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Doctor Who - 9x04: Vor der Flut Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) BBC

Originaltitel:Before the Flood
Episodennummer: 9x04
Bewertung:
Erstausstrahlung UK: 10. Oktober 2015
Erstausstrahlung D: 10. Dezember 2015
Drehbuch: Toby Whithouse
Regie: Daniel O'Hara
Hauptdarsteller: Peter Capaldi als The Doctor, Jenna-Louise Coleman als Clara Oswald. Gastdarsteller: Colin McFarlane als Moran, Sophie Stone als Cass, Zaqi Ismail als Lunn, Morven Christie als O'Donnell, Arsher Ali als Bennett, Steven Robertson als Pritchard, Paul Kaye als Prentis, Neil Fingleton als The Fisher King, Peter Serafinowicz als Voice of the Fisher King, Corey Taylor als Roar of the Fisher King u.a.

Kurzinhalt: Der Doktor reist ins Jahr 1980, um die Hintergründe der Geister, die in der Unterwasserstation ihr Unwesen treiben, zu ergründen. Er kommt tatsächlich gerade zu jenem Zeitpunkt an, kurz nachdem das außerirdische Schiff abgestürzt ist. Als er jedoch die Gegend untersucht, wurde sein Begleiter ermordet, und vom Wesen, das darin lag, fehlt jede Spur. Er springt daher ein weiteres Mal in die Vergangenheit – und kann so endlich die Identität des Angreifers herausfinden. Es handelt sich um den Fisher King, der mit den Hieroglyphen, die in seinem abgestürzten Raumschiff gefunden wurden, eine Invasionsflotte auf die Erde locken will. Der Doktor muss somit nach einem Weg finden, nicht nur diese zu löschen, sondern auch jegliche Erinnerung an sie. Indes – oder genauer gesagt, 133 Jahre später – kämpfen Clara und die übrig gebliebenen Crewmitglieder der Unterwasser-Forschungsstation nach wie vor ums Überleben…


Review: Episodenbild (c) BBC "Vor der Flut" konnte mir etwas besser gefallen als die Folge, die ihr den Weg ebnete. Mein Hauptkritikpunkt ist der – vermeintliche – Geist des Doktors. Da der Doktor als erster Name auf der Liste stand, und wir natürlich alle wissen, dass er nicht sterben wird, ging ich die ganze Zeit davon aus, dass es ihm gelingen wird, alles was hier passiert ist irgendwie wieder umzukehren, und somit die einzelnen Tode wieder rückgängig gemacht werden würden. Dementsprechend litt ich bei jeder entsprechenden Wendung nicht mit. Da hat sich Autor Toby Whithouse leider selbst ein Ei gelegt. Hätte er auf diesen – ohnehin völlig ineffektiven – Twist verzichtet, hätten Spannung und emotionale Wirkung der betreffenden Szenen nicht so lange unter meiner betreffenden Überzeugung gelitten. Und ja, ich weiß, in weiterer Folge stellt sich ja heraus, dass dies nicht wirklich der Geist des Doktors war, sondern vielmehr eine Projektion. Aber bis wir das endlich erfuhren, war es letztendlich irgendwie auch schon zu spät.

Was mir dafür gut gefallen hat, war die "doppelte" Zeitreise ins Jahr 1980. Ich mag ja solche Momente, wo Zeitreisende quasi auf ihr früheres Ich treffen; das war schon die größte Stärke von "Zurück in die Zukunft II". An den Klassiker kommen die betreffenden Momente hier zwar natürlich nicht im Geringsten heran, dennoch fand ich das nett. Was ebenfalls hervorstach, waren die späteren Szenen, als sich Cass durch die Station schleicht, und uns die Inszenierung dazu zwingt, ihre Umgebung genau so wahrzunehmen, wie sie das als Gehörlose tut – nämlich ohne jegliche Geräusche. Das war in der Tat sehr eindringlich (übrigens Kudos an "Doctor Who" dafür, tatsächlich eine taube Schauspielerin in der Rolle zu besetzen! Das kommt in solchen Fällen ja leider viel zu selten vor). Das Monsterdesign des Fisher Kings war auch sehr gelungen und sah wirklich cool aus. Und auch das Paradoxon am Ende gefiel mir; natürlich könnte man sich jetzt in guter Henne-Ei-Manier tagelang den Kopf darüber zerbrechen, was zuerst kam. Man nehme nur "Terminator" 1 und 2, die für mich zu den diesbezüglichen Paradebeispielen gehören (immerhin wird der Judgment Day erst durch den Fund der Hand und des Chips ausgelöst – doch ohne den Fund, wie konnte Cyberdine die Welt erobern und den Terminator in die Vergangenheit schicken?). Ich sehe in so etwas auch keine klassischen Logikfehler, an denen ich mich aufhängen würde, sondern vielmehr ein faszinierendes Gedankenexperiment. Von diesen Punkten abgesehen war "Vor der Flut" aber "nur" ok, und ohne wesentliche Höhepunkte. Eine schöne, klassische, kurzweilige "Doctor Who"-Folge – aber doch eher belanglos, und ohne nennenswerte Besonderheiten.

Fazit: Episodenbild (c) BBC "Vor der Flut" konnte mir schon wieder eine Spur besser gefallen als die Episode davor. Dies lag einerseits an der "doppelten" Zeitreise des Doktors ins Jahr 1980, und andererseits an einigen starken Momenten auf der Station, wobei für mich insbesondere jene Szene hervorstach, als die taube Cass durch die Station schleicht, und wir so wie sie nichts hören. Das war ein ziemlich spannender und auch recht eindringlicher Moment. Wo sich die Folge aber leider selbst torpediert ist bei der Erkenntnis, dass der Doktor angeblich das erste Opfer des Geistes gewesen sein soll. Denn da man seinen Tod nicht in Betracht zieht, ging zumindest ich davon aus, seine Taten im Jahr 1980 würden die bisherigen Todesfälle wieder ungeschehen machen. Da wollte der Drehbuchautor Toby Whithouse zu clever sein, hat aber die unerwünschten Nebenwirkungen dieses vermeintlichen Twists nicht bedacht. Insgesamt war "Vor der Flucht" sicherlich kein Highlight, aber immerhin doch recht unterhaltsam.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © BBC)




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