DVD
Mit: Gabrielle Anwar, Terry Kinney, Meg Tilly, Reilly Murphy, Billy Wirth, Christine Elise, R. Lee Emrey, Kathleey Doyle, Forest Whitaker u.a.


Kurzinhalt: Ein paar Jahre nach dem Tod ihrer Mutter hat Martis Vater Steve erneut geheiratet, wobei Carol ihrerseits einen Sohn aus früherer Ehe mitbringt. Zusammen zieht man in die Nähe einer abgelegenen Militärbasis in Alabama, wo Steve in Zukunft arbeiten und das Militär bei einem streng geheimen Projekt unterstützen soll. Sie sind noch nicht einmal zu Hause eingetroffen, da wird Marti auf einer Tankstelle schon von einem scheinbar Wahnsinnigen angesprochen, der sie davor warnt, ja nicht einzuschlafen, und dass die meisten auf der Basis nicht diejenigen wären, die sie zu sein scheinen. Später wird Steve von einem General ebenfalls auf diese zunehmend um sich greifenden paranoiden Wahnvorstellungen angesprochen. Offenbar kommt es zuletzt häufig vor, dass Personen ihre Liebsten nicht mehr erkennen, und vielmehr behaupten, diese wären durch Doppelgänger ausgetauscht worden. Wenig später behauptet auch Martis kleiner Stiefbruder Andy eben dies im Hinblick auf ihre Mutter Carol. Anfangs will ihm niemand glauben. Dann jedoch wacht Marti zufällig gerade auf, als der Parasit dabei war, eine Doppelgängerin von ihr selbst anzufertigen. Zusammen mit Andy und ihrem Vater verlässt sie das Haus – nur um zu erkennen, dass die Basis mittlerweile fast vollständig von den außerirdischen Parasiten übernommen wurde…

Review: Szenenbild. "Body Snatchers" ist die mittlerweile dritte Verfilmung des 1955 veröffentlichten, gleichnamigen Romans von Jack Finney. Der bereits 1956 entstandene "Die Dämonischen" machte sich dabei erfolgreich die damalige Kommunismus-Paranoia zu Nutze, und profitierte vor allem auch von Don Siegels stimmungsvoller Inszenierung. Sogar noch besser fand ich dann Philip Kaufmans Variante, "Die Körperfresser kommen", der die Geschichte von der Klein- in die Großstadt verlagerte, und an dem vor allem das düstere Ende hervorstach. Rund 15 Jahre später sah Abel Ferrara, zu diesem Zeitpunkt in erster Linie für "King of New York" und "Bad Lieutenant" bekannt, die Zeit für ein weiteres Update gekommen. Leider aber fehlten ihm dabei aus meiner Sicht die neuen Ideen und/oder Impulse. Ja, er verlagert das Geschehen auf eine Militärbasis, und stellt zudem eine Teenagerin in den Mittelpunkt des Geschehens. Davon abgesehen wird hier aber die bereits aus zwei früheren Verfilmungen sowie natürlich der Romanvorlage bekannte Geschichte zwar routiniert heruntergespult, jedoch ohne dabei nennenswerte neue Akzente zu setzen.

Was deshalb nicht heißt, dass "Body Snatchers" schlecht wäre. Auf rein handwerklicher Ebene kann man dem Film nämlich nichts vorwerfen. Zwar erreicht er weder die Höhen des panisch-paranoiden Originals, noch kommt er an die düstere Grundstimmung der Kaufman-Version heran, dennoch ist die Geschichte auch hier wieder grundsätzlich spannend erzählt. Der Film profitiert dabei vor allem auch von seiner ökonomischen Laufzeit von unter 90 Minuten, die weder Zeit für unnötigen Ballast bietet, noch Langeweile aufkommen lässt. Die Hauptfiguren werden uns in wenigen, effektiven Szenen, bzw. auch mit Hilfe von Martis Voice Over-Kommentar vorgestellt, und dann geht es auch schon ziemlich rasch zur Sache. Besonders gelungen fand ich dabei die Szene im Bad. Zwar waren Horror-Szenen in diesem Setting zu dem Zeitpunkt schon nichts Neues mehr, ich finde diese aber, richtig umgesetzt, doch irgendwie immer ganz besonders beängstigend, weil man dort wie ich finde ganz besonders verletzlich ist. Aber auch die Szenen mit den Pods, bzw. die Verwandlungen, waren gut gemacht. Und vor allem auch die Szene mit dem verzweifelten Forrest Whitaker, der sich in sein Büro zurückgezogen hat, fand ich stark. Wie der Film generell recht früh ein Gefühl der Ausweg- und Hoffnungslosigkeit vermittelt ("Where you gonna go, where you gonna run, where you gonna hide? Nowhere, 'cause there's no one like you left."). Was dann auch durch die eine oder andere harte Szene und/oder tragische Entwicklung unterstützt wird. Die Besetzung ist soweit solide, wobei neben der überaus hübschen Gabrielle Anwar vor allem noch Christine Elise, R. Lee Emrey und eben Forest Whitaker für mich hervorstachen, während Billy Wirth leider ein bisschen blass blieb. Trotzdem, letztendlich war das spannendste am Film für mich, für welches Ende sich Abel Ferrara entscheiden würde. Leider war eben dieses für mich dann irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes, und verstärkte letztendlich meinen Eindruck eines unnötigen Remakes. Insgesamt ist "Body Snatchers" eine zwar grundsolide, den beiden vorherigen Varianten aber doch klar unterlegene Version der Geschichte.

Fazit: Szenenbild. "Body Snatchers – Angriff der Körperfresser" ist die zwar solide, allerdings auch etwas einfallslose dritte Adaption der gleichen Geschichte. Zwar verlagert man hier das Geschehen nun auf eine Militärbasis, und stellt eine Teenagerin als Hauptprotagonistin in den Mittelpunkt des Geschehens. Das allein fand ich aber an neuen Ideen und/oder Impulsen zu wenig. Handwerklich kann man ihm hingegen – vielleicht mit Ausnahme des unbefriedigenden Abschlusses – nicht viel vorwerfen. Zwar erreicht er weder eine ähnlich paranoide Atmosphäre wie in "Die Dämonischen", noch kommt er an die düstere Grundstimmung von "Die Körperfresser kommen" heran, aber nicht zuletzt aufgrund der kurzen Laufzeit und dem damit einhergehenden flotten Erzähltempo vermag er durchaus, zu unterhalten. Die Besetzung ist auch überwiegend gut, die Verwandlungsszenen hatten es mir auch angetan, und ein paar eindringlich-packende Momente präsentiert Abel Ferrara hier durchaus. Den bitteren Beigeschmack der Redundanz ist "Body Snatchers" für mich aber leider bis zuletzt nicht losgeworden.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1993 Warner Bros.)


Weiterführende Links:
Advents-SPECiAL 2019





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