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Ad Astra Drucken E-Mail
Nachdenkliche Science Fiction mit Brad Pitt Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 04 Oktober 2019
 
 
Ad Astra
Originaltitel: Ad Astra
Produktionsland/jahr: USA 2019
Bewertung:
Studio/Verleih: New Regency Pictures/20th Century Fox
Regie: James Gray
Produzenten: U.a. James Gray & Brad Pitt
Drehbuch: James Gray & Ethan Gross
Filmmusik: Max Richter
Kamera: Hoyte Van Hoytema
Schnitt: John Axelrad & Lee Haugen
Genre: Science Fiction
Kinostart Deutschland: 19. September 2019
Kinostart USA: 20. September 2019
Laufzeit: 123 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Donald Sutherland, Kimberly Elise, Loren Dean, Donnie Keshawarz, Sean Blakemore, Bobby Nish, LisaGay Hamilton, Liv Tyler u.a.


Kurzinhalt: In naher Zukunft hat die Menschheit erste Schritte unternommen, um das Sonnensystem zu erobern. Das Prestigeprojekt Lima, welches aus dem Orbit des Neptun heraus nach intelligentem Leben suchen sollte, ist jedoch gescheitert. Vor rund dreißig Jahren brach der Kontakt zur Raumstation ab. Nun bedrohen wellen, die von der Station ausgestoßen werden, das Leben auf der Erde – bzw. genau genommen im ganzen Sonnensystem, wurden doch mittlerweile auch der Mond und der Mars besiedelt. Roy McBride, Astronaut im Space Command, und Sohn von Clifford McBride, dem Kommandanten des Lima-Projekts, soll nun zum Mars fliegen, um von dort aus mit seinem Vater in Kontakt zu treten. So hofft man, mehr über die Wellen die von der Station ausgestoßen werden herauszufinden. Doch die Mission verläuft nicht nach Plan. Als er schließlich die schreckliche Wahrheit hinter dem Lima-Projekt erfährt, kapert Roy kurzerhand ein Raumschiff, und bricht zum Neptun auf, um sich mit seinem Vater zu treffen, und die weitere Verbreitung der Wellen zu stoppen…

Review: Szenenbild. Zwar war ich Ende September zehn Tage lang wieder beim /slash Filmfestival im Einsatz – weshalb auch der eine oder andere aktuelle Kinofilm ein bisschen warten musste. Als großer Fan des Science Fiction-Genres war mir aber klar, dass ich "Ad Astra" unbedingt so rasch als möglich sehen musste – bevorzugt, ehe er (nach nur einer Woche, zu Gunsten von "Gemini Man") aus dem IMAX fliegt. Und so kam es, dass ich gleich direkt am ersten Tag nach dem /slash gleich wieder im Kino saß, um mir den jüngsten Kino-Eintrag in mein Lieblingsgenre anzusehen. Und auch wenn ich zugegebenermaßen mit ihm nicht 100%ig glücklich war, und er mich längst nicht ähnlich begeistern konnte wie z.B. "Interstellar" oder "Arrival", habe ich den Kinobesuch auch keineswegs bereut. Einerseits aufgrund der Schauwerte, wegen derer es sich auch gelohnt hat, darauf zu achten, ihn noch im IMAX zu erwischen. "Ad Astra" bietet einige wirklich atemberaubende Szenen, wie z.B. den Einstieg rund um die Weltraum-Antenne, die coolen Aufnahmen von zuerst dem Mond und dann dem Mars, sowie das Finale beim Neptun (und dessen Ringen). Da waren einige wirklich wunderschöne und beeindruckende Trickaufnahmen darunter, die es jedenfalls empfehlenswert machen, ihn sich auf einer so großen Leinwand wie möglich anzusehen.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen konnte ist die hier präsentierte Zukunftsvision für unser Sonnensystem. So haben wir in jener Zukunft, in der "Ad Astra" angesiedelt ist, bereits erste Schritte unternommen, um dieses zu besiedeln, und Kolonien auf dem Mond und dem Mars eingerichtet. Vor allem ersterer ist aufgrund der dortigen Vorkommen an Rohstoffen zu einer neuen Prärie geworden – wo dementsprechend auch Banditen ihr Unwesen treiben. Diese Idee führte dann auch zu einer der coolsten Sequenzen des Films: Dem Piratenangriff, und die daraus resultierende Verfolgungsjagd auf dem Mond. Gerade auch heuer, wo unser Trabant aufgrund des 50. Geburtstags der ersten Mondlandung (der auch im heurigen Advents-SPECiAL Thema sein wird) wieder stärker in den Fokus gerückt ist, fand ich diese Einlage höchst gelungen. Und auch davon abgesehen war das einfach wirklich mal was Neues, und zudem effekttechnisch beeindruckend umgesetzt. Da verzeihe ich auch, wenn die "in naher Zukunft" immer noch mit Rovern auf dem Mond herumkurven, die aussehen, als kämen sie aus dem 1970er-Bestand der NASA. Ebenfalls angetan hatte es mir die hier präsentierte Antwort auf die Frage nach intelligentem Leben im All. Der wunderschöne Soundtrack von Max Richter, der die Bilder perfekt unterstützt, muss auch unbedingt positiv hervorgehoben werden (eine erste Single daraus wurde bereits veröffentlicht; ich hoffe sehr, dass ein komplettes Album bald folgen wird). Vor allem aber ist "Ad Astra" einer jener Filme, der trotz allen natürlich ebenfalls heraufbeschworenen Abenteuergeist und Entdeckerdrangs in erster Linie die conditio humana in den Mittelpunkt stellt. Denn letzten Endes ist die Reise bis an den äußeren Rand des Sonnensystems, die Roy McBride hier unternimmt, mindestens so sehr eine interne wie eine externe. Und wichtiger als die Wiedervereinigung mit seinem Vater oder auch die Mission rund um die Wellen ist letztendlich, dass er im Zuge dieser Reise zu sich selbst findet.

Szenenbild. Zu den ganz großen SF-Highlights der letzten Jahre kann ich "Ad Astra" allerdings leider dann doch nicht zählen. So erschienen mir einzelne Aspekte etwas seltsam und/oder unplausibel (wie z.B., dass McBride extra zum Mars fliegen muss, um eine Verbindung zum Neptun aufzubauen). Der Umweg zur Raumstation erweist sich zudem rückblickend als narrativ gänzlich unnötig; das hätte man nun wirklich aus dem Film streichen können, ohne wesentliches zu verlieren. Einzelne Entwicklungen erscheinen zudem etwas gar bequem und/oder konstruiert, und scheinen nicht selten in erster Linie darauf abzuzielen, die größtmögliche Spannung zu erzeugen (wie z.B., wenn McBride die Rakete vom Mars quasi in letzter Sekunde erreicht – und sich die Besatzung dann auch noch extra dämlich anstellen darf). Vaterkomplexe sind zudem nun wahrlich alles andere als das Neueste, Seltenste und/oder Originellste filmische Thema. Vor allem aber tat ich mir mit den schwermütig-philosophischen Voice Over-Kommentaren, die allzu oft das allzu offensichtliche aussprachen, wieder einmal sehr schwer. Da wurde dem Zuschauer aus meiner Sicht zu oft das Denken abgenommen. Insgesamt überwiegen aber die positiven Aspekte – und die Freude darüber, dass sich auch heutzutage solche nachdenklich-anspruchsvolleren SF-Stoffe zumindest noch hin und wieder auf die große Leinwand verirren, statt "nur" auf Netflix und Konsorten zu landen.

Fazit: Als großer Fan des Science Fiction-Genres musste der natürlich sein – und der IMAX-Kinobesuch hat sich schon allein wegen so mancher beeindruckender Aufnahme voll und ganz gelohnt. Mit (unter anderem) der Weltraum-Antenne zu Beginn, den coolen Aufnahmen von zuerst dem Mond und dann dem Mars, sowie vor allem dann dem Finale beim Neptun, bot "Ad Astra" ein paar atemberaubende Trickaufnahmen. Der Soundtrack von Max Richter war ebenfalls ein Traum. Inhaltlich gefiel mir in erster Linie die interessante Zukunftsvision für unser Sonnensystem. Aber auch das zentrale Thema rund um Isolation sprach mich durchaus an, und wie Roy McBride erst durch die Reise zu den Sternen zu sich selbst findet. Sonderlich neu mag das zwar nicht sein, aber ich fand es hier – nicht zuletzt auch aufgrund Brad Pitts toller schauspielerischer Leistung – sehr nett umgesetzt. Und auch die Offenbarung rund um intelligentes Leben im All hatte es mir angetan. Ganz perfekt war er allerdings nicht. So erschienen mir einzelne Aspekte etwas unglaubwürdig und/oder konstruiert. "Daddy Issues" sind zudem mittlerweile in Film und Fernsehen doch schon ziemlich verbraucht. In erster Linie störte ich mich aber an den Terrence Malick-artigen Voice Over-Kommentaren, die nicht nur oft das Offensichtliche aussprachen, sondern auch verhinderten, dass ich mir zum Geschehen meine eigenen Gedanken machen konnte – da mir Roy McBride seine eben quasi aufzwang. Davon abgesehen ist "Ad Astra" aber ein – trotz einzelner spektakulärer Momente – netter, ruhiger, kleiner Science Fiction-Film, der statt Bombast und/oder Action vielmehr die sehr persönliche Reise eines Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 20th Century Fox)





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