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Sleepless - Eine tödliche Nacht Drucken E-Mail
In einem Casino in Las Vegas geht es rund Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Donnerstag, 03 August 2017
 
 
Sleepless
Originaltitel: Sleepless
Produktionsland/jahr: USA 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Vertigo Entertainment/TOBIS Film/EuroVideo
Regie: Baran bo Odar
Produzenten: U.a. Roy Lee & Adam Stone
Drehbuch: Andrea Berloff
Filmmusik: Michael Kamm
Kamera: Mihai Malaimare Jr.
Schnitt: Robert Rzesacz
Genre: Thriller
Kinostart Deutschland: 09. März 2017
Kinostart USA: 13. Januar 2017
Laufzeit: 95 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Jamie Foxx, Michelle Monaghan, Dermot Mulroney, Scoot McNairy, T.I., David Harbour, Gabrielle Union, Octavius J. Johnson, Tim Connolly u.a.


Kurzinhalt: Der Polizist Vincent und sein Partner Sean überfallen einen Drogenkurier, jedoch nicht, um ihn festzunehmen, sondern vielmehr die Ware zu stehlen und sie selbst zu verhökern. Statt der erwarteten kleinen Lieferung stehen sie dann jedoch vielmehr vor Drogen im Wert von mehreren Millionen Dollar. Sofort ist ihnen klar, dass diese einem großen Fisch gehören muss, der keine Ruhe geben wird, bis er die Lieferung wieder zurückbekommen hat. Weiteren Druck erhalten sie durch die internen Ermittler, die ihnen auf den Fersen sind. Als der Casino-Boss Rubino, dem die Drogen gehören, und der diese an einen lokalen, knallharten Gangsterboss verhökern wollte, die Identität der Räuber erfährt, lässt er kurzerhand Vincents Sohn entführen. Dieser schnappt sich daraufhin die Beute und geht ins Luxus-Casino, um sie ihm zurückzugeben. Als er dabei einen Großteil der Lieferung im Casino versteckt, fängt die interne Ermittlerin Bryant, die sich an seine Fersen geheftet hat, diese ab. Sowohl Vincent als auch Rubino stehen nun unter enormen Druck, die Drogen so rasch als möglich wieder zu beschaffen…

Review: Szenenbild. "Sleepless" beginnt noch sehr vielversprechend. Ich mag ja Filme oder Serien, die sich um Antihelden drehen, insofern gefiel mir die Idee, einen korrupten Cop in den Mittelpunkt zu stellen, der Drogen stiehlt und daraufhin von allen möglichen Seiten – dem Drogendealer, einem knallharten Gangsterboss, den internen Ermittlern – in Bedrängnis gerät, sehr gut. Generell fand ich das Setup sehr nett, und auch, wie sich sowohl um Vincent als auch um Rubino – Chef des Luxus-Casinos, der ins Drogengeschäft einsteigen will – die Schlinge langsam enger zieht. Darüber hinaus profitiert der Film zweifellos von meiner Las Vegas-Affinität (ich würde dort nicht leben wollen, aber man sollte sich die verrückte Stadt doch mindestens 1x im Leben geben), sowie der hochkarätigen Besetzung, die neben Jamie Foxx und der von mir überaus geschätzten Michelle Monaghan u.a. auch noch Dermot Mulroney, David Harbour und Scoot McNairy umfasst. Inszenatorisch gibt sich der Film, abseits des im Mittelteil vielleicht etwas zu inflationär eingesetzten Stilmittels der "umfallenden" Kamera, ebenfalls keine Blöße. Zugegeben, etwas Besonderes ist "Sleepless" selbst in der ersten Hälfte nicht, aber dort gelang es ihm immerhin, mich wirklich zu unterhalten.

Leider aber fiel der Film danach mehr und mehr in sich zusammen. So stieß ich mich u.a. zunehmend an der einen oder anderen dämlichen Aktion der Protagonisten – z.B., wenn Vincent sein Handy, obwohl es schon mehrmals geläutet hat, immer noch nicht auf lautlos stellt. Oder auch, wenn er es sich nicht verkneifen kann, im Aufzug den Blick zu heben, so dass Bryant ihn erkennt. Und auch, warum er die Sprachnachricht nicht sofort an sie weiterleitet, wollte mir partout nicht einleuchten. Überhaupt, die "Wendung" des großen Bösewichts. Das war wieder einmal einer jener Fälle, wo ich mir die Frage stellte, ob sich die Filmemacher für so clever, oder ihre Zuschauer für so blöd halten. Weil überraschend war da ja wohl bitte mal rein gar nichts; im Gegenteil, es war derart offensichtlich, dass es eigentlich nur mehr peinlich war – und für mich somit auch einer der größten Kritikpunkte am Film, zumal man uns die betreffende Offenbarung doch tatsächlich als überraschende Wendung verkaufen wollte. Das größte Manko war für mich aber ohnehin, dass sich das vermeintliche, von mir zuvor gelobte Konzept einer "bösen" Hauptfigur als Trugbild offenbart. Das fand ich echt enorm schade, da genau darin für mich der größte Reiz des Films lag. Nimmt man zu diesen Kritikpunkten nun noch einen ziemlich schwachen und in Teilbereichen lächerlichen Showdown hinzu, sowie die bestenfalls optimistische und schlimmstenfalls freche Entscheidung, am Ende doch tatsächlich ein – wohl aufgrund des mangelnden Erfolges ohnehin nie folgendes – Sequel anzuteasern, ergibt das insgesamt einen unterdurchschnittlichen Thriller, den man zwar schauen kann, aber sicher nicht muss.

Fazit: Szenenbild. In der ersten Hälfte machte "Sleepless" auf mich eigentlich noch einen ziemlich guten Eindruck. Mir gefiel das (vermeintliche) Setup, das Setting in Las Vegas, und wie sich die Schlinge um den Protagonisten langsam enger zieht. Danach verlor der Thriller aber leider zunehmend an Reiz. Eine eher dämliche Aktion folgte auf die nächste, der vermeintlich schockierende Twist war peinlichst vorhersehbar, und vor allem stellte sich heraus, dass Vincent doch kein so böser Bube ist. Vor allem letzteres fand ich enorm schade. Aber auch der Showdown konnte mich nicht wirklich überzeugen. Dank der guten Besetzung, den soliden schauspielerischen Leistungen und Baran bo Odars kompetenter Regie dürfen Thriller-Fans zwar ruhig einen Blick riskieren. Einen Jackpot sollte man sich aber nicht erwarten.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 EuroVideo)


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