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Aquaman Drucken E-Mail
Toller Abenteuerfilm aus dem DC-Universum Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Samstag, 22 Dezember 2018
 
 
Aquaman
Originaltitel: Aquaman
Produktionsland/jahr: USA 2018
Bewertung:
Studio/Verleih: DC Entertainment/Warner Bros.
Regie: James Wan
Produzenten: U.a. Rob Cowan & Peter Safran
Drehbuch: David Leslie Johnson-McGoldrick & Will Beall
Filmmusik: Rupert Gregson-Williams
Kamera: Don Burgess
Schnitt: Kirk M. Morri
Genre: Action/Abenteuer
Kinostart Deutschland: 20. Dezember 2018
Kinostart USA: 21. Dezember 2018
Laufzeit: 143 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Jason Momoa, Amber Heard, Willem Dafoe, Patrick Wilson, Nicole Kidman, Dolph Lundgren, Yahya Abdul-Mateen II, Temuera Morrison u.a.


Kurzinhalt: Auf der Flucht vor einer arrangierten Hochzeit verliebt sich Atlanna, die Prinzessin von Atlantis in den an der Oberfläche lebenden Leuchtturmwärter Tom Curry. Sie haben einen Sohn, Arthur. Als Atlantis kommt, um Atlanna ihrer Strafe zuzuführen ist es an Tom, den Sohn zweier Welten großzuziehen. Ab und an bekommt er heimlich von Vulko aus Atlantis Unterricht in allem was seine atlantische Seite ausmacht und dennoch bleibt er bei seinem Vater, an Land. Als der König von Atlantis stirbt, will Arthurs Halbbruder Orm auf den Thron doch damit nicht genug – er will die sieben Meeres-Königreiche vereinen, um einen Krieg gegen die Oberfläche zu führen. Arthur und Mera, die Verlobte seines Halbbruders Orm machen sich auf die Suche nach einem legendären Dreizack, um Orm davon abzuhalten…

Review: Szenenbild. Arthur Curry, den Aquaman, haben wir ja nun schon in "Justice League" kennengelernt, dennoch fehlte uns seine Orgin Story, die DC und Warner hier nachliefern. "Aquaman" spielt zeitlich hauptsächlich dennoch nach "Justice League" und die Welt weiß von seiner Existenz, seinem Teil am Kampf gegen Steppenwolf und dessen Armee. Was der Welt noch nicht richtig bewusst ist, ist dass Arthur Curry - zumindest zur Hälfte - tatsächlich aus den Tiefen des Ozeans entstammt, wo noch heute eine ganze Zivilisation und ihre verschiedenen Evolutionsstränge lebt. Menschen, die öffentlich auftreten, um die Menschheit aufzuklären – wie Dr. Stephen Shin (Randall Park, FBI-Agent Jimmy Woo in "Ant-Man and the Wasp") – werden ausgelacht. Arthur macht im Grunde da weiter, wo ihn Bruce Wayne aufgegabelt hat – er beschützt Menschen vor anderen Menschen im und am Ozean. So trifft er auch auf die Untersee-Piraten Jesse und seinen Sohn, der zum Erzfeind Manta werden soll. Yaha Abdul-Mateen II, der den Manta spielt, kennt man evtl. als Cadillac aus der Netflix-Serie "The Get Down". Dann taucht Mera auf, die Arthur davon überreden will, seinen Platz als König einzunehmen, um Orm (Patrick Wilson) in seine Schranken zu weisen. Der wiederum gibt der Menschheit einen kleinen Vorgeschmack auf seine Macht, in dem er sämtliche Kriegsschiffe und den Müll den wir in die Ozeane gekippt haben, mit einer Welle an die Küstenlinien schickt. Durch diese Message wird Orm selbst nicht gerade sympathisch, aber dennoch hat er ja zumindest damit tatsächlich Recht. "Aquaman" ist somit auch Aufruf die Meere zu retten.

"Aquaman" ist zudem einfach unfassbar schön. Spezialeffekte und Drehorte hätten kaum besser sein können. Die Spezialeffekte sind wirklich sehr überzeugend – insbesondere natürlich der Unterwassereffekt, obwohl nicht unter Wasser gedreht wurde. Die Haare und die Bewegungen der Atlanter sind immer glaubwürdig. Selbst der "Turbomodus" beim Schwimmen wirkte eher wie ein natürlicher Reflex, als Supermans Fluggeste mit dem ausgestreckten Arm. Im ganzen Film können die Effektkünstler auch an ihrer Kunst arbeiten - so sind viele Einstellungen tatsächlich kunstvoll und gingen direkt so als Poster durch. Detailreichtum allein reicht hier kaum noch aus, um diese Szenen zu beschreiben, denn sie haben richtig Flair. Die Macher haben die Welt von Atlantis als lebende, atmende Zivilisation aufgebaut und nehmen uns mit auf ein Abenteuer, dass "Indiana Jones" alle Ehre macht. Dabei erinnert mich Vieles an den letzten "Pirates of the Carribbean", der für mich tatsächlich ein Highlight war, nachdem die Meisten diese Filmreihe schon aufgegeben hatten. Es sieht alles mega cool aus. Eine weitere positive Bemerkung muss ich noch zu der Herangehensweise an die Vorstellung der Unterwasserreiche machen, denn die ist quasi Teil eines Rennens um den Thron. Während Orm die mehr oder weniger menschlich gebliebenen atlantischen Völker in seine Armee eingliedert, sind Arthur und Mera unterwegs durch die, die weniger Glück hatten und entweder ausgestorben, oder zu Monstern geworden sind. Diese beiden Hälften von Atlantis sollen schließlich am Ende aufeinandertreffen und liefern uns eine der fantastischsten Schlachten auf der Leinwand. Hier hat Regisseur James Wan sicher das ein oder andere Mal Peter Jacksons Werke angesehen, denn es ist extrem kompliziert, bei solchen Massen, auf die Hauptfiguren einzugehen und nicht den Überblick zu verlieren. Es ist schon komisch, wie Warner und DC Einzelfilme gut hinbekommen, aber Ensemble-Filme versauen. Natürlich gibt es Fans von "Justice League" und/oder "Suicide Squad", aber für mich war das alles unter Durchschnitt. "Wonder Woman" war das erste echte Highlight von DC und ich möchte natürlich, dass Marvel nicht allein die Leinwand beherrscht, sondern, dass DC auch floriert. Vielleicht sollten sie sich vor einem nächsten Kombofilm, doch eher auf die Soloprojekte stürzen, "Wonder Woman 2" wird ja schon gedreht. "Aquaman" jedenfalls ist jeden Cent wert und braucht eine schöne große Leinwand.

Szenenbild. Kommen wir zu den Darstellern. Jason Momoa ist Aquaman. Er ist witzig, kann kämpfen und wird vom Regisseur in genau der richtigen Dosis eingesetzt. Arthur wird aufgrund seiner recht flappsigen Art, von allen unterschätzt und ich mochte die Momente, in denen klar wird, dass er bei Volko (Willem Dafoe) aufgepasst hat, als der ihm heimlich die Geschichte von Atlantis beibrachte. Amber Heard spielt Mera, Tochter von König Nereus (Dolph Lundgren) und Verlobte von Orm. Sie hat mit ihren ganz eigenen Kräften der Hydrokinese auf der Leinwand viel zu bieten und ist denke ich für Frauen und Männer gleichsam eine Bezugsfigur – sie ist sexy, aber ihre Rolle wird nicht unnötig aufgesext. Patrick Wilson funktioniert als Momoas Gegenspieler, oder vielmehr als andere Seite der selben Münze, hervorragend. Seine Szenen haben einen wirklich glauben lassen, dass unter Wasser zu Leben in seiner Natur liegt. Außerdem wurde Orm nicht als Dummkopf dargestellt, sondern als durchaus fähiger, wenn auch skrupelloser Ocean Master. Manta wäre da ja auch noch und ist eigentlich ganz cool, aber funktioniert nicht so richtig als weiterer Bösewicht und Handlanger, der ein persönliches Hühnchen mit Aquaman zu rupfen hat. Nicole Kidman ist perfekt als Mutter von Momoa und Wilson und hat diese etherische Ausstrahlung, die eine Königin von Atlantis haben sollte.

Fazit: Für mich ist "Aquaman" nahezu perfekt als Comicverfilmung. Für besondere Leistungen fehlt ihm der gesellschaftliche Aspekt, wie ihn "Black Panther" Anfang des Jahres mitbrachte und der über die eigentliche Story auf der Leinwand hinausgeht. "Aquaman" ist im besten Sinne ein Abenteuerfilm, wie einer der guten "Indiana Jones"- oder "Fluch der Karibik"-Filme. Es mischt eine Origin Story mit einer klassischen Schatzjagd und persönlichen Risiken, die auf die ganze Welt umschlagen können. Sehr gut gemacht und eine Augenweide.

Wertung:9 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2018 Warner Bros.)


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