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The Wind Drucken E-Mail
Atmosphärisches Spielfilm-Regiedebüt von Emma Tammi Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 11 Oktober 2019
 
Halloween-SPECiAL

 
The Wind
Originaltitel: The Wind
Produktionsland/jahr: USA 2018
Bewertung:
Studio/Verleih: Soapbox Films/IFC Midnight
Regie: Emma Tammi
Produzenten: U.a. Christopher Alender & David Grove Churchill Viste/td>
Drehbuch: Teresa Sutherland
Filmmusik: Ben Lovett
Kamera: Lyn Moncrief
Schnitt: Alexandra Amick
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: Noch nicht bekannt
Kinostart USA: 05. April 2019
Laufzeit: 86 Minuten
Altersfreigabe: Noch nicht geprüft
Trailer: YouTube
Kaufen: Noch nicht erhältlich
Mit: Caitlin Gerard, Julia Goldani Telles, Ashley Zuckerman, Dylan McTee, Miles Anderson u.a.


Kurzinhalt: Der Wilde Westen im späten 18. Jahrhundert: Lange Zeit leben Lizzy Macklin und ihr Mann Isaac vom Rest der Zivilisation abgeschnitten auf einer abgeschiedenen Farm – bis eines Tages das Ehepaar Emma und Gideon Harper in die nahegelegene Ranch einzieht. Man freundet sich rasch an, doch Emma, die schwanger ist, scheint das Leben in der Prärie schwer zu schaffen zu machen. So ist sie davon überzeugt, dass es ein Dämon auf ihr Baby abgesehen hat. Lizzy versucht, sich zu beruhigen – wird jedoch in Wahrheit seitdem sie ihr Kind verloren hat von ganz ähnlichen Ängsten geplagt. Nach einem tragischen Ereignis bleibt Lizzy schließlich allein zurück, um sich dem Bösen entgegenzustellen…

Review: Szenenbild. "The Wind" steht aktuell bei IMDB auf einer Wertung von "nur" 5,5 – was ich einerseits angesichts der durchaus wohlwollenden Kritikerstimmen (Metascore: 66, Tomatometer: 80) als auch meiner eigenen, überaus positiven Einschätzung, nicht wirklich nachvollziehen kann. Vielleicht stören sich manche ja an der verschachtelten Erzählweise, die vom Zuschauer mehr Aufmerksamkeit erfordert, als die typische Blumhouse-Produktion (nicht, dass ich das Studio verteufeln wollen würde, sind die doch aktuell eines der letzten Studios, welche die Horror-Fahne hochhalten, und produzieren bei aller Massenware die sie abliefern doch auch immer wieder so von der Norm abweichende Highlights wie "Get Out"). So mancher latent frauenfeindlicher Filmfan (vermehrt auf der rechten Seite des politischen Spektrums zu finden) wird sich wohl auch daran stören, dass der Film von Frauen über eine Frau gemacht ist, und somit eine rein feministische Perspektive in den Mittelpunkt stellt. Und auch zum vagen Ausgang des Geschehens habe ich im Internet so manche kritische Stimme vernommen.

Nachvollziehen kann ich es persönlich nicht. So sehe ich einerseits in den gerade angesprochenen Aspekten vielmehr Stärken als Schwächen. Ja, aufgrund der Zeitsprünge muss man schon ein bisschen aufpassen, über Gebühr beanspruchen sollte das die geistige Aufnahmefähigkeit aber eigentlich nicht, ist doch eigentlich immer sehr klar, in welcher Zeitebene wir uns befinden. Und gerade auch die langsame Aufrollung der Ereignisse, die zur dramatischen Einstiegsszene führen, sorgte dafür, dass ich der Geschichte mit großem Interesse folgte. Insofern fand ich das Drehbuch vom Aufbau her sehr stark. Aber auch die Inszenierung kann begeistern. Emma Tammi setzt in ihrem Spielfilm-Regiedebüt auf den doch eher ruhigen Gruselhorror, der von vereinzelten gut platzierten und aufgebauten Schockeffekten unterstützt wird. Das liegt sicherlich nicht jedem. Ich fand ihre Inszenierung aber schön atmosphärisch, und konnte nicht zuletzt auch aufgrund des abgedunkelten Kinosaal so richtig ins Geschehen eintauchen. Zudem fängt sie die landschaftliche Schönheit der Prärie sehr eindrucksvoll ein. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Caitlin Gerard in der Hauptrolle begeistert, stellt sie doch den (vermeintlichen) langsamen Verfall ihrer Figur in den Wahnsinn überaus eindringlich dar. Ebenfalls angetan hatte es mir das Western-Setting. Einerseits, da der "historische" im Vergleich zum "zeitgenössischen" Horror im Genre dann doch weniger präsent ist (wenn ich auch im Falle von "The Wind" stark an "The Witch" denken musste, der ein ähnliches Thema ja ebenfalls in einem historischen Konzept aufgegriffen hat). Vor allem aber ist das Western-Setting hier nicht zufällig und/oder willkürlich gewählt, sondern integraler Bestandteil der Handlung. Womit wir dann eben auch beim letzten Punkt wären: Im Gegensatz zu zu vielen anderen Genre-Filmen überlässt es "The Wind" dem Zuschauer, das Geschehen zu interpretieren. Ist die dämonische Präsenz real, oder verfällt Lizzy aufgrund der Isolation im Grenzland langsam dem Wahnsinn? Einige mögen sich daran stören, dass der Film eine Antwort auf diese Frage schuldig bleibt – für mich hingegen liegt genau darin vielmehr seine größte Stärke.

Fazit: Szenenbild. "The Wind" fand ich sehr stark. Mir gefielen sowohl Setting als auch Thematik; beides erinnerte mich ein bisschen an "The Witch" – auch dort ging es ja um eine (potentielle) dämonische Präsenz in historischem Setting. Die Inszenierung überzeugt dabei sowohl mit ein paar wirklich wunderschönen Bildern, der grundsätzlich dichten Atmosphäre, sowie einigen höchst effektiven Gruselszenen. Der Aufbau wiederum sticht damit hervor, wie die Story in Flashbacks langsam aufgerollt wird – was den Zuschauer doch dazu fordert, ein bisschen aufzupassen, aber halt auch dafür sorgte, dass ich das Geschehen mit großem Interesse verfolgte. Die schauspielerische Leistung von Caitlin Gerard in der Hauptrolle war ebenfalls fantastisch. Und die Musik von Ben Lovett trägt auch viel zur düster-bedrückenden Grundstimmung des Films bei. Last but not least besticht "The Wind" damit, dem Zuschauer zu überlassen, wie er die Ereignisse interpretieren will. Das kommt mir bei solchen Filmen ja leider viel zu selten vor. Vereinzelt mögen sich vielleicht ganz kleine Längen einschleichen, davon abgesehen hat mir "The Wind" aber ausgesprochen gut gefallen.

Wertung:8 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2018 IFC Midnight)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2019





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