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Get Out Drucken E-Mail
Einer der besten Horror-Filme des Jahres Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 28 Oktober 2017
 
Halloween-SPECiAL

 
Get Out
Originaltitel: Get Out
Produktionsland/jahr: USA 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Blumhouse Productions/Universal Pictures
Regie: Jordan Peele
Produzenten: U.a. Jason Blum, Edward H. Hamm Jr., Sean McKittrick & Jordan Peele
Drehbuch: Jordan Peele
Filmmusik: Michael Abels
Kamera: Toby Oliver
Schnitt: Gregory Plotkin
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 04. Mai 2017
Kinostart USA: 24. Februar 2017
Laufzeit: 104 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Blu-Ray, DVD
Mit: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Catherine Keener, Bradley Whitford, Caleb Landry Jones, Marcus Henderson, Betty Gabriel, Lakeith Stanfield, Stephen Root, LilRel Howery u.a.


Kurzinhalt: Chris fährt mit seiner Freundin Rose übers Wochenende aufs Land, um ihre Eltern kennenzulernen. Da es sich bei ihnen um ein gemischtes Pärchen handelt, und ihre Eltern reiche weiße Leute sind, ist Chris deshalb ein wenig nervös. Sowohl eine Begegnung mit einem Polizisten auf dem Weg dorthin, als auch die afroamerikanischen Bediensteten, welche die Armitages beschäftigen, tragen nicht gerade dazu bei, seine Bedenken zu zerstreuen. Und doch geben sich Roses Eltern erst noch sehr freundlich und zuvorkommend. Dann jedoch mehren sich die seltsamen Vorkommnisse, und Chris ist zunehmend davon überzeugt, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch trotz aller Warnungen und Vorzeichen – auf jenen Alptraum, der ihn dann schließlich erwartet, konnte ihn nichts und niemand vorbereiten…

Review: Szenenbild. Als "Get Out" in den USA in die Kinos kam, wurde er sowohl vom Großteil der Kinobesucher als auch den Kritikern (er stand auf der heuer ins Kritik geratenen Seite rottentomatoes.com lange Zeit auf 100%, ehe ein Kritiker diesen Wert mit einer negativen Besprechung auf "nur" mehr 99% Zustimmung senkte) gefeiert. Und im Gegensatz zu manch anderen Filmen konnte ich den Hype in seinem Fall auch nachvollziehen. Zugegeben, "Get Out" ist nicht der erste Horrorfilm, der die Rassenthematik behandelt – aber mir persönlich würde im ersten Moment kein anderer Film des Genres einfallen, der mir ihr derart gekonnt und clever spielt, und sie zudem ähnlich stark in den Mittelpunkt rückt, und den Horror eben darauf quasi aufbaut. Von Beginn an macht "Get Out" den Alltagsrassismus in den USA zum Thema, vermittelt ihn anschaulich, macht ihn für den Zuschauer (egal welcher Hauptfarbe) spürbar, und prangert ihn so an. Und macht zugleich deutlich, dass bloß weil die USA acht Jahre lang einen afroamerikanischen Präsidenten hatten, deshalb noch lange nicht alles auf einmal in bester Ordnung ist, und der Rassismus der Vergangenheit angehören würde (wie ja auch die "Gegenbewegung" mit Donald Trump zeigt).

Angefangen von Chris Bedenken ob des bevorstehenden Treffens mit ihrer Eltern (denn auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren und Jahrzehnten gebessert hat, gibt es immer noch Gesellschaftsschichten oder auch einfach nur Individuen, die solche Paarungen mit einem kritischen bis ablehnenden Auge betrachten), über die Szene mit dem Cop (wo dem Zuschauer sehr schön vermittelt ist, dass selbst so eine eigentlich ja harmlose Begegnung für schwarze Mitbürger in den USA mit deutlich mehr Anspannung verbunden ist, als dies bei Weißen der Fall ist; da man nun mal nie weiß, an welchen Polizisten man gerade kommt, und ihm als Zivilist bis zu einem gewissen Grad schutzlos ausgeliefert ist), bis hin zu den afroamerikanischen Bediensteten, welche die Armitages beschäftigen, und die dann natürlich auch Chris bedienen (müssen). Das allein wäre als Situation schon unangenehm genug, und man kann Chris Unbehagen als Zuschauer sehr gut nachfühlen. Der wahre Horror folgt aber natürlich erst später. Ich will an dieser Stelle nicht verraten, was genau danach passiert, und worin die Absichten der Armitages genau liegen. Es sei erwähnt, dass in diesen insofern mein größter Kritikpunkt am Film liegt, als dies zugegebenermaßen doch etwas schwer zu schlucken war, und ich kann's verstehen, wenn man sich als Zuschauer darauf nicht einlassen kann. In gewisser Weise fällt auch mir dies schwerer, als selbst übernatürliche Phänomene wie Geister, Monster usw. – nicht zuletzt, da der Film abseits dessen sowie vielleicht der überzogen dargestellten Hypnose-Einlagen eindeutig in der Realität verwurzelt ist und aus eben dieser Bodenständigkeit ja auch einen Großteil seines Reizes bezieht. Das spießt sich dann somit doch ein wenig. Zugleich war es aber immerhin mal was anderes, und eine originelle Idee. Zumindest das muss ich dem Film zugutehalten.

Szenenbild. Trotz allen Horrors und der vielen – oftmals harmlosen bzw. alltäglichen – Szenen, in denen Chris Unbehagen bis Angst, die aus seiner Hauptfarbe und seinen Erfahrungen mit anderen Weißen hervorgehen, dem Zuschauer nachfühlbar gemacht werden (das allein macht ihn schon zu einer interessanten, fulminanten und wichtigen Erfahrung) durchzieht "Get Out" auch ein feiner Humor, der zwischendurch immer wieder aufblitzt. Vor allem Chris' Freund Rod lockert mit seinen Szenen den Film merklich auf, und erweist sich als seine Geheimwaffe. Auch die schauspielerischen Leistungen stechen hervor, wobei vor allem Daniel Kaluuya in der Hauptrolle begeistert. Nachdem den ganzen Film bereits eine beunruhigende bis beängstigende Grundstimmung durchzog, war der Showdown dann wirklich packend umgesetzt, und bot auch ein paar denkwürdige Momente (Tod durch Hirschgeweih). Und großartig inszeniert war er auch noch, sowohl optisch als auch was die Atmosphäre sowie den vereinzelten Einsatz von (gut platzierten) Schockeffekten betrifft. Wie gesagt, die Offenbarung was hier vor sich geht muss man schlucken können. Zudem ist der Film teilweise etwas vorhersehbar. Dennoch finde ich, dass sich kein Horror-Fan "Get Out" entgehen lassen sollte!

Fazit: Ich halte "Get Out" für einen der interessantesten, intelligentesten und insgesamt auch besten Horrorfilme der letzten Jahre. Und das weniger, weil er so wahnsinnig gruselig, spannend oder packend wäre (ist er zwar – in Maßen – auch, aber an andere Filme kommt er diesbezüglich zugegebenermaßen nicht ganz heran), sondern aufgrund der cleveren, aufschlussreichen und offenbarenden Art und Weise, wie er die Rassenproblematik (nicht nur) in den USA aufgreift und zum Fokus der von ihm erzählten Geschichte macht. In eben diesen Momenten, die den Alltagsrassismus thematisierten, lag für mich letztendlich auch die größte Stärke des Films. Darüber hinaus besticht er mit einer phänomenalen Performance von Daniel Kaluuya in der Hauptrolle, der hochkarätigen Besetzung, Jordan Peeles wunderbare Regie, sowie dem feiner Humor, der den Film durchzieht, und ihm trotz aller bedrückender Momente auch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Ja, die Erklärung was genau hier vor sich geht ist nicht leicht zu schlucken, und der Film in Teilbereichen etwas arg vorhersehbar. Meinem Filmgenuss tat beides jedoch kaum einen Abbruch.

Wertung:9 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Universal Pictures)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2017





Kommentare (1)
RSS Kommentare
1. 28.10.2017 12:33
 
Immer ist schwarz das Opfer und weiß der ekelhafte Rassist. Herrlich!
 

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