HOME FORUM GALERIE PROJEKTE LINKS CHAT
Startseite arrow Filme von A-Z arrow Deadpool 2
Deadpool 2 Drucken E-Mail
Launige Fortsetzung des Überraschungshits Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Freitag, 25 Mai 2018
 
 
Deadpool 2
Originaltitel: Deadpool 2
Produktionsland/jahr: USA 2018
Bewertung:
Studio/Verleih: Marvel Entertainment/20 Century Fox
Regie: David Leitch
Produzenten: U.a. Simon Kinberg, Lauren Shuler Donner & Ryan Reynolds
Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick & Ryan Reynolds
Filmmusik: Tyler Bates
Kamera: Jonathan Sela
Schnitt: Craig Alpert, Michael McCusker, Elísabet Ronaldsdóttir & Dirk Westervelt
Genre: Action/Komödie
Kinostart Deutschland: 17. Mai 2018
Kinostart USA: 18. Mai 2018
Laufzeit: 119 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Julian Dennison, Zazie Beetz, Morena Baccarin, T.J. Miller, Leslie Uggams, Karan Soni, Brianna Hildebrand, Shioli Kutsuna u.a.


Kurzinhalt: Deadpool reist über die ganze Welt, um böse Jungs zu verkloppen. Als jedoch sein letzter Auftrag alles andere als nach Plan verläuft, stürzt er in eine schwere Krise. Selbst seine Freunde bei den X-Men, Colossus und Negasonic Teenage Warhead, vermögen ihn nicht wirklich aufzumuntern. Als er sich einer ihrer Missionen anschließt, stößt er auf den jungen Mutanten Firefirst, der im Heim in dem er untergebracht war missbraucht wurde, und nun mit Hilfe seiner Kräfte bittere Rache nehmen will. Als der Einsatz nicht ganz nach Plan verläuft, werden Deadpool und Firefist gefangen genommen und in ein Gefängnis für Mutanten gebracht. Kurz darauf wird dieses von Cable überfallen, der es aus unbekannten Gründen auf Firefist abgesehen hat. Deadpool nutzt die Gelegenheit zur Flucht, und schart eine Gruppe von Superhelden - die X-Force - um sich, um Cable aufzuhalten…

Review: Szenenbild. "Deadpool 2" nimmt alles was im ersten Film funktioniert hat und dreht einfach ordentlich auf. Die Action stimmt, aber es gab so Szenen und Figuren mit furchtbar schlechter Computeranimation, die man heute eigentlich nicht mehr von einem großen Film erwartet. Vielleicht soll es aber auch genau so sein - etwas schäbig eben - um sich von den anderen Superheldenfilmen noch ein Stück mehr abzusetzen. Die Story ist schnell erzählt und auch wenig überraschend, aber das macht "Deadpool 2" ja auch nicht aus. Wilsons Jokes gegen Alles und Jeden sind der wahre Stoff. Obwohl ich schon auch ordentlich gelacht habe, ist mir so ab der Hälfte des Films aber ein wenig langweilig geworden, da sich der Ton nie ändert. Die Sprüche fallen rechts und links in einer unfassbaren Schlagzahl, dass es mich persönlich mit fortlaufender Geschichte anfing zu nerven. Es ist halt immer wieder das Selbe und allzu oft ist es eben nicht clever, sondern nur derb um derb zu sein. Trotzdem hat mich das insgesamt natürlich unterhalten und die reine Absurdität des Ganzen – insbesondere rund um die X-Force - habe ich gefeiert.

Ohne Ryan Reynolds wäre das natürlich alles nicht das Gleiche und sehr viel an "Deadpool 2" hängt von ihm, seinem Geschick und seinem Umgang mit den anderen Figuren ab. Zazie Beetz als Domino hat mir von den Neuen am Besten gefallen. Negasonic Teenage Warhead und Colossus hatten jetzt nicht so viel zu tun, aber das Wiedersehen hat auch Spaß gemacht. Etwas enttäuscht war ich von Josh Brolin, der als Thanos – also unter einer CGI-Maske – interessanter war, als der recht leblose Cable. Julian Dennison als Firefist habe ich zwar als Konzept verstanden, aber sein "wütender Teenager" (wenn auch zu Recht wütend) mit Superkräften gibt mir halt gar nichts. "Deadpool 2" lebt schon - wie der Vorgänger - doch viel vom Drumrum. Sei es das Bond-esque Intro mit einem Song von Celine Dion, der natürlich ein werbewirksames Musikvideo bekam und abgefeiert wurde, oder eben die ganzen Bezüge, die er zu allen anderen Superhelden herstellt. Ohne "Logan" und "Infinity War" z.B. hätte es ein paar der besten Witze nicht gegeben. Ganz zu schweigen von Reynolds' eigenen Auftritten als "Superheld" vor "Deadpool". In einem Vakuum würde "Deadpool 2" einfach nicht funktionieren. Das Brechen der vierten Wand ist das Markenzeichen und man muss schon aufpassen, um nicht einen Insider zu verpassen und natürlich alles drumherum auch gesehen haben, um diese zu verstehen. Ich glaube diese enge Verbundenheit zum Genre macht es Kinobesuchern ohne das ganze popkulturelle Vorwissen etwas schwer, alles zu genießen. Andererseits ist "Deadpool 2" eben auch irgendwie für die Auskenner und fährt ja gut damit. Regisseur David Leitch hat mir mit "Atomic Blonde" schon gefallen und kann aus seiner Stuntman-Herkunft eben Action wirklich gut inszenieren. Dabei überlässt er Reynolds vielleicht ein wenig zu sehr die Entwicklung der Charaktere. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn "Deadpool 2" hat als Film sehr viel Herz. Das wird vielleicht Fans der härteren Comics enttäuschen, aber trotz der Menge an fließenden Filmbluts, bleibt der Film im Kern recht unbeschwert. Neben Celine Dion muss man auch sagen, dass die Liedauswahl im Laufe des Films überraschend und großartig zugleich ist. Das passt einfach wie Arsch auf Eimer und ist perfekt für den Film.

Szenenbild. "Deadpool 2" ist einer dieser großen Sommerblockbuster, wie wir sie früher hatten und das Comedy-Level ist auf dem eines guten Jim-Carey-Films. Hoffentlich brennt Ryan Reynolds nicht auch irgendwann aus. Ich hoffe auch, dass Deadpool und die X-Men ihr eigenes Universum bleiben und nicht vom MCU aufgesaugt werden, wenn der Deal zwischen Fox und Disney durch ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deadpool in der jetzigen Form in Kevin Feiges Avengers-Universum einen Platz hat. "Deadpool 2"s Besetzung ist cool, auch wenn wir von vielen Figuren nicht viel haben, aber von Schockmomenten lebt der Film ja auch irgendwie. Ich habe außerdem die echten Hinweise auf Deadpools Pansexualität genossen – seien es hochhackige Schuhe, ein Spruch von Vanessa, oder seine Hand auf Colossos' Po. Das alles war sehr viel besser als das Queerbating, das man dem ersten "Deadpool" noch unterstellen kann. Was für mich überhaupt nicht funktionierte war Dopinder. Dopinder ist Deadpools Taxifahrer, der um jeden Preis Leute umbringen und mit Deadpool arbeiten will. Das war einfach zu viel des Guten in "Deadpool 2" und etwas verstörend.

Fazit: Deadpool-Fans werden ihren Spaß haben und bekommen alles, was sie sich nur wünschen könnten. Alle anderen bekommen eine großartige Comedy, die über zwei Drittel des Films trägt. Der Kampf im dritten Akt fällt etwas ab, wird aber von den fantastischen Szenen der Endcredits aufgefangen.

Wertung:7 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2018 20th Century Fox)


Mitreden! Sagt uns eure Meinung zum Film im SpacePub!




Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer


29x11 Arche Monty
Simpsons | Pro7
Di. 16.10.18 | 20.15 Uhr


10x12+10x13
Dr. Who | einsfestival
Di. 16.10.18 | 20.15 Uhr


6x11 Wie du mir, so ich dir - Arrow
Serie | RTL Crime
Di. 16.10.18 | 20.15 Uhr