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Guardians: Beschützer Drucken E-Mail
Solide Superhelden-Action mit grauenhafter Synchro Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Donnerstag, 22 Juni 2017
 
 
Guardians
Originaltitel: Zashchitniki
Produktionsland/jahr: Russland 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Big Cinema House/capelight Pictures
Regie: Sarik Andreasyan
Produzenten: U.a. Gevond Andreasyan, Sarik Andreasyan, Vladimir Polyakov & Aleksey Ryazantsev
Drehbuch: Andrey Gavrilov
Filmmusik: Georgiy Zheryakov
Kamera: Maksim Osadchiy-Korytkovskiy
Schnitt: Georgiy Isaakyan
Genre: Science Fiction/Action
Kinostart Deutschland: 26. Februar 2017
Kinostart Russland: 23. Februar 2017
Laufzeit: 88 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Paul Sidhu, Branden Coles, Arielle Holmes, Kelcey Watson, Anne-Solenne Hatte, Timothy Lee DePriest, Stormi Henley, Harwood Gordon u.a.


Kurzinhalt: Zur Zeit des Kalten Krieges experimentierte ein Wissenschaftler an einigen Menschen, und erschuf so Superhelden. Diese, die allesamt neben ihren Fähigkeiten mit einem langen Leben gesegnet sind, tauchten nach Beendigung des Programms unter. Doch als ein General die Kontrolle über Kriegsmaschinen übernimmt, wird das Patriot-Programm reaktiviert. Mayor Elena Larina rückt daraufhin aus, um die alten Superhelden aufzuspüren und zu rekrutieren: Arsus, der sich in einen Bären verwandeln kann, Khan, der über die Fähigkeit zur Teleportation verfügt, Ler, dessen telekinetische Energie es ihm erlaubt, Gestein zu kontrollieren, sowie Kseniya, die sich unsichtbar machen kann, und der weder extreme Hitze noch Kälte etwas ausmachen. Gemeinsam ziehen sie gegen General Dolgov ins Feld. Doch der erste Einsatz scheitert spektakulär, und bis auf Arsus werden alle Teammitglieder gefangen genommen. Nachdem es gelungen ist, die anderen wieder zu befreien, wagen sie einen weiteren – und letzten – Versuch, um Russland doch noch vor ihm zu retten…

Review: Szenenbild. Erinnert sich irgendwer hier noch an die Prinzen, und einen ihrer größten Hits, "Alles nur geklaut"? Eben dieses Lied spukte mir während "Guardians" des Öfteren im Kopf herum. Die Inspirationsquellen für diese russische Antwort auf die typischen amerikanischen Superheldenfilme sind da und dort nämlich doch sehr offensichtlich. Arsus, der sich in einen Bär verwandelt, hat etwas von Hulk (gepaart mit Beorn aus den "Hobbit"-Filmen), und erinnert wenn er seine Maschinenpistole schwingt an Rocket aus "Guardians of the Galaxy". Ler beginnt als "freiwillige" Variante von "The Thing" (sprich, er verwandelt sich auf Wunsch in ein solches Gesteinsmonster; und verliert dadurch die der Vorlage innewohnende Tragik) und wird danach zu 'ner Art Whiplash. Khan ist eine Mischung aus Nightcrawler und einem Ninja-Kämpfer. Der Bösewicht General Dolgov erinnert mit seinem bulkigen Aussehen an Drax. Und beim Invisible Girl ist die Inspirationsquelle ja ohnehin offensichtlich. Jedoch: Getreu dem Motto "Besser gut geklaut als schlecht erfunden" hat diese aus verschiedensten Superhelden-Universen zusammengestoppelte Riege an Helden, doch einen gewissen Charme. Zumal sie trotz der offenkundigen Anleihen an ihren amerikanischen Vorbildern gerade noch eigenständig genug sind, um als reine Kopien gelten zu müssen.

Was "Guardians" auch auszeichnet ist, dass er schnell zur Sache kommt. Zwar wird man zu Beginn in kürzester Zeit mit Exposition förmlich erschlagen, hat man dies dann aber hinter sich, geht's auch schon los. Generell ist der Film flott erzählt und beansprucht mit gerade einmal 90 Minuten Laufzeit das Zeitkonto des geneigten Zuschauers nicht über Gebühr. Und vor allem optisch sowie effekttechnisch kann sich "Guardians" absolut sehen lassen. Aufgrund meines teilweise einbrechenden Screener-Streams bin ich zwar mit einem endgültigen Urteil vorsichtig, aber für mich sah das jetzt nicht unwesentlich schlechter als die Effektorgien bei "Man of Steel", "Age of Ultron" und Konsorten aus. Natürlich ist der Film voller Klischees. Da gibt es die obligatorischen unfreiwilligen und/oder vom Leben geplagten, einsamen Helden genauso wie einen generischen Plan des Bösewichts, oder auch so wohlbekannte Szenen wie den heroischen Sturz aus dem Helikopter. Allerdings ist das Ganze mit so viel Schwung umgesetzt, dass ich mich daran nicht wirklich störte. Schwerer wiegen da schon der sehr einfallslose und wenig packende Plot, sowie die nur sehr oberflächlich beleuchteten Figuren. Der größte Schwachpunkt von "Guardians" ist aber die deutsche Synchronfassung. Über den Streaming-Link lag mir leider nur diese vor, weshalb ich keinen Vergleich zum russischen Original (mit Untertiteln) ziehen konnte, aber wenn man einigen Kommentaren glauben darf, ließ man dem Film eine völlig übertriebene Gaudi-Synchro angedeihen, die ihm teilweise einen "Mystery Science Theater 3000"-Touch gib. Wer Fan von solchen Verballhornungen ist, mag sich eventuell auch bei "Guardians" köstlich amüsieren, aber mein Falls war's leider nicht.

Szenenbild. Einerseits, weil ich mit dem Humor an sich nicht viel anfangen konnte. Die Witzchen über Russland wirkten deplatziert und machten den Film teilweise auch unglaubwürdig (kein Nachrichtensprecher würde auf diese Art und Weise über solche Ereignisse berichten – und schon gar nicht in Russland, wo man dafür wohl schneller im Gefängnis langen würde, als man "Pressefreiheit" sagen kann), und die Dialoge waren teilweise einfach nur infantil und vorpubertär ("Tiefer, so bringt mir das nichts." "Das sagt meine Frau auch immer.") Mein Humor war das jedenfalls nicht. Vor allem aber spießen sich diese ständigen Witzchen mit dem grundsätzlich ja durchaus ernsten Unterton, und sorgten dafür, dass selbst dramatische Szenen die dem Ganzen ein bisschen Gewicht und Tiefgang geben sollten (wie Lers Worte zur Unsterblichkeit, Arsus Angst sich eines Tages nicht mehr in einen Menschen zurückverwandeln können, und Khans Trauer ob des Tods von seinem Bruder – letzteres war übrigens einer der schrägsten und deplatziertesten Gags des Films überhaupt) die gewünschte Wirkung verfehlte. Einfach, weil man den Film angesichts der infantilen Gags einfach nicht mehr ernst nehmen könnte. Jedenfalls wird man Marvels Fähigkeit, ihre Filme witzig und amüsant zu machen, ohne dass dies auf Kosten der Spannung und der Dramaturgie geht, nach einer Sichtung der deutschen "Guardians"-Fassung gleich noch einmal deutlich mehr zu schätzen wissen.


Fazit: Angesichts der vermeintlich völlig verfälschenden und absolut unterirdischen deutschen Gaudi-Synchro sehe ich mich eigentlich nicht befähigt, ein echtes, faires und endgültiges Urteil über den Film zu fällen- vermute ich doch, dass mir dieser im O-Ton und mit werksgetreuen Untertiteln ungleich besser gefallen hätte. Leider aber lag mir nur die deutsche Synchro-Fassung vor, weshalb ich auch nur diese bewerten kann – und da sieht das Urteil leider eher mäßig aus. Die aufgesetzten, infantilen und vorpubertären Witzchen erstickten jegliches Aufkommen von Spannung im Keim, ruinierten so manchen dramatischen Moment, und spießten sich allgemein mit dem ernst wirkenden Grundton des Films. und spießten sich auch mit dem allgemein recht ernsten Ton des Films. Wer immer dafür verantwortlich ist, sollte sich was schämen, und Arbeitsverbot im Synchro-Bereich auf Lebenszeit bekommen – denn ohne die unpassende und die Stimmung des Films völlig ruinierende Synchronisation wäre "Guardians" als russische Antwort auf "Avengers", "X-Men", "Guardians of the Galaxy" & Co. durchaus brauchbar gewesen. Effekttechnisch braucht er sich nicht groß vor den Vorbildern zu verstecken, und den Superhelden mögen ihre jeweiligen Inspirationsquellen zwar deutlich anzumerken sein, dennoch fand ich das, was man hier aus diesen gemacht hat, durchaus interessant und gelungen. Insofern wäre er für Superhelden-Fans die auch mal einen Blick über den Hollywood-Tellerrand wagen wollen durchaus eine gangbare Alternative. In der furchtbaren deutschen Synchro-Fassung kann ich ihn aber leider – wenn überhaupt – nur absoluten Trash- oder MST3K-Fans empfehlen.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Alive)


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