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Chuckys Baby Drucken E-Mail
Kann trotz guter Ansätze leider nicht überzeugen Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 12 Oktober 2019
 
Halloween-SPECiAL

 
Chuckys Baby
Originaltitel: Seed of Chucky
Produktionsland/jahr: USA 2004
Bewertung:
Studio/Verleih: Universal Pictures
Regie: Don Mancini
Produzenten: U.a. Corey Sienega & David Kirschner
Drehbuch: Don Mancini
Filmmusik: Pino Donaggio
Kamera: Vernon Layton
Schnitt: Chris Dickens
Genre: Komödie/Horror
Kinostart Deutschland: 26. Mai 2005
Kinostart USA: 12. November 2004
Laufzeit: 87 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: DVD
Mit: Brad Dourif, Jennifer Tilly, Billy Boyd, Redman, Hannah Spearritt, John Waters, Keith-Lee Castle, Tony Gardner, Jason Flemyng u.a.


Kurzinhalt: Jene Puppe, die Tiffany auf die Welt brachte, hat es in die Hände eines falschen Bauchredners verschlagen, der sich der sprechenden Puppe für drittklassige Auftritte bedient. Doch Glen wird regelmäßig von Alpträumen geplagt, in denen er Menschen umbringt. Als er schließlich erfährt, wer seine Eltern sind, begibt er sich zurück in die USA, in der Hoffnung, mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Chucky und Tiffany werden indes gerade von einer Filmproduktion in Hollywood verwendet, wo ihre verbrecherischen Machenschaften verfilmt werden. Während der Dreharbeiten werden sie schließlich wieder zum Leben erweckt. Während Chucky sich mittlerweile an seine Existenz als Mörderpuppe gewöhnt hat, möchte Tiffany vom Körper von Jennifer Tilly – die sie im Film spielt, und der Tiffany vor der Transformation zum Verwechseln ähnlich sieht – Besitz ergreifen. Dann jedoch steht plötzlich Glen vor ihnen. Vor allem Tiffany möchte für ihn versuchen, ein besserer Mensch – oder eine bessere Puppe – zu sein, und damit aufhören, Menschen umzubringen. Doch es dauert nicht lange, bis die mörderischen Tendenzen von Chucky und Tilly wieder zum Vorschein kommen…

Review: Szenenbild. Du hast als Film immer ein Problem, wenn die erste Szene zugleich schon die Beste ist. Denn der Einstieg, wo eine Familie scheinbar Glen auspackt und dieser sich dann daran macht, sie umzubringen (und das teilweise in längeren Einstellungen ohne erkenntlichen Schnitt), konnte mich echt begeistern. Danach gab es zwar auch noch einzelne positive Aspekte, aber an diesen coolen Einstieg konnte "Chuckys Baby" für mich dann leider nie mehr wirklich anknüpfen. In erster Linie profitiert "Chuckys Baby" von den gelungen-witzigen Filmanspielungen (vor allem die "Shining"-Parodie brachte mich zum Lachen) und generell so manchem schräg-köstlichen Einfall. Ich meine, auf so Ideen wie dem sich zum "Fangoria"-Magazin einen runterholenden Chucky muss man erst mal kommen! Aber auch die ernsteren Elemente waren nicht uninteressant. Hier stach für mich in erster Linie Glens innerer Konflikt hervor – und damit meine ich jetzt weniger die etwas aufgesetzt wirkende Trans-Thematik, als vielmehr seine Herkunft. Bedeutet die Tatsache, dass er von Mördern abstammt, automatisch, dass er auch zum Mörder werden muss? Und generell: Wie geht man als Kind mit einem solch schwierigen Erbe um?

Umso bedauerlicher fand ich, dass "Chuckys Baby" daraus in weiterer Folge leider nicht wirklich etwas macht, bzw. diese ernsteren Ansätze zugunsten der trashig-absurden Unterhaltung zunehmend in den Hintergrund gedrängt – und damit der Lächerlichkeit preisgegeben – werden. Darin liegt für mich dann auch der größte Schwachpunkt des Films: Er wollte für mich einfach kein stimmiges Ganzes ergeben. Schwer tat ich mir auch damit, hier nun die echte Jennifer Tilly im Film im Film als Tiffany zu besetzen; das war mir dann doch etwas zu Meta. Und generell war "Chuckys Baby" selbst für meinen Geschmack teilweise zu absurd. Zudem tat ich mir mit Glen als Figur, trotz interessanter Ansätze, doch eher schwer. Der offensichtliche Geldmangel, unter dem die Produktion litt, hilft "Chuckys Baby" auch nicht gerade. Auf der einen Seite merkt man dem Film zwar an, dass es sich hier um ein Wunschprojekt von Don Mancini handelte, und solche sind mir ja grundsätzlich immer lieber als irgendwelche in erster Linie vom Studio angetriebenen "cash grabs". Aber vor allem am billigen Heimvideo-Look, der wohl auf die Verwendung früher Digitalkameras zurückzuführen sein dürfte, habe ich mich doch ziemlich gestört. Und auch die CGI-Effekte im Intro waren furchtbar. Insgesamt merkt man "Chuckys Baby" jedenfalls teilweise leider allzu deutlich an, dass das Geld hier nicht gerade locker saß. Es sei zudem erwähnt, dass spätestens "Chuckys Baby" die Horror-Ursprünge der Reihe endgültig hinter sich zu lassen scheint. Den Film kann man eigentlich fast nur mehr als Komödie einschätzen. Als solcher mag er zwar ansatzweise funktionieren, aber ich verstehe jeden, der mit dieser Ausrichtung nicht wirklich etwas anfangen konnte, und finde sie selbst auch eher bedauerlich. Zumal sowohl der Vorgänger als z.B. auch "Cult of Chucky" bewiesen haben, dass es durchaus möglich ist, zahlreiche absurde Ideen und trashige Momente einzubauen, ohne dass der Horror dabei gänzlich flöten geht. Diese Gratwanderung ist Henry Mancini aus meiner Sicht bei "Chuckys Baby" leider völlig misslungen. Gerade auch angesichts der nicht uninteressanten ernsteren Ansätze fand ich das dann leider doch ziemlich schade.

Fazit: Szenenbild. Nachdem die Reihe bislang ja von Teil zu Teil lustiger, absurder und trashiger wurde, nimmt der Comedy-Aspekt hier nun endgültig Überhand. Dies führt zwar zu einigen durchaus komischen Momenten; und vor allem so manch abgefahrener Einfall oder die eine oder andere gelungene Filmparodie stechen durchaus positiv hervor. Dennoch ist dies insofern schon auch schade, als dadurch die grundsätzlich ebenfalls vorhandenen, interessanten ernsteren Elemente – insbesondere rund um Glens Dilemma im Hinblick auf seine Herkunft – völlig in den Hintergrund gedrängt werden. Generell darf man sich vom fünften Teil der Reihe nun – abseits des noch sehr coolen Einstiegs – nun leider generell keinen Horror mehr erwarten. Den anderen Filmen ist es da weitaus besser gelungen, Humor und Horror unter einen Hut zu bringen. Und auch der billige Look des Films sticht negativ hervor. Einzelne Ansätze konnten mir zwar durchaus gefallen, und so mancher Gag brachte mich durchaus zum Lachen, ein stimmiges Ganzes wollte "Chuckys Baby" für mich aber nicht ergeben, und insgesamt bin ich weder überrascht noch enttäuscht, dass wir von Glen/Glenda in weiterer Folge (bislang) nichts mehr zu sehen war.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2004 Universal Pictures)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2019





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