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Beyond Skyline Drucken E-Mail
Dreht leider erst zum Ende hin so richtig auf Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 14 Dezember 2018
 
Advents-SPECiAL

 
Beyond Skyline
Originaltitel: Beyond Skyline
Produktionsland/jahr: USA 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Beyond The Mothership/Vertical Entertainment/Splendid Film
Regie: Liam O'Donnell
Produzenten: U.a. Matthew E. Chausse, Colin Strause & Greg Strause
Drehbuch: Liam O'Donnell
Filmmusik: Nathan Whitehead
Kamera: Christopher Probst
Schnitt: Sean Albertson & Banner Gwin
Genre: Science Fiction/Thriller
Heimkino-Premiere Deutschland: 05. Januar 2018
Kinostart USA: 15. Dezember 2017
Laufzeit: 106 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Frank Grillo, Bojana Novakovic, Jonny Weston, Callan Mulvey, Antonio Fargas, Pamelyn Chee, Yayan Ruhian, Jacob Vargas, Iko Uwais u.a.


Kurzinhalt: Gerade hat der LAPD-Detective Mark Corley seinen Sohn nach einer Schlägerei aus dem Knast abgeholt, da bricht eine Alien-Invasion über die Stadt herein. Die beiden flüchten in die nächstgelegene U-Bahn-Station, wo sie erstmal sicher sind, und auf ein paar weitere Menschen treffen, die versuchen, die Nacht zu überleben. Am nächsten Tag werden sie nicht nur Zeuge eines Luftkampfs – den die Air Force verliert – sondern geraten zudem ins Innere des Schiffes. Dort gelingt es Mark dann schließlich – mit Hilfe – das Schiff über Laos zum Absturz zu bringen. Jedoch nicht, bevor sein Sohn geschnappt und zu einer der Kampfdrohnen der Aliens umgewandelt wurde. Nun hat Mark zwei Ziele: Zusammen mit dem Widerstand, der sich in Laos gegen die Invasoren formiert, ein Mittel finden, um die Aliens zurückzuschlagen – und zugleich nach einem Weg suchen, um seinen Sohn zu retten…

Review: Szenenbild. Die Welt von "Skyline" scheint Liam O'Donnell (der zusammen mit Joshua Cordes das Drehbuch für den ersten Teil geschrieben hat) echt am Herzen zu liegen. Wieso sonst sollte er jahrelang für ein Sequel kämpfen, und dieses letztendlich produzieren, schreiben und auch gleich Regie führen? Eben dies, so muss ich sagen, erscheint mir insofern gleich mal ein bisschen dubios, als "Skyline" nun wahrlich kein Meisterwerk des SF-Genres war. Aber gut, DTV-Sequels hat es schon immer gegeben, und wird es wohl auch noch eine ganze Weile geben, soll so sein. Angesichts des betreffenden Charakters hatte ich auch von vornherein Abstriche gemacht, was die Produktionsqualität betrifft, da das Budget halt automatisch niedriger ist. Und eben dies merkt man "Beyond Skyline" teilweise auch recht deutlich an. Einerseits, wenn fleißig Effekte von Vorgänger recycelt werden, vor allem aber damit, dass ein Großteil des Films in unterirdischen Gängen spielt, die halt billiger umzusetzen sind (da Studiobauten), als wenn du "on location" drehst. Aber selbst davon abgesehen war ich von der ersten halben Stunde insofern ziemlich enttäuscht, als der Film dort genau genommen noch kein Sequel, sondern vielmehr ein Sidequel ist – da die Ereignisse dort parallel zu "Skyline" angesiedelt sind (was es dann eben auch relativ problemlos ermöglicht, von diesem Effektszenen zu entlehnen).

Angesichts der Tatsache, dass Liam O'Donnell ja das Drehbuch zum ersten mitverfasst hat, überraschte mich dabei die eine oder andere zeitliche Inkonsistenz. So findet der Luftangriff durch die Kampfflieger erst am zweiten vollen Tag statt; hier jedoch wird es gleich auf den ersten Tag vorverlegt. Auch das wohl leider erforderliche Recasting von Elaine irritierte mich insofern recht stark, als ich auch wirklich beide Filme unmittelbar hintereinander angesehen habe. Als sie das erste Mal auftauchte wusste ich echt nicht, wer das sein soll. Erst als sie dann die Ereignisse des ersten Films aufrollte dämmerte es mir langsam. Das war halt schon ein bisschen schade. Und generell ist die erste halbe Stunde – trotz der anderen Location und des etwas anderen Aufbaus – noch eine ziemlich einfallslose Kopie des ersten (der im Gegensatz zu hier halt auch vom beengt-klaustrophobischen Setting des Apartments profitierte). Mit der Ankunft im außerirdischen Schiff dreht der Film dann zwar kurzzeitig auf, mit dem Absturz in Laos vollzieht er dann aber einen ziemlich irritierenden narrativen Schnitt, als plötzlich statt der Bedrohung durch die Aliens kurzzeitig vielmehr jene durch die örtliche Miliz im Mittelpunkt steht. Zudem landen die Protagonisten auch dort rasch wieder in einem unterirdischen Bunker, um Geld zu sparen. Immerhin, nach der Ankunft in Laos kommt es zum Wiedersehen mit Iko Uwais und Yayan Ruhian, die wohl nicht nur mich in "The Raid" beeindruckten. Dennoch, bis dahin hatte ich mich mit "Beyond Skyline" leider überwiegend gelangweilt (was ich vom Vorgänger, bei allen unleugbaren Schwächen, nicht behaupten kann). Insofern war das Side/Sequel auf bestem 3/10-Kurs – nur um zum Finale hin doch nochmal aufzudrehen und tatsächlich sehr unterhaltsam zu werden! Iko Uwais, Yayan Ruhian, Bojana Novakovic und "The Purge"-Veteran Frank Grillo gemeinsam im Kampf gegen außerirdische Invasoren zu sehen, machte dann doch noch ordentlich Spaß. Schade nur, dass es zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon fast wieder zu spät war – weshalb ich trotz des launigen Finales hoffe, dass die am Ende angekündigte Fortsetzung ein Wunschtraum von Liam O'Donnell bleiben wird.

Fazit: Szenenbild. "Beyond Skyline" beginnt überaus schwach. So dauert es schon mal eine gute halbe Stunde, bis der Film das "Beyond"-Versprechen aus dem Titel einlöst; bis dahin ist er nämlich ein waschechtes Sidequel, und erzählt den ersten Film noch einmal aus einer anderen Perspektive nach (was es auch erlaubt, die eine oder andere Effektaufnahme zu recyceln). Mit der Ankunft auf dem Schiff dreht der Film dann zum ersten Mal kurzfristig auf (wobei es schön gewesen wäre, wenn man Scottie Thompson zur Rückkehr hätte bewegen können), nur um nach dem Absturz in Laos wieder eine völlig andere Richtung einzuschlagen, und die Alien-Bedrohung kurzzeitig völlig aus dem Fokus zu verlieren. Dort gibt's dann aber immerhin ein Wiedersehen mit den "The Raid"-Stars Iko Uwais und Yayan Ruhian – die dann auch, zusammen mit Frank Grillo und Bojana Novakovic, für einen packenden Showdown sorgen, als sie gegen die Aliens in den Kampf ziehen. Das Finale war jedenfalls überaus launig und wirklich sehr unterhaltsam – konnte aber halt leider weder die zuvor über eine Stunde lang dominierende Langeweile kompensieren, noch den Film so wirklich retten. Weshalb ich die Andeutung eines weiteren Sequels am Ende für doch eher verwegen und nicht wirklich wünschenswert halte.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2018 Splendid Film)


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