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Discovery - 1x15: Nimm meine Hand Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Netflix

Originaltitel: Will You Take My Hand?
Episodennummer: 1x15
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 11. Februar 2018 (CBS)
Erstausstahlung D: 12. Februar 2018 (Netflix)
Drehbuch: Gretchen J. Berg & Aaron Harberts
Regie: Akiva Goldsman
Hauptdarsteller: Sonequa Martin-Green als Michael Burnham, Doug Jones als Saru, Shazad Latif als Ash Tyler/Voq, Anthony Rapp als Paul Stamets, Mary Wiseman als Sylvia Tilly.
Gastdarsteller: Michelle Yeoh als Philippa Georgiou, Mia Kirshner als Amanda Grayson, Jayne Brook als Katrina Cornwell, Mary Chieffo als L'Rell, James Frain als Sarek, Clint Howard als Orion u.a.


Kurzinhalt: Während sich die Flotte der Klingonen unaufhaltsam der Erde nähert, unternimmt die U.S.S. Discovery einen letzten verzweifelten Versuch, um die Föderation zu retten. Mit Hilfe des wieder aufgeladenen Sporenantriebs springt man ins Innere von Qo'nos. Von dort aus beamt man sich auf die Oberfläche, um nach potentiellen Angriffszielen zu scannen. So ist zumindest die offizielle Version, die Captain Georgiou – in Wahrheit ihr imperatorischer Gegenpart aus dem Spiegeluniversum – ihrer Crew erzählt. In Wahrheit hat sie vielmehr den Auftrag, Qo'nos zu zerstören. Als Michael, Tilly, Tyler und Saru eben dies herausfinden, appellieren sie an die Führung der Sternenflotte, den Befehl zu überdenken, und nach einem anderen Weg zu suchen, um die Klingonen in die Knie zu zwingen…

Denkwürdige Zitate: "The only way to defeat fear is to tell it 'No.' No. We will not take shortcuts on the path to righteousness. No. We will not break the rules that protect us from our basest instincts. No. We will not allow desperation to destroy moral authority."
(Zumindest mit dieser Aussage von Michael kann ich mich identifizieren.)

Review: Episodenbild (c) Netflix "Nimm meine Hand" war zwar etwas besser als die letzten beiden Totalausfälle, aber auch nicht wirklich gut; und vor allem längst nicht gut genug, um die Staffel für mich zum Abschluss noch zu rehabilitieren. Mein größter Kritikpunkt ist dabei, dass die Sternenflotte doch tatsächlich vorgehabt haben soll, Qo'nos zu zerstören – und damit Völkermord zu begehen. Da kann man sich noch so von Burnham umstimmen, und diese am Ende mit ihrer Rede den Geist von "Star Trek" heraufbeschwören, es wollte für mich überhaupt nicht zur Föderation passen, und schien mir völlig unglaubwürdig. Aus meiner Sicht war das nur dafür da, dass sich Burnham rehabilitieren konnte. Eine Georgiou, die den Plan von sich aus verfolgt, wäre mir aber weitaus lieber gewesen (und damit, dass man sie als Captain des Schiffes eingesetzt hat, wäre immer noch eine gewisse Verantwortlichkeit der Sternenflotte im Allgemeinen und von Admiral Cornwell – die übrigens scheinbar den befohlenen Massenmord unbeschadet zu überstehen scheint – im Besonderen gegeben gewesen). Von diesem Punkt abgesehen verlief jedoch alles so, wie ich es vorhergesehen haben: Letztendlich muss Burnham wieder Meutern, nur dass sie diesmal durch die gleiche Tat wie in der Pilotfolge hier nun die dort verlorene Ehre wieder zurückerlangt.

Sauer aufgestoßen ist mir dabei, dass die Macher Burnham sagen lassen, sie wäre damals im Unrecht gewesen. Weil sorry, aber das sehe ich überhaupt nicht so. Es ist doch wohl bitte schön ein Unterschied, ob ich einem Gegner, der Stärke respektiert, eine eben solche zeige, in dem ich zuerst angreife (was absolut nachvollziehbar war, und wer weiß, hätte Georgiou auf sie gehört, wäre der ganze Krieg vielleicht vermeidbar gewesen), oder ob ich einen kompletten Planeten voller unschuldiger Zivilisten vernichte. Darüber hinaus sei auch zum Ende der Staffel, wo ja ihr Fall in Ungnade und ihre nunmehrige Rehabilitierung im Mittelpunkt steht, noch einmal darauf hingewiesen, dass dieses zentrale Plotkonstrukt welches sich durch die Season zog überhaupt keinen Sinn ergibt. Ihre Meuterei ist gescheitert, die Klingonen haben von sich aus angegriffen, und somit ist sie weder für die dortige Schlacht, der nachfolgende Krieg, geschweige denn Georgious Tod (bei einer Mission, die Georgiou selbst in Auftrag gab!) verantwortlich. Dass ihr die Sternenflotte dies trotzdem vorwirft, mag ich noch nachvollziehen können, nicht aber Burnhams Schuldgefühle – von ihrem Eingeständnis damals im Unrecht gewesen zu sein eben ganz zu schweigen. Erschwerend kam für mich dann noch die x-te Bedrohung für die Erde im Verlauf der "Star Trek"-Geschichte dazu. Noch einfallsloser geht's ja wohl wirklich nicht. Mal abgesehen davon, dass dies ohnehin keine Spannung erzeugt hat, wäre die ganze Geschichte ohne eine derart unmittelbare Bedrohung für die Erde gleich viel interessanter gewesen, was die Frage betrifft, wie weit man gehen darf, um die Klingonen zu besiegen. Und zu allem Überfluss hat mich dann auch die Art und Weise, wie die Erde gerettet wurde, überhaupt nicht überzeugt. Dass L'Rell das klingonische Reich quasi in Geiselhaft nimmt, und alle anderen lassen sich das einfach so gefallen – Gimme a break! Was Besseres ist ihnen nicht eingefallen? Ist ja lachhaft. Ähnliches gilt übrigens auch für die extrem schwache Erklärung, warum der Sporenantrieb nicht mehr eingesetzt wird. Auf den pissenden Klingonen hätte ich auch verzichten können. Und sowohl Michaels Abschied von Ash als auch ihre Rede am Ende verfehlten die gewünschte emotionale Wirkung bei mir völlig.

Episodenbild (c) Netflix Gefreut habe ich mich dafür über die zahlreichen Easter Eggs, die "Nimm meine Hand" zu bieten hatte. Natürlich können auch diese – egal ob die tanzenden orionischen Sklavenmädchen, Kahns Ohrwürmer oder der Auftritt von "Star Trek"-Veteran Clint Howard – nicht über die zahlreichen Kontinuitätsbrüche hinwegtrösten; nicht zuletzt, da es sich letztendlich um unbedeutende Zuckerl handelt, die man den alteingesessenen Trekkies hinwirft. Zugleich würde ich aber auch lügen, wenn ich behaupten würde, mich darüber nicht gefreut zu haben. Es war das vielleicht erste Mal im Verlauf von "Discovery", dass ich das Gefühl hatte, dass ihnen die alten Fans am Herz liegen. Toll fand ich auch wieder alles rund um Tilly, die sich in den letzten Folgen echt zum (neuen) Geheimtipp der Serie gemausert hat. Ganz klar die größte Stärke war aber das Ende, wo die Discovery einen Notruf von Captain Christopher Pike erhält und auf die Enterprise trifft. Im Gegensatz zu den neuen Klingonen gefiel mir die leicht überarbeitete/modernisierte Enterprise sehr gut (und auch wesentlich besser als jene aus den Reboot-Filmen) – was hoffentlich beweist, dass ich zwar Purist sein mag, aber zumindest kein engstirniger Purist bin. Zusammen mit dem Aufschwellen der alten Titelmelodie, welche dann auch den Abspann begleitete, bescherte mir "Discovery" hier zum ersten Mal Gänsehaut. Wirklich kompensieren konnte dies die eher schwachen 40 Minuten davor aber natürlich nicht.

Fazit: Sieht man von den letzten paar Sekunden ab, war "Nimm meine Hand" eine weitere "Discovery"-Folge, mit der ich wenig bis gar nichts anfangen konnte. Den Ausklang des Kriegs mit den Klingonen fand ich größtenteils misslungen, einerseits aufgrund des Befehls der Föderation, Qo'nos zu vernichten, und andererseits, da mich Burnhams Alternativlösung zur Beendigung des Krieges auch nicht wirklich überzeugt hat. Irgendwie hat das alles enorm gehatscht. Zudem verfehlten – mangels Verbundenheit zu den Figuren – Szenen wie Ashs Abschied von Michael, oder auch Michaels Begnadigung/Belobigung und ihre Rede am Ende die gewünschte emotionale Wirkung komplett. Und doch habe ich dank der netten Easter Eggs, vor allem aber dem wundervollen Ausklang mit der Enterprise, was "Discovery" betrifft wieder Hoffnung geschöpft. Wenn die Serie also schon darin gescheitert ist, mit einer Utopie Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Menschheit zu machen, so ist ihr dies mit dem wundervollen letzten Bild, dem Ende des klingonischen Krieges, der damit einhergehenden Möglichkeit für einen Neustart, sowie den grundsätzlich ja vielversprechenden und nicht uninteressanten Figuren, zumindest im Hinblick auf die weitere Zukunft der Serie geglückt. Denn dieser sehe ich, trotz meiner herben Enttäuschung mit der ersten Staffel (für mich die zweitschlechteste aller "Star Trek"-Serien; nur Season 2 von "Enterprise" war noch schlimmer), nun wenn schon nicht mit freudiger Erwartung so doch zumindest hoffnungsvoll bis vorsichtig optimistisch entgegen.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2018 Netflix)




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