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Es: Kapitel 2 Drucken E-Mail
Review zum zweiten Einsatz des Loser's Club Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 01 Oktober 2019
 
Halloween-SPECiAL

 
Es Kapitel 2
Originaltitel: It: Chapter TWo
Produktionsland/jahr: USA 2019
Bewertung:
Studio/Verleih: New Line Cinema/Warner Bros.
Regie: Andy Muschietti
Produzenten: U.a. Roy Lee, Dan Lin & Barbara Muschietti
Drehbuch: Gary Dauberman, nach dem Roman von Stephen King
Filmmusik: Benjamin Wallfisch
Kamera: Checco Varese
Schnitt: Jason Ballantine
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 05. September 2019
Kinostart USA: 06. September 2019
Laufzeit: 169 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Jessica Chastain, James McAvoy, Bill Hader, Isaiah Mustafa, Jay Ryan, James Ransone, Andy Bean, Bill Skarsgard, Jaeden Martell, Whyatt Oleff, Jack Dylen Grazer, Finn Wolfhard, Sophia Lillis, Chosen Jacobs, Jeremy Ray Taylor u.a.


Kurzinhalt: Im Sommer des Jahres 1989 bildete sich der sogenannte Loser's Club, der sich daraufhin jenem furchtbaren Schrecken, dass für eine schreckliche Mordserie verantwortlich war, entgegenstellte und es besiegte. Damals schwor man sich, falls "Es" jemals zurückkehren sollte, ebenfalls nach Derry zurück zu kommen, um es ein für alle Mal auszuschalten. Siebenundzwanzig Jahre später ist es nun soweit: Mike Hanlon, der als einziger in Derry verblieben ist, sieht sich angesichts der jüngsten Mordserie dazu gezwungen, seine alten Freunde anzurufen, und sie an ihr Versprechen zu erinnern. Die meisten von ihnen haben Derry – und die Ereignisse dieses Sommers – zwischenzeitlich völlig vergessen. Und nicht jeder von ihnen kann damit umgehen, sich auf einmal wieder an das Grauen von damals zu erinnern. Bill Denbrough, Beverly Marsh, Richie Tozier, Ben Hanscom und Eddie Kasprak folgen aber Mikes Aufruf, und lassen sich von diesem schließlich davon überzeugen, sich Es zum alles entscheidenden Duell entgegenzustellen…

Review: Szenenbild. Der allgemeine Konsens scheint ja zu sein, dass "Es – Kapitel 2" immer noch ein sehr guter Horrorfilm ist, jedoch mit dem ersten Kapitel nicht ganz mithalten kann. Insofern scheine ich hier wieder einmal ein bisschen gegen den Strom zu schwimmen – sehe ich doch letztendlich beide Teile auf dem gleichen (hohen) Niveau. Ja, stimmt schon, dem zweiten Kapitel fehlt natürlich aufgrund der erwachsenen Protagonisten der Teenie-Abenteuer-Charme á la "Stranger Things", das sich ja wiederum eben an so Jugendabenteuer-Klassiker wie "Die Goonies" oder "Stand By Me" orientierte – ein Genre, dass aufgrund der aktuellen 80er-Nostalgiewelle ja gerade ein kleines Revival erlebt (siehe "Summer of '84" oder der demnächst erscheinende "Scary Stories to Tell in the Dark"). Aber, ich weiß auch nicht. Es mag daran liegen, dass ich mich auch gerade ziemlich genau im Alter der Protagonisten befinden, aber bei mir hat die Handlung im zweiten Kapitel, die von einer Rückschau auf die eigene Kindheit und Jugend dominiert ist, echt einen Nerv getroffen. Möglicherweise auch deshalb kann ich die Kritik nicht teilen, dass der Film mit knapp drei Stunden zu lang wäre. Ich habe mich mit ihm – wie auch schon dem ersten Teil – jedenfalls keine Sekunde gelangweilt.

Es hilft dabei zweifellos auch, dass das Casting der erwachsenen Versionen der Figuren – wie schon bei ihren jugendlichen Gegenparts – wieder über jeden Zweifel erhaben ist. Dort wo es Sinn machte, setzte man auf Starpower, in erster Linie war man aber offensichtlich darauf bedacht, einfach die besten und passendsten Darsteller für die jeweilige Rolle zu finden. Am logischsten erscheint dabei die Wahl von Jessica Chastain als Beverly Marsh; wurde dieser Wunsch doch bereits rasch nach Kapitel 1 geäußert. Und tatsächlich erweist sie sich als ideale Wahl. Gleiches gilt für James McAvoy, der den älteren Bill Denbrough perfekt verkörpert. Unsicher war ich mir im Vorfeld ein bisschen, was Bill Hader betrifft – aber meine entsprechenden Bedenken waren schnell verflogen. Nicht nur ist er aus Pausenclown der Gruppe ideal besetzt, und trägt mit seinen Witzen viel zum Unterhaltungswert des Films bei (manchen mag es an Gags zu viel sein, für mich hat das Verhältnis aber – angesichts der Tatsache, dass wir hier einen "Achterbahn"-Horrorfilm vor uns haben – genau gepasst). Wirklich überrascht hat er mich dann aber in den dramatischen Momenten, die ich ihm in dieser Form nicht unbedingt zugetraut hätte. Und auch mit James Ransone als hypochondrischer Eddie Kaspbrak hätte man es nicht besser treffen können. Isaiah Mustafa ist dann wiederum eine eher unprominente Besetzung; er macht seine Sache ebenfalls recht gut, leidet jedoch ein bisschen darunter, dass Mike vergleichsweise wenig zu tun bekommt. Gleiches gilt für Jay Ryan, der als Schönling perfekt gecastet ist, aber dennoch – wohl auch aufgrund der etwas oberflächlichen Rolle – wenig beeindruckt.

Szenenbild. Von wem ich allerdings diesmal im Gegensatz zum ersten Teil begeistert war, war Bill Skarsgard als Pennywise. Es mag daran liegen, dass dieser im ersten Kapitel noch kaum in Erscheinung trat, da Es dort oftmals in anderer Gestalt erschien (eben analog zu den Ängsten der jeweiligen Person z.B. als Frau aus einem unheimlichen Bild, oder als Leprakranker). Diesmal bekommt er wesentlich mehr zu tun, und hat mich doch ziemlich begeistert. Vor allem aber stach mir diesmal, noch mehr als im Roman, der TV-Verfilmung oder auch noch Teil 1, ins Auge, was für ein richtiges Arschloch Pennywise eigentlich ist – in der Art und Weise, wie er sich die Ängste und Schwächen seiner Opfer zu Nutze macht. Vor allem die Szene mit dem kleinen Mädchen stach hier für mich hervor. Ansonsten gilt, dass die Horrorszenen wieder sehr gut umgesetzt sind, man sich jedoch von allfälligem "gruseligster Film aller Zeiten"-Hype, dem schon Kapitel 1 zu Unrecht vorausging, nicht beeinflussen lassen sollte. Und auch das Finale ist umstritten; andererseits war das schon das größte Problem des Buchs sowie der TV-Verfilmung, und aus meiner Sicht gelingt es Kapitel 2, beide deutlich zu übertreffen. Es mag immer noch nicht optimal sein, aber mir selbst würde auch keine bessere Idee einfallen, wie man das sehr metaphysische Finale aus dem Buch vernünftig filmisch umsetzen/adaptieren könnte.

Zugegeben, ganz perfekt ist auch "Es – Kapitel 2" wieder nicht. So fand ich einzelne Momente in der TV-Adaption ikonischer und denkwürdiger umgesetzt (wie z.B. den Besuch bei der alten Dame, mit dem Blut in der Tasse). Die sich aus dem Buch ergebende Problematik rund um die Beziehung zwischen Ben und Beverly – könnte man doch den Eindruck gewinnen, dass er erst jetzt, wo er nicht mehr so dick ist, sondern vielmehr zum attraktiven Schönling mutierte, für Beverly endlich gut genug ist – wird zudem von der Filmadaption durch das Casting von Feschak Jay Ryan noch einmal zusätzlich verschärft (in der TV-Umsetzung war es mit dem zwar schlanken, aber jetzt nicht unbedingt Model-mäßigen John Ritter nicht ganz so schlimm). Im letzten Drittel verliert der Film zudem die Figuren – und damit seine größte Stärke – zugunsten des dort dann abgespulten wilden Horror-Potpourris ein bisschen aus den Augen. Unsicher bin ich mir auch, was das Ende betrifft, und ob es mir nicht doch lieber gewesen wäre, man wäre dem noch einmal eine Spur tragischeren Ausgang des Buchs gefolgt. Wobei ich zugleich zugebe, dass ich diese Entscheidung insofern verstehen kann, als das Ende hier zweifellos das schönere und glücklichere – und damit irgendwie auch emotional befriedigendere – ist. Aber dieser eine Punkt aus dem Buch gab "Es" halt diese ganz besondere, traurig-melancholische Qualität, die der Verfilmung fehlt. Mein größter Kritikpunkt ist aber die unmittelbare Lebensgefahr für den Loser's Club, selbst wenn sie sich Es nicht entgegenstellen würden. Damit ist die Entscheidung, sich diesem Schrecken aus ihrer Kindheit zu stellen, nämlich genau genommen keine mehr. Und so wird aus der bewusst, heldenhaften Entscheidung aus dem Buch, sich dem Bösen entgegenzustellen, um Es ein für alle Mal – zum Schutz und Wohle anderer – aufzuhalten, vielmehr eine Notwendigkeit. Für mich der größte – letztendlich aber auch einzig markante – Fehltritt dieser ansonsten großartigen Adaption.

Fazit: Szenenbild. Bei "Es – Kapitel 2" wiederspreche ich wieder einmal dem allgemeinen Konsens, der besagt, dass der zweite Teil schwächer wäre als der erste. Ich sehe beide Kapitel als gleichwertig an; sie beide haben ihren jeweiligen, eigenen Reiz. Der erste als klassisches 80er-Jahre-Jugendabenteuer, der zweite als nostalgische Rückschau auf die eigene Kindheit/Jugend. Mit letzterem hat "Kapitel 2" in meinem Fall echt einen Nerv getroffen. Mich sprach diese Thematik jedenfalls ungemein an. Die Horror-Elemente waren ebenfalls wieder sehr gut umgesetzt, und aufgrund der unterschiedlichen Ängste der Protagonisten auch schön abwechslungsreich. Die Darstellerriege, die für die alten Versionen der Figuren gefunden wurde, ist über jeden Zweifel erhaben. Und im Gegensatz zu Teil 1 hat mich diesmal auch Bill Skarsgard als wirklich fieser Pennywise begeistert. Sicher, der Film ist nicht perfekt; ein paar kleinere Schönheitsfehler gibt's dann doch. Und vor allem auch der ausgedehnte Showdown sowie generell die Umsetzung des Finales werden nicht jeden überzeugen. Ich persönlich könnte mir aber keine bessere Adaption der an dieser Stelle sehr metaphysischen Vorlage vorstellen. Insgesamt gehört für mich die Neuverfilmung von "Es" jedenfalls zu den bisher besten Stephen King-Adaptionen, und "Kapitel 2" – wie schon den ersten Teil – wieder zu den besten Horror-Filmen des Jahres.

Wertung:9 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2019 Warner Bros.)


Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2019
Review zu "Es - Kapitel 1"
Review zu "Es" (TV-Adaption)





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