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Fallen - Engelsnacht Drucken E-Mail
Review zur Verfilmung des Jugendromans Kategorie: Filme - Autor: Bettina Schwarzkopf - Datum: Donnerstag, 13 Juli 2017
 
 
Fallen
Originaltitel: Fallen
Produktionsland/jahr: USA/Ungarn 2016
Bewertung:
Studio/Verleih: Silver Reel/Wild Bunch
Regie: Scott Hicks
Produzenten: U.a. Claudia Bluemhuber, Mark Ciardi, Gordon Gray, Bill Johnson & Jim Seibel
Drehbuch: Michael Arlen Ross, Kathryn Price & Nichole Millard, nach dem Roman von Lauren Kate
Filmmusik: Mark Isham
Kamera: Alar Kivilo
Schnitt: Scott Gray
Genre: Fantasy/Romanze
Kinostart Deutschland: 13. Juli 2017
Kinostart USA: 10. November 2016
Laufzeit: 91 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 6
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD, Romanvorlage
Mit: Addison Timlin, Jeremy Irvine, Harrison Gilbertson, Joely Richardson, Lola Kirke, Hermione Corfield, Malachi Kirby u.a.


Kurzinhalt: Nachdem Lucinda Price gerichtlich für den Tod eines Menschen beschuldigt wurde, muss sie die Akademie Crosses and Swords für schwer erziehbare und psychisch erkrankte Jugendliche besuchen. Dort angekommen, fühlt sie sich zu Daniel, einem eher introvertierten Schüler der Akademie, hingezogen und insistiert, dass er und sie eine gemeinsame Vergangenheit besitzen. Zwar weist Daniel diesen Verdacht von sich, doch die Zuneigung füreinander wächst. Die zarte Liebe wird durch Cams Avancen gestört und führt immer wieder zu Unruhen verbunden mit teils tragischen Vorfällen. Doch genau diese Vorfälle lassen Daniel und Lucinda näherkommen. So erfährt sie, dass er und seine Freunde verbannte und verfluchte Engel sind und sie Daniels sterbliche Geliebte. Dem Fluch ist es geschuldet, dass Lucinda stirbt und Jahre später wiedergeboren wird, sobald sie Daniel durch einen Kuss ihre Liebe gesteht. Doch diesmal ist etwas anders, was das Gleichgewicht von Himmel und Hölle alsbald ins Wanken bringt…

Review: Szenenbild. Tendenziell stelle ich mir bei Filmen wie "Fallen" die Frage, welche Jugendbuchromane eigentlich noch nicht verfilmt wurden. Zwar ebbt der Hype um die Teenieromanzen ab, aber Filmstudios sind immer noch auf der Suche nach einem zweiten "Twilight" oder "Hunger Games". Mit "Fallen" wird es Hollywood nicht gelingen, da der auf einer Buchreihe von Lauren Kate basierende Film zwar unterhält, aber von vorn bis hinten austauschbar ist. Schon im Vorfeld wird einem durch den Trailer verdeutlicht, dass Vampire und Werwölfe gegen verbannte Engel unterschiedlicher Neigungen ausgetauscht wurden. Nachdem dann auch noch "Fallen" an einem regnerischen Tag mit einer verträumten Lucinda, welche auf der Rückbank eines Autos aus dem Fenster starrt und weiße Kopfhörer in den Ohren hat, die Vorstellung eröffnet, blieben bei mir Augenrollen und Kopfschütteln nicht aus: Ein 100%iger Twilight-Abklatsch. Doch dieser Verdacht blieb irgendwo zwischen dem peinlichen Auftritt des Lolli-lutschenden Machos und der Sitzung beim Psychologen hängen.

Auch wenn "Fallen" sich von da an etwas anders entwickelt, blieben Parallelen mit der Twilight-Saga nicht aus. Anders als in der Vampirgeschichte wachsen die Jugendlichen in einem weniger behüteten Internat für schwer erziehbare Kinder auf, welches natürlich Raum für verbotene Partys, heftige Intrigen und einem verwirrenden Liebesdreieck bietet. Daher ist es schön, dass Lucinda nicht ständig zwischen Team Blond-und-weiß-gebleachte-Zähne und Team Heuchler-und-Emos wetteifert, sondern sich auch mal einer sehr sympathischen Freundin zuwendet, die tatsächlich auch einen Einfluss auf die weitere Handlung hat. Letztlich endet der Film dann doch wie erwartet: ein, zwei kleine Cliffhanger, die Material für den zweiten Film bieten, etwas Tragik und Herzchen erwärmende Glückseligkeit. Dennoch ging ich unzufrieden heim, da es offensichtlich war, dass das große Spektakel, der Kampf Gut gegen Böse, erst in den nächsten Filmen folgen wird, die aufgrund der niedrigen Einspielergebnisse wohl niemals auf den Leinwänden der Kinos der Welt zu sehen sein werden. Beurteile ich das Schauspiel also rein der Handlung nach, hieß es "Film: mangelhaft". Doch Schauspieler und Filmschnitt können "Fallen" zu einem für Fans der Twilight-Saga oder der Shadowhunters-Serie ansehnlichen Film verhelfen. Addison Timlin (Lucinda Price), die eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Kristin Stewart als Bella Swan besitzt, weißt im Gegensatz zu ihrer Kollegin eine Bandbreite von Emotionen auf. Dazu gehört auch eine Portion Selbstständigkeit, die den meisten Protagonisten in dieser Art Filmen zu fehlen scheint. An ihrer Seite spielt Lola Kirk als Penn, die mir besonders gefallen hat. Ihre Fürsorglichkeit für Lucinda, das offene Ohr und auch den Missmut, welchen sie kundtut, wenn Lucinda unbedarft handelt, kaufe ich ihr ab und insgeheim wünsche ich mir, ebenso eine coole Freundin zu haben. Mit den Leistungen von Jeremy Irvine (Daniel Grigori) und Harrison Gilbertson (Cam Briel) stehe ich bis heute auf dem Kriegsfuß. Auf der einen Seite spielt Irvine einen sympathischen blonden Schutzengel, der schnell seinen Weg in kleine Mädchenherzen finden wird. Auf der anderen Seite wirkt er in großen Teilen des Films genervt und langweilig. Ich denke nicht, dass das die Essenz des Charakters ist. Ähnlich verhält es sich mit Gilbertson, nur das er seinen Charakter mit zu viel Leidenschaft und Ehrgeiz erfüllt, sodass der schwarze Engel streckenweise lächerlich erscheint.

Szenenbild. Mein heimliches Highlight von "Fallen" sind die Schnitte und Effekte. Es vergeht kaum eine Szene, in der nicht ein Stein mit Efeu bedeckt ist, ein Wasserspeier hervorlugt oder die Landschaft bzw. Kulisse mit einem zarten Nebel versehen ist. Das lässt den Film magisch, ja ein wenig mystisch wirken. Auch die Flügel der Engel sind gut umgesetzt. Denn anstatt den Jünglingen die klassischen weißen Federn auf den Rücken zu schnüren, sind ihre Flügel eine Art Energie, die aus Tausenden von kleinen Blitzen bestehen, die durch den Dunst der Nacht zucken. Ausnahmslos alles wird durch die moderne und ansprechende Kameraführung vom Regisseur Scott Hicks gekonnt in Szene gesetzt. Das Ganze wird ganz vorsichtig mit Zeitlupen und Lens Flares gespickt. Die dazu gereichte Musik lässt es fast wie ein kleines Meisterwerk wirken - wäre da eben nicht die flache Geschichte selbst.

Fazit: "Fallen" ist einer der Filme, die 100 Minuten vor sich her wabern, ohne wirklich einen Höhepunkt zu besitzen. Dennoch handelt es sich hierbei um einen unterhaltsamen Film mit wunderschönen Kulissen, sehr guten Schnitten und Effekten. Addison Timlin und Lola Kirke haben durch realistisches Agieren und Interagieren ihren jeweiligen Charakter gut in Szene setzen können. Ihre männlichen Kollegen, Jeremy Irvine und Harrison Gilbertson, boten dagegen überwiegend Langeweile und Übereifer. Insgesamt bleibt nicht wirklich zu erwarten, dass „Fallen“ der nächste Kassenknüller wird, dazu war die Geschichte in weiten Teilen schon einmal da gewesen. Es reicht aber bei Weitem für einen schicken Filmeabend unter Freunden von Twilight- und Shadowhunters-Fans.

Wertung:5 von 10 Punkten
Bettina Schwarzkopf
(Bilder © 2017 Wild Bunch)


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